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	<title>Märchen &#8211; Literaturkurier.net</title>
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	<description>Bücher - Meinungen - Rezensionen</description>
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		<title>Sieben neue B&#252;cher bei Manesse 2014! Diese B&#252;cher sind nicht nur &#228;u&#223;erlich qualitativ beispielhaft gestaltet &#8211; auch ihr Inhalt ist Buch f&#252;r Buch ebenso bedeutend wie zeitlos!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2014 15:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Dichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung(en)]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Drei neue Titel in der Bibliothek der Weltliteratur, ein weiterer Klassiker der US-Moderne in Neuübersetzung, der erste Roman der Weltliteratur, der wieder zugänglich gemacht wird, ein französisches Liebesabenteuer und Martin Bubers Erzählungen zu seinem 50. Todestag. All diese Bände erscheinen &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/sieben-neue-bcher-bei-manesse-2014-diese-bcher-sind-nicht-nur-uerlich-qualitativ-beispielhaft-gestalttet-auch-ihr-inhalt-ist-buch-fr-buch-ebenso-bedeutend-wie-z/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 20px;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Drei neue Titel in der Bibliothek der Weltliteratur</span></strong>, <strong><span style="text-decoration: underline;">ein weiterer Klassiker der US-Moderne</span></strong> in Neuübersetzung, <strong><span style="text-decoration: underline;">der erste Roman der Weltliteratur,</span></strong> der wieder zugänglich gemacht wird, <strong><span style="text-decoration: underline;">ein französisches Liebesabenteuer</span></strong> und <strong>Martin Bubers Erzählungen</strong> zu seinem 50. Todestag. </span><br />
<span style="font-size: 20px;">All diese Bände erscheinen in den nächsten Wochen. <strong><span style="text-decoration: underline;">Allesamt Bücher in schönster und bewährter Manesse-Qualität,</span></strong> die es zu entdecken bzw. wiederzuentdecken gilt. Hier eine Übersicht über das Programm:</span><span id="more-7971"></span></p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image002.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image002" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image002_thumb.jpg" alt="clip_image002" width="127" height="201" align="left" border="0" hspace="12" /></a><strong>Thomas Wolfe. <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Von-Zeit-und-Fluss-Roman/Thomas-Wolfe/e446713.rhd">VON ZEIT UND FLUSS</a>. Roman. Erscheint am 20. Oktober 2014 | Neuübersetzung!</strong></p>
<p>Aus dem Amerikanischen übersetzt und umfassend kommentiert von Irma Wehrli. Nachwort von Michael Köhlmeier</p>
<p>1.200 Seiten / Leinen mit Schutzumschlag / € 39,95 [D] / € 41,10 [A] / CHF 53,90 / ISBN 978-3-7175-2326-0</p>
<p>Ein amerikanisches Epos, das seinesgleichen sucht, ein Herzensbuch für alle Suchenden und Sehnenden, ob jung oder alt, eine Meditation über die Geschicke des Menschenlebens – über Bestand und Unbestand, Endlichkeit und Dauer.</p>
<p>Eugene, lebenshungrig und unerfahren, ist auf der Suche nach sich selbst, nach seinem Bestimmungsort in der Welt. In Harvard und im New York der Zwanzigerjahre sammelt er erste Erfahrungen, lernt zu lieben, zu erkennen, zu denken, sich von falschen Vorbildern loszusagen und sich dabei selbst treu zu bleiben. Der Held macht sich auf nach Paris, doch auch an diesem Sehnsuchtsort lässt ihn sein abenteuerliches Herz keine Ruhe finden. Was Eugene antreibt und was er sich über alle Wechselfälle des Lebens hinweg erhält, ist der Hunger nach Erkenntnis und sinnlichem Genuss. So folgen aus seiner Selbstsuche philosophisch und spirituell höchst anregende Reflexionen über das menschliche Dasein – über Sein und Werden, Zeit und Fluss.</p>
