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	<title>buchwelt.de Archiv &#8211; Literaturkurier.net</title>
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	<description>Bücher - Meinungen - Rezensionen</description>
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		<title>Gedicht: Griechenlands Hoffnung (1827!) &#8211; bemerkenswert aktuell</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 12:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[buchwelt.de Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Griechenlands Hoffnung 1827   !!!   (Das Datum beachten!) Es ging das Jahr in mattem Schlummer Verachtet seinem Ende zu, Im Osten wühlt der alte Kummer, Und um uns her ist Grabesruh; Das Licht der Wahrheit – mag&#8217;s ersterben! Das Volk der &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/gedicht-griechenlands-hoffnung-1827-bemerkenswert-aktuell/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><strong><em>Griechenlands Hoffnung </em></strong></span></p>
<p>1827   !!!   (Das Datum beachten!)</p>
<p>Es ging das Jahr in mattem Schlummer</p>
<p>Verachtet seinem Ende zu,</p>
<p>Im Osten wühlt der alte Kummer,</p>
<p>Und um uns her ist Grabesruh;</p>
<p>Das Licht der Wahrheit – mag&#8217;s ersterben!</p>
<p>Das Volk der Freiheit – mag&#8217;s verderben!</p>
<p>Geht, hoffet noch auf Wunderwerke,</p>
<p>Und glaubt, daß euer rost&#8217;ger Stahl,</p>
<p>Hineingesandt, die Schwachen stärke,</p>
<p>Zu trotzen Feinden ohne Zahl!</p>
<p>Geht, reicht den Weibern, Kindern, Greisen,</p>
<p>Fünf Gerstenbrote, sie zu speisen!</p>
<p>So sprach der Zweifel, hohen Hauptes</p>
<p>Ging er durch unsre Straßen hin;</p>
<p>Den Geiz erfreut&#8217;s, die Schwäche glaubt es,</p>
<p>Der kalten Bosheit däucht&#8217;s Gewinn:</p>
<p>Jetzt ist die letzte Glut verglommen,</p>
<p>Ja, bleiern wird die Nacht jetzt kommen!</p>
<p>Und anderwärts hebt schon die Schande,</p>
<p>Die Thorheit schon ihr Banner dreist: –</p>
<p>Da regt sich an Europens Rande</p>
<p>Der niebezwungne, freie Geist;</p>
<p>Im Land, um das die Fluten wallen,</p>
<p>Läßt Ein Mann seine Stimme schallen.</p>
<p>Wer heftet nicht auf Ihn die Blicke,</p>
<p>Von dessen Mund die Rede weht,</p>
<p>Daß durch die langsamen Geschicke</p>
<p>Der Zeit ein Fieberschauer geht,</p>
<p>Und daß von seinem Wink erschüttert</p>
<p>Der dumpfe, ferne Süden zittert!</p>
<p><span id="more-1432"></span></p>
<p>Zwar gilt es nicht dem armen Volke,</p>
<p>Das schmachtend nach dem Ritter blickt,</p>
<p>Auf das die steh&#8217;nde Wetterwolke</p>
<p>Vertilgungsstralen niederschickt:</p>
<p>Doch darf das eine Leid schon hoffen,</p>
<p>Wenn andrem Leid ein Ohr steht offen.</p>
<p>O die ihr Worte habt wie Schwerter,</p>
<p>Beschwingte Schiffe, Waffen, Gold:</p>
<p>Dort drängt die Wut, die Not noch härter,</p>
<p>Als wo der Mönch die Fahn&#8216; entrollt;</p>
<p>Dort, wo das Sichelschwert seit Jahren</p>
<p>Wild durch die fremde Saat gefahren.</p>
<p>Die Saat des Korns, die Saat der Helden,</p>
<p>Der Mütter und der Kinder Saat!</p>
<p>In Haufen liegen sie und melden,</p>
<p>Was dort der Schnitter niedertrat!</p>
<p>Dort helft, dort stellt euch an die Spitze,</p>
<p>Dort schleudert rettend eure Blitze.</p>
<p>Ihr aber, ihr in allen Landen,</p>
<p>Die noch erweichet andrer Not,</p>
<p>Auf, laßt uns rütteln an den Banden,</p>
<p>Auf, theilet euren Bissen Brot;</p>
<p>Daß hier und dort ein Arm, der bebet,</p>
<p>Erstarkt zum Kampfe neu sich hebet.</p>
<p>Die Zeit blickt uns mit Hoffnungsaugen</p>
<p>Tiefsinnig funkelnd, fragend, an;</p>
<p>Jetzt will sie Herzen, welche taugen,</p>
<p>Jetzt rüst&#8217;ge Wandler ihrer Bahn.</p>
<p>Drum nicht mehr lau, nicht mehr verzaget;</p>
<p>Laßt wirken uns, so lang es taget!</p>
<p>Gustav Schwab (1792-1850)</p>
<p>&nbsp;</p>
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