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	<title>NSU &#8211; Literaturkurier.net</title>
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	<description>Bücher - Meinungen - Rezensionen</description>
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		<title>Heimatschutz &#8211; von Aust, Stefan; Laabs, Dirk;</title>
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		<comments>https://literaturkurier.net/heimatschutz-von-aust-stefan-laabs-dirk/#respond</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2014 12:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Adolf Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Beate Zschäpe]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesamt für Verfassungsschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Juretzko: Dienstbereit (BND)]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitgeschichte BRD]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; Eine Anatomie des rechten Terrors in Deutschland und des unfähigen BND  also wohl eher: “Heimatschutz???” Wer dies Buch gelesen hat, schreibt “Heimatschutz???” künftig nur noch in Anführungszeichen und mit drei Fragezeichen. Und: Leider muss jeder dieses Buch lesen – &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/heimatschutz-von-aust-stefan-laabs-dirk/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: x-large;"><strong>Eine Anatomie des rechten Terrors in Deutschland und des unfähigen BND  also </strong></span><strong><span style="font-size: x-large;">wohl eher:<a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/08/knm02pua.jpg"><img style="margin: 0px 20px 22px 0px; display: inline; border-width: 0px;" title="knm02pua" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/08/knm02pua_thumb.jpg" alt="knm02pua" width="302" height="480" align="left" border="0" /></a> <em>“Heimatschutz</em><span style="font-size: xx-large;"><em>???</em>”</span> </span></strong></p>
<p><span style="font-size: medium;">Wer dies Buch gelesen hat, schreibt <strong><span style="text-decoration: underline;">“Heimatschutz???”</span></strong> künftig nur noch in Anführungszeichen und mit drei Fragezeichen. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Und: Leider muss jeder dieses Buch lesen – denn es beschreibt den Kampf gegen einen (für uns unvermuteten) wirklichen Feind. Der umgibt uns  sozusagen bei jedem unserer Schritte– ohne dass wir die geringste Ahnung davon haben.</strong>  </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wir müss(t)en also geschützt werden. Jeder. Ohne Ansehen auf Hautfarbe, ‘Rasse’, Religion,  usw. usf. Denn ganz selbstverständlich hat wohl jeder angenommen, dass es dafür auch in unserem Land eine verdeckt arbeitende Institution gäbe, die das besorgt. Eventuell mit der Polizei.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Welch ein <span style="text-decoration: underline;">Irrtum</span>!  Mindestens dreizehn Jahre funktioniert da so ziemlich alles NICHT!  <span id="more-7914"></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Ganz offensichtlich war zuletzt dies:  <span style="text-decoration: underline;">Keiner sagt z.B. der Kanzlerin, dass sie abgehört wird. Muss erst ein Snowden kommen? Wir haben doch einen BND – dachten wir. Nun sieht alles ganz anders aus.</span> </strong></span></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Die Mitglieder des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund <span style="text-decoration: underline;">= NeoNazis!)</span> konnte</span><span style="font-size: medium;">n dreizehn Jahre im Untergrund leben, dabei <span style="text-decoration: underline;">zehn Menschen </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="text-decoration: underline;">umbringen</span>, <span style="text-decoration: underline;">über ein Dutzend Banken überfallen</span> und <span style="text-decoration: underline;">mutmaßlich drei Sprengstoffanschläge </span></span><span style="font-size: medium;"><span style="text-decoration: underline;">begehen.</span> Dabei wurden sie gerade in den ersten Jahren von <span style="text-decoration: underline;">mehreren Geheimdiensten gesucht</span>, sie waren <span style="text-decoration: underline;">umstellt von Verrätern, den V-Männern des Verfassungsschutzes</span>. </span></strong></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Warum hat man sie nicht entdeckt? Was lief schief? Das Buch Heimatschutz rekonstruiert die erfolglose Jagd detailliert, spannend, kontrovers.