<p><strong>«Wieder so ein amerikanischer Gigant, der einem die Brust schwellen lässt – vor Bewunderung und Neid!» </strong><em>Michael Köhlmeier</em><strong></strong></p>
<p><strong>Thomas Wolfe</strong> (1900-1938) wurde als letztes von acht Kindern in Asheville, North Carolina, geboren. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, schaffte es der hochbegabte Junge bis nach Harvard und wurde Dozent für amerikanische Literatur an der New York University. Kaum hatte sein Schaffen weltweit Anerkennung gefunden, als er im Alter von nur siebenunddreißig Jahren starb. Ebenfalls bei Manesse erschienen in Neuübersetzung «Schau heimwärts, Engel» (2009) und «Die Party bei den Jacks» (2011).</p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image004.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image004" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image004_thumb.jpg" alt="clip_image004" width="193" height="196" align="left" border="0" hspace="12" /></a><strong>Murasaki Shikibu</strong><strong>. <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Geschichte-vom-Prinzen-Genji-Altjapanischer-Liebesroman/Murasaki-Shikibu/e463827.rhd">DIE GESCHICHTE VOM PRINZEN GENJI</a>. Roman.</strong> <strong>Erscheint am 6. Oktober 2014</strong></p>
<p><strong>Einzige vollständige Übersetzung nach dem japanischen Original</strong></p>
<p>Aus dem Japanischen übersetzt, kommentiert und eingeleitet von Oscar Benl. Mit neuem Nachwort von Eduard Klopfenstein</p>
<p>Zwei mit japanischem Prachtleinen bezogene, fadengeheftete Bände im Schmuckschuber, 1.928 Seiten / € 59,95 [D] / € 61,70 [A] / sFr 79,00 / ISBN 978-3-7175-2364-2</p>
<p><strong>Der erste Roman der Weltliteratur &#8211; seit tausend Jahren ein Lesevergnügen ersten Ranges!</strong></p>
<p>Psychologie, sprachliche Eleganz, Spannung – und das alles schon vor tausend Jahren! «Die Geschichte vom Prinzen Genji» schwelgt in den Liebesabenteuern des schönen Helden und erzählt in unvergesslichen Szenen vom Leben am kaiserlichen Hof der Heian-Zeit.</p>
<p>Geboren in der Hauptstadt des damaligen Reiches, dem heutigen Kyoto, wächst Prinz Genji mit einem ausgefeilten höfischen Zeremoniell auf. Insbesondere Musik und Dichtung verleihen scheinbar Alltäglichem den Glanz der Ewigkeit. So verzaubert der hochgebildete, empfindsame Mann die Frauen von Jugend an mit einem gelungenen Bogenschuss oder einem geistvollen Gedicht zur rechten Zeit. Selbst Machtintrigen können ihm nichts anhaben. Erst als seine Favoritin stirbt, verlässt Genji der Lebensmut. Tausend Jahre nach Entstehen des «Genji-monogatari» macht der Manesse Verlag die noch immer unübertroffene, einzig vollständige Übersetzung von Oscar Benl wieder lieferbar.</p>
<p><strong>«Ein meisterhaftes Buch, das mich schon seit Jahren in seinem Bann hält.» </strong><em>Cees Nooteboom</em><strong></strong></p>
<p><strong>Murasaki Shikibu</strong>, um 978 geboren, stammte aus einer Dichter- und Gelehrtenfamilie. Sie begeisterte sich schon früh für Literatur und unternahm gemeinsam mit ihrem Vater ausgedehnte Reisen. Vermutlich 1007 trat sie als Hofdame in den Dienst von Kaiserin Akiko. Murasakis (jap. für «Lila») Spur verliert sich um das Jahr 1014. Sie hinterließ neben ihrem Roman ein Tagebuch und eine Gedichtsammlung.</p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image006.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image006" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image006_thumb.jpg" alt="clip_image006" width="189" height="234" align="left" border="0" hspace="12" /></a></p>
<p><strong>Martin Buber. <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Erzaehlungen-der-Chassidim/Martin-Buber/e467573.rhd">DIE ERZÄHLUNGEN DER CHASSIDIM</a>. Erscheint am 10. November 2014 | 50. Todestag Martin Bubers am 13. Juni 2015</strong></p>
