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	<title>Israel &#8211; Literaturkurier.net</title>
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	<description>Bücher - Meinungen - Rezensionen</description>
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		<title>Jesus, Paulus und Co &#8211; von Leo G. Linder</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Aug 2013 11:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Was wir wissen können, was wir glauben dürfen – wundervoll in Wort &#38; Bild Dieses Buch wird Entdeckergefühle bei Ihnen erzeugen! Denn bevor er dieses Buch schreiben konnte, ist der Autor in Vorderasien und im Mittelmeerraum herumgereist, um sich – &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/jesus-paulus-und-co-von-leo-g-linder/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-large;"><strong>Was wir wissen <em>können</em>, was wir glauben <em>dürfen</em> – wundervoll in Wort &amp; Bild</strong></span></p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2013/08/mg0reqsw.jpg"><img style="margin: 0px 15px 17px 0px; display: inline; border-width: 0px;" title="mg0reqsw" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2013/08/mg0reqsw_thumb.jpg" alt="mg0reqsw" width="281" height="420" align="left" border="0" /></a></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Dieses Buch wird Entdeckergefühle bei Ihnen erzeugen!</strong> Denn bevor er dieses Buch schreiben konnte, <strong>ist der Autor in Vorderasien und im Mittelmeerraum herumgereist, um sich – und damit Ihnen – ein Bild davon zu  machen,  was sich damals vor zweitausend Jahren hier ereignete.  Dazu gehörten auch die Landschaft, das Klima und die hier lebenden Menschen. Und dazu gehört auch, was Archäologen mittlerweile alles aus dem Schutt der Vergangenheit ausgegraben haben, was jetzt, im 3. Jahrtausend Zeugnis dafür ablegt, wie sich das alles damals nach und nach entwickeln konnte. </strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Was als erstes besticht an diesem Buch, das viele interessieren dürfte, ist seine sorgfältige, wunderschöne Ausstattung und die herrlichen Fotos, die Leo G. Lindner bei seinen zahlreichen Reisen in das Ursprungsland des Christentums unternommen hat.<span id="more-7345"></span></strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Er hat also konkrete örtliche Vorstellungen von dem, was sich damals ereignet hat. <strong><span style="text-decoration: underline;">Er fragt: Das Christentum ein Glaube aus dem Nichts?</span></strong> <strong><span style="text-decoration: underline;">Und: Was ist die Wirklichkeit hinter den Texten der Bibel?</span></strong> Hinzu kommt auch noch, dass ihn das Thema von Kindheit an brennend interessiert hat. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Der Dokumentarfilmer und Schriftsteller Leo G. Linder liefert mit seinem Buch eine überzeugende Darstellung des frühen Christentums und ein lebendiges Panorama der antiken Welt, in der es allmählich Fuß fasst.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Davon aber berichtet er in unnachahmlicher Weise, nämlich gleicherweise staunend  und obendrein geradezu schmissig geschrieben und <span style="text-decoration: underline;">so spannend zu lesen</span>, wie man es bei einem ‘Jesus-Buch’ überhaupt nicht erwartet hätte</strong>. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"> <strong>Er lässt seine Leser staunen über die  Geschichte von Jesus, seinem Beginnen und dem ‘unrühmlichen’ Ende: Er staunt es an, dass ein derartig absoluter Verlierer nach seinem Tod erst richtig lebendig und aktuell zu werden vermag</strong>. <span style="text-decoration: underline;">Alles ist – rein äußerlich betrachtet – <strong>überaus paradox!