Auch Luxemburg im Zwielicht: Steueroasen und ihre Profiteure – Bastian Brinkmann enthüllt die Tricks der Weltkonzerne

clip_image002Wie deutsche und internationale Konzerne Steuern in Milliardenhöhe vermeiden

Mit schöner Regelmäßigkeit werden prominente Steuersünder enttarnt. Doch diese Fälle sind harmlos im Vergleich zu den Praktiken namhafter Konzerne, die Steueroasen wie die Schweiz oder die Karibik nutzen. Das enthüllt der Wirtschaftsjournalist Bastian Brinkmann in seinem Buch „Die geprellte Gesellschaft“.

Aktuell gerät auch LUXEMBURG ins Zwielicht:

 

Dort haben Unternehmen wie die Deutsche Bank, der Energieversorger Eon, der Gesundheitskonzern Fresenius Medical Care, Amazon, Pepsi oder FedEx mit Unterstützung der Luxemburger Regierung in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge an Steuern am Fiskus vorbeigeschleust.

Mit fragwürdigen, aber legalen Steuertricks
hat das Großherzogtum die Konzerne geködert.

Das belegen geheime Dokumente der Luxemburger Steuerbehörde, die für die Süddeutsche Zeitung Bastian Brinkmann und seine Kollegen sowie weitere internationale Medien ausgewertet haben. In zwei Fällen allerdings ermittelt die Europäische Kommission bereits, ob nicht doch unfaire Vorteile gewährt wurden.

Die sogenannte Steuergestaltung ist ein Millionenspiel, das sehr wenige reich macht – und den großen Rest ärmer.

Damit muss Schluss sein, so Bastian Brinkmann. In seinem Buch deckt er die Tricks der Reichen und Konzerne auf und zeigt, warum der Staat nicht länger tatenlos zuschauen darf, wie er um sein Geld geprellt wird.

Denn schwerer als der finanzielle Schaden wiegen die ideellen Kosten: Die massenhafte Steuerflucht stellt das Fundament unserer Gesellschaft in Frage.

Bastian Brinkmann, geboren 1988, hat Volkswirtschaftslehre und Politik studiert und die Kölner Journalistenschule besucht. Nach Stationen in Korea, Dublin und Brüssel arbeitet er heute als Wirtschaftsredakteur im Online-Team der Süddeutschen Zeitung. Seit dem Frühjahr 2013 hat er dort die Enthüllungen der Offshore-Leaks mitrecherchiert und das gigantische Datenleck aus dem Inneren der Steueroasen ausgewertet. Für diese Arbeit wurde er mit seinem Team im Oktober 2013 mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis ausgezeichnet.