<p>Nachwort von Michael Brocke</p>
<p>Großformatige Geschenkausgabe mit neuem Nachwort und erstmals mit Register und Glossar</p>
<p>In bedrucktes Leinen gebunden, mit Farbschnitt, 784 Seiten / € 29,95 [D] / € 30,80 [A] / CHF 40,90 / ISBN 978-3-7175-2368-0</p>
<p>Die von Martin Buber gesammelten Geschichten aus der Welt des osteuropäischen Judentums begeistern durch ihre Lebensweisheit, durch Humor und gelebte Religiosität. Der Chassidismus, die im 18. Jahrhundert entstandene religiöse Bewegung der Juden Osteuropas, hat eine Fülle legendenhafter Erzählungen hervorgebracht. Teils mündlich, teils schriftlich niedergelegt, hatten diese Geschichten lange Zeit keinerlei Anspruch auf literarische Gültigkeit. Es ist das Verdienst Bubers, sie nicht nur gesammelt, sondern auch sprachlich geformt und philosophisch eingeordnet zu haben. Den Band hat er 1949 persönlich für den Manesse Verlag zusammengestellt. Zum Jubiläum veröffentlichen wir eine um Register, Anmerkungen und Glossar erweiterte Ausgabe. Michael Brocke, einer der renommiertesten deutschen Judaisten, beleuchtet mit einem neuen Nachwort Bubers epochales Werk aus heutiger Sicht.</p>
<p><strong>«Einer, der in die Geschichte der Weltliteratur gehört.» </strong><em>Hermann Hesse</em></p>
<p><strong>Martin Buber</strong> (1878–1965), Religionsforscher, Religionsphilosoph und Schriftsteller, war eine der führenden Persönlichkeiten des Judentums im 20. Jahrhundert und ein Vorreiter des jüdisch-christlichen Dialogs. Geboren in Wien, aufgewachsen in Lemberg, lehrte er als Professor für Allgemeine Religionswissenschaft in Frankfurt a.M. 1938 floh er nach Jerusalem und unterrichtete an der Hebräischen Universität. 1953 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.</p>
<p><strong>NOCH NICHT ANGEKÜNDIGT:</strong></p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image008.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image008" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image008_thumb.jpg" alt="clip_image008" width="132" height="213" align="left" border="0" hspace="12" /></a><strong>Alexandre Dumas. </strong><strong><a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Ein-Liebesabenteuer/Alexandre-Dumas/e278103.rhd">EIN LIEBESABENTEUER</a></strong><strong>. Roman. Erscheint am 10. November 2014 | Deutsche Erstübersetzung</strong><strong>!</strong><strong></strong></p>
<p>Aus dem Französischen übersetzt von Roberto J. Giusti.  Nachwort von Romain Leick</p>
<p>208 Seiten / € 19,95 [D] / € 20,60 [A] / CHF 28,50 / ISBN 978-3-7175-2190-7</p>
<p>Paris, im Herbst 1856: Alexandre Dumas erhält überraschend Besuch von einer zauberhaften Frau, Lilla Bulyowsky, eine fünfundzwanzigjährige Schauspielerin aus Budapest. Ohne Umschweife bittet sie Dumas, sie in die Welt der französischen Künstler einzuführen. Aber nur das, und nicht mehr, betont sie gegenüber dem galant auftretenden Schriftsteller: „Ich habe einen Gatten, den ich liebe, und ein Kind, das ich vergöttere.“ Als Lilla einen Monat später aufbricht, beschließt Dumas, sie zu begleiten. Ob auf der Grand-Place in Brüssel oder während der romantischen Schifffahrt auf dem Rhein, es herrscht ein beständiges erotisches Knistern. Schafft es der charismatische Lebemann doch noch, die Mimin zu erobern?</p>
<p>Alexandre Dumas gestaltet aus einer privaten Episode eine hinreißende Erzählung um Eros und platonische Leidenschaft. Zwei verwandte Seelen umkreisen sich in inniger Hingabe an den schönsten Schauplätzen des alten Europa. Flinkzüngige Wortwechsel, schräge Figuren und eine Vielzahl heiterer Anekdoten erheben dieses Buch zu einem fulminanten Lesevergnügen.</p>
<p><strong>«Dumas erweist sich als perfekter Meister des erzählerischen Divertissements.» </strong><em>Romain Leick</em><strong></strong></p>