</strong></span> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Schon mal mit Jesus angefangen, dessen irdisches Schicksal man eigentlich nicht begreifen kann, wird das Unternehmen nahezu nahtlos von jenem höchst merkwürdigen und bemerkenswerten Paulus weitergeführt, der, auch wiederum <span style="text-decoration: underline;">paradox</span>,  zuerst Christen <em>verfolgte</em></strong>.  </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Die Geschichte des frühen Christentums</strong> wird von Leo G. Linder als <strong>&#8222;Unternehmen Jesus&#8220;</strong> geschildert, das bestimmte Ziele verfolgte und <strong>in einer Zeit entstanden ist, die dafür reif war</strong>. Und wiederum ist es <strong><span style="text-decoration: underline;">paradox</span>, dass alle, die über Jesus und das frühe Christentum berichteten, Jesus überhaupt nicht gekannt haben.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Dennoch ist dies Buch alles andere als ein papierener Text</strong>. Es kommt einem so vor, als berichte der Autor über etwas, das er eben – sozusagen nebenan &#8211; erlebt hat und erzeugt damit <strong>eine erstaunliche Nähe</strong>. Über theologische Baustellen gleitet er unglaublich elegant schwungvoll  hinweg – die haben für ihn keine Bedeutung. Dafür haben wir immer wieder, außer den Fotos,  <strong>wunderschöne Landschaftsschilderungen</strong> und <strong>spannende Berichte</strong> über das, was die <strong>Archäologen in den letzten Jahren  alles zu Tage gefördert haben</strong>. Auf diese Weise ist der Text richtig schmissig geschrieben und Leo G. Linder überträgt die Begeisterung der Ausgräber auch auf seine Leser; selbst wenn es sich lediglich auch mal nur um  Stümpfe von Säulen oder Reste von Grundmauern handelt. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Glänzend erzählt und faszinierend bebildert, öffnet dies Buch die Augen für die Wirklichkeit hinter den Texten der Bibel und ermöglicht so einen neuen Zugang zu den Grundlagen  unserer christlichen Kultur.</strong> Es ist d</span><span style="font-size: medium;">ie zeitgemäße Fortsetzung von <strong>&#8222;Und die Bibel hat doch Recht&#8220;</strong> und gibt Anregungen zu einem neuen Umgang mit dem Christentum, indem es seinen <strong>dramatischen Urstoff: Die Gründungsgestalten und die Gründungszeit des Christentums in Wort und Bild plastisch und lebendig  nahebringt.</strong> </span></p>
<p>Jesus, Paulus und Co.<br />
von <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D01082013%2D114529750%2DC04484&amp;intid=CPC2ZBC&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;AT=Linder%2C%20Leo%20G%2E&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Linder, Leo G.</a>;<br />
Gebunden<br />
Was wir wissen können, was wir glauben dürfen. Mit e. Vorw. v. Notker Wolf. 284 S. m. 60 farb. Abb. u. 7 Ktn. 227 mm 765g Mit einem Vorwort von Notker Wolf , in deutscher Sprache.<br />
2013   <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D01082013%2D114529750%2DC04484&amp;intid=CPC2ZBC&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;PU=G%FCtersloher%20Verlagshaus&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Gütersloher Verlagshaus</a><br />
ISBN 3-579-06598-X  ISBN 978-3-579-06598-4  22.99 EUR</p>