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen die (verstummte) Beate Zschäpe und weitere Angeklagte, die mit der Mordserie des &#8222;Nationalsozialistischen Untergrunds&#8220; (NSU) in Verbindung gebracht werden. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Diese Mordserie endete mit dem mutmaßlichen Selbstmord von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in ihrem Wohnmobil in Eisenach im November 2011. </strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Seit der Festnahme Zschäpes, die sich nach dem Selbstmord (?) der beiden gestellt hat,  und einer <span style="text-decoration: underline;">beispiellosen Serie von Aktenvernichtungen und V-Mann-Enttarnungen</span> rätseln die ermittelnden Behörden und die deutsche Öffentlichkeit, <span style="text-decoration: underline;">was genau sich in all den Jahren zwischen 1994 und 2011 in der rechten Szene zugetragen hat</span>.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Nun also dieses Buch: Wo der Prozess bislang wenig ans Licht bringt, haben Stefan Aust und Dirk Laabs umso gründlicher recherchiert. und <strong>enthüllen in einer genauen Chronik der Ereignisse die fast unglaubliche Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Es war wohl das blanke Entsetzen der Autoren, dass sie immer gründlicher zu recherchieren anhielt, bis sie einen fast minutiösen Bericht aneinanderreihen konnten..Dabei entdeckten sie auch den Grund für die – alle verwirrenden – plötzlich geschredderten Akten.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Alle, die von einem geordneten Rechtssystem in Deutschland felsenfest überzeugt waren – das Allerselbstverständigste in unserem Dasein – begannen ab sofort, alle Nachrichen in Presse, Rundfunk und Fernsehen zu hinterfragen: Was ist wohl die Wahrheit? Was steckt wohl dahinter? Unser blindes Vertrauen hat tiefe Risse bekommen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Mehr als zehn Jahre zogen die Protagonisten des &#8222;Nationalsozialistischen Untergrunds&#8220; durch Deutschland, ermordeten aus rassistischen Motiven mindestens zehn Menschen, begingen 14 Banküberfälle und ve<span style="font-size: medium;">rübten mindestens zwei Bombenanschläge. Fest steht: Weder die Polizei noch die Verfassungsschutzbehörden haben die Taten des NSU verhindert. Mehr noch: Bis zum Tod der beiden Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011 scheinen die Behörden nicht einmal einen rechtsradikalen Hintergrund vermutet zu haben. </span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Besonders widerlich erscheint es mir, dass man zunächst Morde aus dem Milieu mit  migrantischem Hintergrund vermutete bzw. durchblicken ließ – ein Umstand, der die Hinterbliebenen der Mordopfer zusätzlich zutiefst beleidigte. </span><span style="font-size: large;">Aber Stefan Aust und Dirk Laabs gehen in dem Buch &#8222;Heimatschutz&#8220; zum NSU der dubiosen Rolle des Verfassungsschutzes nach. Sie bezweifeln stark, dass dieser nichts vom Terrortrio wusste</span>.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Die Recherchen setzten ein am 1. September 1992,  und nach mehr als 100 Interviews und einer akribischen Auswertung der Anhörungen im NSU-Untersuchungsausschuss sowie vieler weiterer Quellen, halten die Autoren schlicht für undenkbar, dass der Verfassungsschutz nicht darüber im Bilde war, was die Terrorzelle trieb und wer dahintersteckte. Sie schildern auch den (zum Teíl geschichtlich entwickelten) inneren Aufbau und die Zusammenarbeit der Verfassungsschützer da sind offensichtlich Pannen vorgezeichnet , womöglich beabsichtigt. (Im Anschluss an diesen Text weise ich noch auf ein anderes Buch zu diesem Themenkomplex hin).</strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;">Es ist vor allem ein Satz, der Stefan Aust immer erneut beschäftigt:  Genauer gesagt handelt es sich um ein Zitat des Geheimdienstkoordinators und ehemaligen Vizepräsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Klaus-Dieter Fritsche. Die Worte fielen bei einer Anhörung des </span><a name="_art_link_" href="http://www.welt.de/themen/nsu/"></a><span style="font-size: large;">NSU</span><span style="font-size: large;">-Untersuchungsausschusses und lauten: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">&#8222;Es dürfen keine Staatsgeheimnisse bekannt werden, die ein Regierungshandeln unterminieren.