<p><strong>Alexandre Dumas</strong> (1802–1870) erhielt nur eine dürftige Schulbildung, feierte aber schon 1824 rauschende Erfolge als Theaterautor. Ab 1844 schuf er mit Abenteuerromanen wie «Die drei Musketiere» und «Der Graf von Monte Christo» Klassiker der Unterhaltungsliteratur. Ihm werden zahllose Affären nachgesagt.</p>
<p><strong>BIBLIOTHEK DER WELTLITERATUR:</strong></p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image010.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image010" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image010_thumb.jpg" alt="clip_image010" width="131" height="215" align="left" border="0" hspace="12" /></a><strong>Eduard von Keyserling. <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Dumala-Roman/Eduard-von-Keyserling/e447232.rhd">DUMALA</a>. Roman. Erscheint am 22. September 2014</strong></p>
<p>Nachwort von Philipp Haibach</p>
<p>224 Seiten / € 19,95 [D] / € 20,60 [A] / sFr 28,50 / ISBN 978-3-7175-2342-0</p>
<p>In seinem vor Erotik knisternden Winterroman erzählt Eduard von Keyserling von dunklen Leidenschaften in der Abgeschiedenheit des baltischen Dorfes Dumala. Der Pastor, eingeengt zwischen Eheroutine und Berufspflichten, verzehrt sich in heimlichem Verlangen nach der schönen Baronin Karola. Diese sehnt sich ihrerseits nach einem Ausbruch aus ihrem einförmigen Dasein – pflegt sie doch tagaus, tagein ihren bettlägerigen Gatten. Als der Baron von Rast mit seinen gefühlvollen Samtaugen und dem sorglosen Lachen auf den Plan tritt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Ungezügelte Begierde und Eifersucht gipfeln in einem Mordanschlag. Prägnant legt Keyserling die Gefühlsverwirrungen seiner Figuren bloß. Eindringlich beschreibt er ihre Vereinzelung und entlarvt die Aussichtslosigkeit ihrer Bemühungen um innige Nähe und Verbundenheit.</p>
<p><strong>«Keyserlings Romane können wir heute noch mit Staunen und Bewunderung lesen.» </strong><em>Uwe Timm</em></p>
<p><strong>«Der nüchterne, mitunter ironische Blick auf die Beschränktheit unserer Existenz macht den Autor so modern.» </strong>Carsten Hueck, <em>DeutschlandRadio Kultur</em></p>
<p><strong>Eduard von Keyserling</strong> (1855–1918) stammt aus altem baltischem Geschlecht, studierte Kunst und Jura und begann zugleich mit dem Schreiben. Als freier Schriftsteller lebte er zunächst in Wien, später in Italien und München, wo er der Schwabinger Boheme angehörte. Durch eine Krankheit erblindet, vereinsamte Keyserling in den letzten Lebensjahren zunehmend. Ebenfalls bei Manesse erschienen: «Beate und Mareile», «Schwüle Tage», «Wellen» und «Im stillen Winkel».</p>
<p><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image012.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image012" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image012_thumb.jpg" alt="clip_image012" width="143" height="236" align="left" border="0" hspace="12" /></a><strong>Runar Schildt. <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Zoja-Erzaehlungen-aus-Finnland/Runar-Schildt/e449396.rhd">ZOJA</a>. Erzählungen aus Finnland. Erscheint am 22. September 2014</strong></p>
<p>Aus dem Schwedischen von Gisbert Jänicke. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Aldo Keel</p>
<p>400 Seiten / € 19,95 [D] / € 20,60 [A] / CHF 28,50 / ISBN 978-3-7175-2346-8</p>
<p><strong>Zum Finnland-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse</strong></p>