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		<title>Nachrichtenzeit &#8211; Meine unfertigen Erinnerungen von Wibke Bruhns</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 11:06:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Doppelt interessant: Erstens der Lebensbericht einer &#8218;Selfmadefrau&#8216;                                      zweitens der Zeitraum 1938 bis 1998 Wibke Bruhns ist eine der bedeutendsten deutschen Journalistinnen. 1938 wurde sie in Halberstadt geboren und verlor sehr früh ihren Vater, den Kaufmann Hans Georg Klamroth, der &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/nachrichtenzeit-meine-unfertigen-erinnerungen-von-wibke-bruhns/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><strong><span style="color: #ff0000;">Doppelt interessant:</span> Erstens der Lebensbericht einer &#8218;Selfmadefrau&#8216;  <br />
                                   zweitens der Zeitraum 1938 bis 1998</strong></span></p>
<p><img style="margin: 0px 15px 15px 0px;" src="https://multimedia.knv.de/cgi-bin/knvmmdb.cgi?herkunft=knv&amp;MM_IDENTNR=999pcbis.de&amp;typ=cover&amp;vknr=29072&amp;id=31444406&amp;kennwort=MJNOCGHNNCENMS&amp;variante=pcbis" alt="" width="326" height="480" align="left" /></p>
<p>Wibke Bruhns ist eine der bedeutendsten deutschen Journalistinnen. 1938 wurde sie in Halberstadt geboren und verlor sehr früh ihren Vater, den Kaufmann Hans Georg Klamroth, der 1944 im Volksgerichtshof wegen Beteiligung am Hitler-Attentat  hingerichtet wurde. (Über ihn und dessen Zeit hat sie vor diesem Buch ein weltweit beachtetes veröffentlich!)</p>
<p>Es hätte schon gereicht, verfehmt zu sein; die Mutter Else Klamroth hatte allergrößte Mühe, sich und ihre Kinder zu ernähren und für gute Schulausbildung zu sorgen. Da ich selbst der gleiche Jahrgang wie die Autorin bin, kenne ich die Lebensverhältnisse in dieser Zeit nur zu gut. Es war für Familien ohne Väter &#8211; und nicht nur für die &#8211; ein Hindernisrennen auf allerprimitivstem Untergrund. Eigentlich war zunächst erstmal überhaupt nichts möglich. Ganz so schlecht (rückblickend betrachtet) auch wieder nicht: Wer da nicht unterging, war künftig unglaublich zupackend, zu persönlichem Einsatz bereit und umsichtig für Möglichkeiten und Chancen.Und vorbehaltlos kritisch und alles hinterfragend.</p>
<p>Überspringen wir hier nur ruhig ihre &#8218;Lehr- und Wanderjahre&#8216;. Notgedrungen in Internaten aufgewachsen wurde  sie ungeheuer selbständig. Nach einigen &#8218;Stolperern&#8216; begann sie ein Volontariat bei der Bild-Zeitung, das sie aus politischen Gründen kündigte. .Vermerkt sei, dass sie auch für die ZEIT schrieb Dann aber gelang ihr der Wechsel zum Fernsehen &#8211; dem <span style="text-decoration: underline;">damaligen</span> Fernsehen in den Babyschühchen &#8211; und nun wird es unglaublich interessant, weil man sehr viel aus dieser Zeit bislang einfach nicht gewusst hat! Man sollte das Buch nicht nur lesen &#8211; und tut es mit Spannung und Vergnügen &#8211; sondern auf aufheben für Nachkommende, die sich das alles Dank der plastischen Sprache von Wibke Bruhns nochmals richtig vorstellen können! (Bei ihrem Besuch in Halberstadt &#8211; ehem. DDR &#8211; bemerkt sie trocken: &#8218;War das sein Saustall!&#8216;)</p>
<p>Sogar richtig berühmt wurde sie in jener Anfangszeit. Tatsächlich war sie die erste Frau, der es 1971 <span style="text-decoration: underline;">gestattet</span> wurde, die Nachrichten beim ZDF im Fernsehen vorzulesen; nicht aber etwa, die Texte auch noch selbst zu schreiben. Es muss einen Sturm der Zuschauer gegeben haben; dies ging schließlich soweit, dass man den zu kleinen Busen der Vorleserin bemängelte.</p>