&#8220;</span> </span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: large;">Womit sich auch teilweise das Schreddern von aktuellen Akten erklären lässt. </span> <span style="font-size: large;">Dass nach der Lektüre dieses Buches  mehr Fragen als endgültige Antworten hervorgehen, scheint angesichts der dubiosen Rolle des Bundesamts für Verfassungsschutz und mancher nachgeordneter Landesämter geradezu unvermeidbar. So weist Aust zu Beginn der Pressekonferenz denn auch darauf hin, dass &#8222;dieses Buch ein Anfang sein soll und nicht das letzte Wort&#8220;. </span></p>
<p><strong>Stefan Aust, geboren 1946,</strong> langjähriger Chefredakteur des &#8222;Spiegel&#8220; und des von ihm mitbegründeten &#8222;Spiegel TV Magazins&#8220;, zuvor unter anderem Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks, vor allem für &#8222;Panorama&#8220;, ist seit 2009 als Filmproduzent, Medienberater und Teilhaber einer Fernsehproduktionsesellschaft tätig.</p>
<p><strong>Dirk Laabs, geboren 1973</strong> in Hamburg, ist Autor und Filmemacher. 2005 erschien von ihm &#8222;Tödliche Fehler &#8211; die Fehler der Geheimdienste vor dem 11. September 2001&#8220;. Sein Film &#8222;Die Fremden im Paradies &#8211; Warum Gotteskrieger töten&#8220; wurde 2004 mit dem Dokumentarfilmpreis des BR ausgezeichnet.</p>
<p>Heimatschutz<br />
von <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D08072014%2D113850496%2DF05808&amp;intid=CPC2ZBF&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;AT=Aust%2C%20Stefan&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Aust, Stefan</a>; <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D08072014%2D113850496%2DF05808&amp;intid=CPC2ZBF&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;AT=Laabs%2C%20Dirk&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Laabs, Dirk</a>;<br />
Gebunden <strong>Der Staat und die Mordserie des NSU. 864 S. 227 mm 1158g , in deutscher Sprache.<br />
2014   </strong><a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D08072014%2D113850496%2DF05808&amp;intid=CPC2ZBF&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;PU=Pantheon&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN"><strong>Pantheon</strong></a><strong><br />
ISBN 3-570-55202-0  22.99 EUR</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">In diesem Zusammen noch ein weiteres Buch, das Sie mit Spannung lesen werden, weil es Ihnen viele weitere Einzelheiten berichtet:</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/08/mxynfihc.jpg"><img style="margin: 5px 20px 17px 0px; display: inline; border-width: 0px;" title="mxynfihc" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/08/mxynfihc_thumb.jpg" alt="mxynfihc" width="153" height="240" align="left" border="0" /></a></p>
<p><span style="font-size: x-large;"><strong>Bedingt dienstbereit</strong></span><br />
<span style="font-size: large;"><strong>von Juretzko, Norbert; Dietl, Wilhelm;</strong></span><br />
Kartoniert<br />
<strong>Im Herzen des BND &#8211; Die Abrechnung eines Aussteigers. Ullstein Taschenbuch Nr.36795 384 S. 18 cm 252g , in deutscher Sprache. </strong></p>
<p><span style="font-size: large;">Mit schonungsloser Offenheit berichtet Norbert Juretzko über seine Tätigkeit bei der wichtigsten deutschen Spionagebehörde. Er enthüllt nicht nur skandalöse politische Verflechtungen des BND in den 90er Jahren sowie atemberaubende Pannen, sondern schildert auch, wie er mit seinem Partner Informanten der ehemaligen sowjetischen Streitkräfte angeworben hat &#8211; und wie ihnen ihre ehrenhafte Dienstauffassung letztlich zum Verhängnis wurde.</span></p>
<p>2005   <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D19082014%2D143437024%2DE03756&amp;intid=CPC2ZBE&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;PU=Ullstein%20TB&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Ullstein TB</a>  ISBN 3-548-36795-X   ISBN 978-3-548-36795-8   9.99 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/08/knm02pua.jpg"> </a></p>
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