<p>Runar Schildt ist ein scharfsichtiger Beobachter, der Menschen und Milieus mit wenigen Strichen treffend zu skizzieren versteht. Finnland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: In einer Zeit großer gesellschaftlicher Erschütterungen erzählt Runar Schildt von außergewöhnlichen Frauen und mediokren Männern, von Liebe, Lust und Eifersucht. Seine Figuren sind Entwurzelte, Außenseiter, glücklose Existenzen: eine ehemals wohlhabende russische Familie, auf der Flucht vor den Wirren der russischen Revolution gestrandet in der südfinnischen Provinz. Ein Operettenstatist, der von einer großen Schauspielkarriere träumt. Eine junge Frau, die während des finnischen Bürgerkriegs zwischen die Fronten gerät. Auf faszinierende Weise schwankt die Stimmung zwischen Verzauberung und Desillusionierung, Wehmut und Überschwang. Schildts Sprache war nicht die des einfachen Volkes, Finnisch, sondern die der gebildeten Oberschicht, Schwedisch. Aus einer verarmten Adelsfamilie in Helsinki stammend, blieb er sich zeitlebens seines Außenseitertums bewusst.<br />
Inhalt: Armas Fager / Der Hexenwald / Der Schwächere / Der Fleischwolf / Zoja</p>
<p><strong>Runar Schildt</strong> (1888−1925) stammte aus einer verarmten Offiziersfamilie in Helsinki und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein episches und dramatisches Werk, geschrieben in der Sprache der gebildeten Oberschicht – der schwedischen Minderheit –, kreist um das Motiv des gescheiterten Lebens.</p>
<h4><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image014.jpg"><img style="margin: 0px 0px 7px; display: inline; border-width: 0px;" title="clip_image014" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2014/09/clip_image014_thumb.jpg" alt="clip_image014" width="134" height="221" align="left" border="0" hspace="12" /></a>Italo Svevo. <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Ein-gelungener-Streich-Erzaehlungen/Italo-Svevo/e427790.rhd">EIN GELUNGENER STREICH</a>. Erzählungen. Erscheint am 22. September 2014 | Vier von fünf Erzählungen in Neuübersetzung!</h4>
<h4>Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. Nachwort von Hans-Ulrich Treichel</h4>
<p>480 Seiten / € 24,95 [D] / € 25,70 [A] / sFr 35,50 / ISBN 978-3-7175-2318-5</p>
<p>Die Ängste des modernen Mannes – vor dem Älterwerden, vor beruflichem Versagen, vor dem «schwachen Geschlecht» –, selten hat sie ein Schriftsteller präziser auf den Punkt gebracht als Italo Svevo. Mit zärtlicher Ironie porträtiert er Helden, die, ein großes Ziel vor Augen, schon über Kleinigkeiten stolpern: einen Kaufmann, der sein jahrzehntelanges kluges Handeln durch einen einzigen Augenblick des Leichtsinns gefährdet. Einen Familienvater auf Diät, dem gefühlter Autoritätsverlust Albträume verursacht. Missgeschick, Fehlinterpretation, Selbstbetrug – die Ursachen des Scheiterns sind facettenreich und verraten viel über die Psyche von Männern in den besten Jahren.</p>
<p><strong>«Vergesst verderbliche Ware und lest den zeitlos-modernen Italo Svevo!» </strong>Elmar Krekeler, <em>Literarische Welt </em></p>
<p><strong>Italo Svevo</strong>, eigentlich Ettore Schmitz, 1861 als Kaufmannssohn in Triest geboren, war Bankangestellter und leitete später die Firma seines Schwiegervaters. Literarisch zunächst ohne Erfolg, wurde er von seinem Englischlehrer James Joyce zum Weiterschreiben animiert, nachdem dieser Svevos Roman «Zenos Gewissen» gelesen hatte. 1928 starb er an den Folgen eines Autounfalls. Ebenfalls bei Manesse in Neuübersetzung erschienen: «Senilita» und «Zenos Gewissen».</p>
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		<title>Otfried Preu&#223;ler &#8211; Gestorben 18. 2. 2013 mit 89 Jahren</title>
		<link>https://literaturkurier.net/otfried-preuler-gestorben-18-2-2013-mit-89-jahren/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 16:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch - Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Seine Bücher sind längst unvergessliche Klassiker ! Literarisches Leben Otfried Preußler© Francis Koenig 18.02.2013   Gestorben Otfried Preußler ist tot Der Schriftsteller Otfried Preußler (89) ist am 18. Februar in Prien am Chiemsee gestorben. Seine Kinder- und Jugendbücher haben bislang weltweit &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/otfried-preuler-gestorben-18-2-2013-mit-89-jahren/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="font-size: x-large;">Seine Bücher sind längst unvergessliche Klassiker !</span></h3>