<p><span id="more-6456"></span></p>
<p><a href="http://www.droemer-knaur.de/livebook/Livebook_Nachrichtenzeit2/index.html"><img style="margin: 7px 17px 17px 7px;" src="http://www.droemer-knaur.de/sixcms/media.php/63/thumbnails/Teaserbild_Nachrichtenzeit.jpg.29977696.jpg" alt="" width="228" height="124" align="left" border="0" /> </a>Was auch immer passierte: Wibke Bruhns war mittendrin und ganz nahe am Zeitgeschehen und an den Persönlichkeiten, die die Geschichte prägten. Da waren die  Studentenproteste 1968, der Aufstieg und Fall Willy Brandts, die Guillaume-Affäre&#8230; Jahrzehnte hat man sich den Kopf darüber zerbrochen, ob sie wohl zu den &#8218;Favoritinnen&#8216; Willy Brandts gehörte, der wohl eine Neigung zum zarten Geschlecht hatte. Aber wir lernen (das mit der &#8218;Favoritin&#8216; war es nun mal nicht) Brandt und seine Frau Rut ganz privat kennen und jenen unsäglichen Guilliome, dem man dann Brandts Rücktritt zu verdanken hatte. Sie war Politpromi mit Günter Grass im Brandt-Wahlkampf und ist seither für die Fernsehzuschauer in Deutschland ein sofort erkennbares Gesicht, links, wie sie damals aussah!!</p>
<p>Als sie dann später zum STERN wechselte, war dort auch gleich wieder etwas Aufregendes los: DIE HITLERTAGEBÜCHER: Genussvoll kann man nun in gehörigem Zeitabstand nachlesen, welche von purer Geldgier erzeugten Aktivitäten, Geheimhaltungen, Intrigen im Hintergrund sich vollzogen, die nahezu es nahezu folgerichtig ermöglichten, dass die vermutlich größte Zeitungsente des letzten Jahrhunderts erste Schritte watscheln konnte!</p>
<p>Eben fand ich ein Interview mit Wibke Bruhn &#8211; das wird Sie interessieren:</p>
<h4>Interview mit Wibke Bruhns</h4>
<p>&#8230;<br />
<strong>Ihr Vater wurde 1944 nach dem gescheiterten Hitler-Attentat vom 20. Juli in Plötzensee als »Verräter« hingerichtet. Er hinterließ eine Frau und fünf Kinder. Wie gelang es Ihrer Mutter Else, sich danach durchzuschlagen?</strong><br />
Es war schwierig, weil wir eine »Verräter-Familie« waren und von vielen gemieden wurden. Die Nazis hatten das Vermögen beschlagnahmt. Sie brauchte Unterstützung – auch finanzielle – von Freunden und Verwandten. Im Übrigen war es für sie nach dem Krieg so mühsam wie für alle Familien, die der Krieg gebeutelt hatte.<br />
<strong><br />
Sie haben den Journalismus von der Pike auf gelernt, haben Ihr Volontariat bei der Bild -Zeitung gemacht. Was war dort die prägendste Erfahrung für Sie?</strong><br />
Dass ich mir den richtigen Beruf ausgeguckt hatte. Ich hatte gute Lehrer in der Redaktion.</p>
<p><strong>1971 wurden Sie die erste deutsche Nachrichtensprecherin – was Sensation und Skandal zugleich war. Hatten Sie geahnt, auf was Sie sich einließen?</strong><br />
Natürlich nicht. Ich war schon lange vorher auf dem Bildschirm präsent als Moderatorin. Dass dies etwas anderes sein sollte, war nicht vorherzusehen. Schließlich habe ich nur Texte vorgelesen.<br />
<strong><br />
Sieht man berufliche Bilder von Ihnen aus jener Zeit, sind Sie immer die einzige Frau, umringt von lauter Männern. Woran lag es, dass damals nur wenige Frauen den Journalistenberuf ergriffen?</strong><br />
Frauen im Fernsehen wurden als Ansagerinnen und in der Unterhaltung als »Assistentinnen« eingesetzt. Aber bei den Printmedien gab es schon eine Reihe Frauen.</p>
<p><strong>Sie haben zwei Töchter. Wie gelang es Ihnen, Job und Privates unter einen Hut zu bringen?</strong><br />
Mit wenig Schlaf.</p>
<p><strong>1972 engagierten Sie sich im Wahlkampf für Willy Brandt. Wie haben Sie die damalige Zeit empfunden?</strong><br />
Als sehr lebhaft und hoch spannend. Es hat Spaß gemacht, weil so viele Leute dabei waren. Wir waren eine verschworene Gemeinschaft.</p>
<p><strong>Von 1979 bis 1984 arbeiteten Sie als politische Korrespondentin für den Stern in Israel. Welches Ereignis aus dieser Zeit haben Sie besonders in Erinnerung?</strong><br />
Den ersten Libanon-Feldzug 1982. Das Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila.<br />
<strong><br />
Sie haben praktisch alle politischen Akteure der Bundesrepublik persönlich kennengelernt – wer hat Ihnen am meisten imponiert?</strong><br />
Willy Brandt.</p>
<p><strong>Und wer hat Sie am meisten überrascht? </strong><br />
Günter Guillaume – wer hätte gedacht, dass der ein Spion war?</p>
<p><strong>Ihr Buch trägt den Untertitel »Meine unfertigen Erinnerungen« – warum?</strong><br />
Ich bin noch nicht fertig, ich habe noch was vor im Leben.<br />
Liebe Frau Bruhns, wir danken Ihnen für das Gespräch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch ihre Leidenschaft war die politische und niemals unkritische Berichterstattung. Was auch immer passierte: Wibke Bruhns war mittendrin und ganz nahe am Zeitgeschehen – und an den Persönlichkeiten, die die Geschichte prägten. Ob die Studentenproteste 1968, der Aufstieg und Fall Willy Brandts, die Guillaume-Affäre, der Skandal um die vermeintlichen Hitlertagebücher, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten, die Gipfeltreffen zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow oder der Mauerfall – Wibke Bruhns’ Erinnerungen sind das Zeugnis eines ungewöhnlichen, illustren Lebens und ein bestechend frischer Blick auf die Geschichte unserer Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe oben den Begriff SELFMADEFRAU verwendet: Das sind in meinen Augen jene, die es mit buchstäblich nichts als sich selbst zu &#8218;etwas&#8216; gebracht haben und auf ein erfülltes Leben zurückblicken können. Ihre zwei Töchter musste sie &#8211; wie seinerzeit auch ihre Mutter &#8211; als &#8218;Alleinerziehende&#8216;, wie das heute so schön heißt, nicht bloß durchbringen. Nicht freiwillig: Ihr Mann starb nach nur zwölf Jahren Ehe.</p>
<p>Drum möchte ich mir wünschen,  dass dies Buch auch von den zahlreichen &#8218;Alleinerziehenden&#8216; gelesen werden möge. Frauen werden vor allem aus diesen Grund unter Wert gehandelt: Weil sie sich unter Wert handeln lassen, statt zu handeln!</p>
<p>INGEBORG GOLLWITZER</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Autorenportrait</p>
<hr />
<p>Wibke Bruhns, Jahrgang 1938, aufgewachsen in Internaten. Abbruch eines Volontariat bei der Bild-Zeitung aus politischen Gründen. Sie schrieb für die Zeit und wechselte zum Fernsehen, wo sie 1971 als erste Frau vor die Kameras von &#8222;Heute&#8220; trat. Nach 1973 Produktion von Beiträge für Panorama. Für den Stern Korrespondentin in Israel und Washington. Auszeichnung mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, 2006 mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis. Heute ist Wibke Bruhns freie Autorin.</p>
<p> <a href="https://www.pcbis.de/">Bruhns, Wibke</a> :   Nachrichtenzeit .  <br />
Meine unfertigen Erinnerungen .   2012 .   417 S.   m. zahlr. Fotos .   .  <br />
978-3-426-27562-7     <br />
&#8211; <a href="https://www.pcbis.de/">Droemer/Knaur</a> &#8211;     GEB        22.99 EUR       </p>
<p><img src="https://www.pcbis.de/4.4-07/images/Scrollbar/ArrowScrollbarUp.png" alt="" width="8" height="4" /></p>
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