<h3>Literaris<a href="http://www.boersenblatt.net/media/747/thumbnails/Preussler-Otfried_2009_MF_by%20Francis%20Koenig300dpi.jpg.874988.jpg"><img style="margin: 7px 15px 17px 0px; display: inline;" title="Otfried Preußler" src="http://www.boersenblatt.net/media/747/thumbnails/Preussler-Otfried_2009_MF_by%20Francis%20Koenig300dpi.jpg.874983.jpg" alt="Otfried Preußler" width="374" height="480" align="left" /></a>ches Leben</h3>
<p>Otfried Preußler© Francis Koenig</p>
<h4>18.02.2013   Gestorben</h4>
<h5><span style="font-size: large;">Otfried Preußler ist tot</span></h5>
<p>Der Schriftsteller Otfried Preußler (89) ist am 18. Februar in Prien am Chiemsee gestorben. Seine Kinder- und Jugendbücher haben bislang weltweit eine Gesamtauflage von 50 Millionen Exemplaren erreicht und liegen über 300 Übersetzungen in mehr als 50 Sprachen vor.</p>
<p>Bekannt wurder er durch die inzwischen zu Klassikern gewordenen Werke &#8222;Der kleine Wassermann&#8220; (1956), &#8222;Die kleine Hexe&#8220; (1957), &#8222;Der Räuber Hotzenplotz&#8220; (1962), &#8222;Das kleine Gespenst&#8220; (1966) und den Roman &#8222;Krabat&#8220; (1971), für den er den Deutschen wie den Europäischen Jugendbuchpreis erhielt. Seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters.</p>
<p><em><strong><span style="font-size: 14px;">Und man sollte weder die &#8218;Kleine Hexe&#8216; noch sonst eines seiner Bücher sprachlich &#8218;reinigen&#8216;! Das ist fast wie Bücherverbrennung  und eine mehr als kleingeistige Korrektur!</span> </strong></em></p>
<p>Der am 20. Oktober 1923 geborene Preußler stammte aus Reichenberg in Böhmen</p>
<h3>50 Jahre Räuber Hotzenplotz</h3>
<p>„Einmal saß Kasperls Großmutter auf der Bank vor ihrem Häuschen in der Sonne und mahlte Kaffee. Kasperl und sein Freund Seppel hatten ihr zum Geburtstag eine neue Kaffeemühle geschenkt, die hatten sie selbst erfunden. Wenn man daran kurbelte, spielte sie „Alles neu macht der Mai“, das war Großmutters Lieblingslied.“<br />
Seit 50 Jahren lieben und fürchten wir den Räuber Hotzenplotz. Aus diesem Anlass gab der Thienemann Verlag 2012 eine Sonderausgabe von allen drei Bänden heraus, in denen Mathias Weber die schwarz-weißen Originalzeichnungen von Franz Josef Tripp mit viel Liebe zum Detail koloriert hat.</p>
<p><span id="more-7170"></span></p>
<h3>Die Cover der Sonderausgaben &#8211; bitte zum Vergrößern auf Bild klicken</h3>
<p><a href="http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/gross/9783522183192.jpg"><img title="Der Räuber Hotzenplotz" src="http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/mittel/9783522183192.jpg" alt="Der Räuber Hotzenplotz" /></a> <a href="http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/gross/9783522183208.jpg"><img title="Neues vom Räuber Hotzenplotz" src="http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/mittel/9783522183208.jpg" alt="Neues vom Räuber Hotzenplotz" /></a> <a href="http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/gross/9783522183215.jpg"><img title="Hotzenplotz 3" src="http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/mittel/9783522183215.jpg" alt="Hotzenplotz 3" /></a></p>
<h3>Wie der Räuber farbig wurde</h3>
<p><a href="http://cms.thienemann.de/daten/Hotzenplotz/bild/lightbox/hotzenplotz_1-gr.jpg"><img src="http://cms.thienemann.de/daten/Hotzenplotz/bild/lightbox/hotzenplotz_1-kl.jpg" alt="" /></a> <a href="http://cms.thienemann.de/daten/Hotzenplotz/bild/lightbox/hotzenplotz_2-gr.jpg"><img src="http://cms.thienemann.de/daten/Hotzenplotz/bild/lightbox/hotzenplotz_2-kl.jpg" alt="" /></a> <a href="http://cms.thienemann.de/daten/Hotzenplotz/bild/lightbox/hotzenplotz_3-gr.jpg"><img src="http://cms.thienemann.de/daten/Hotzenplotz/bild/lightbox/hotzenplotz_3-kl.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Der Illustrator Mathias Weber</span></strong> hat insgesamt 250 Illustrationen, von kleineren Vignetten, halbseitigen Bilder bis hin zu großangelegten „Panoramen“ koloriert.</p>
<p>. Nach Krieg und Gefangenschaft kam er nach Oberbayern, wo er bis 1970 Volksschullehrer war. Danach widmete er sich ausschließlich seiner literarischen Arbeit. Preußler lebte seit etlichen Jahren zurückgezogen am Chiemsee. Seine Geschäfte führt seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch. Bis zuletzt, so sein Hausverlag Thienemann, habe er große Freude an der Arbeit mit Texten wie bei seiner letzten Veröffentlichung &#8222;Der kleine Wassermann – Sommerfest im Mühlenweiher&#8220; (Februar 2013) gehabt. Im Januar stand Preußlers Kinderbuch &#8222;Die kleine Hexe&#8220; im Fokus der Aufmerksamkeit, als in den Feuilletons über die sprachliche Modernisierung einiger Begriffe im Buch debattiert wurde</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wie der „Räuber Hotzenplotz“ entstand – Otfried Preußler erzählt</strong></span></p>
<p>„Der Räuber Hotzenplotz“ ist eine klassische Kasperlgeschichte: Kasperl und Seppel machen sich auf, den wilden Räuber Hotzenplotz zu fangen, der Großmutters Kaffeemühle gestohlen hat. Unglücklicherweise geraten sie dabei in die Hände des Räubers Hotzenplotz und des bösen Zauberers Zwackelmann.</p>
<p>Otfried Preußler schrieb die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz aus seiner alten Liebe zum Kasperltheater und um sich von der schweren Arbeit an „Krabat“ abzulenken. Was brachte ihn damals auf die Idee?</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>„Jetzt schreibst du mal was Lustiges, etwas zum bloßen Spaß – sagen wir eine Kasperlgeschichte, in der alle Personen vorkommen, die zu einem richtigen Kasperlstück gehören, einschließlich Räuber und Polizist“, sagt Preußler.<br />
„Der Anfang war rasch gemacht und da ich für meinen Räuber einen richtig schönen Kasperltheaternamen brauchte, habe ich ihn kurzerhand mit dem Namen eines Städtchens in Mährisch-Schlesien ausgestattet, der mir von der Schule her in Erinnerung geblieben war, weil er schon damals großen Eindruck auf mich gemacht hatte.</em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>Als ich mir die erste Geschichte vom Räuber Hotzenplotz ausdachte, habe ich natürlich nicht ahnen können, welch ungewöhnlichen Anklang der Mann mit den sieben Messern beim verehrlichen Publikum finden würde. Und ich habe auch keineswegs die Absicht gehabt, diesem Kasperlbuch ein weiteres folgen zu lassen, was ich sogar beweisen kann: Sonst hätte ich nämlich den großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann unter keinen Umständen bereits im ersten Band das Zeitliche segnen lassen</em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>.<br />
Sieben Jahre später, nachdem Tausende von Kindern mich mit Anfragen, Bitten und detailierten Vorschlägen für weitere Hotzenplotzbücher bestürmt hatten, habe ich mich wohl oder übel dazu entschließen müssen, einen zweiten Hotzenplotzband zu schreiben, und da hat es mir dann um den leichtfertig aus dem Spiel gebrachten Herrn Zwackelmann ganz schön Leid getan.<br />
Für ihn sind dann, sozusagen aushilfsweise, die Witwe Schlotterbeck und ihr Krokodilhund Wasti in die Geschichte ‘Neues vom Räuber Hotzenplotz’ hereingekommen, wobei mir allerdings wiederum ein folgenschwerer Fehler unterlaufen ist. Es handelt sich ja bei Wasti bekanntermaßen um einen Langhaardackel, den die Frau Schlotterbeck bloß versehentlich in ein Krokodil verwandelt hat – und nun hatte ich verpasst, ihn am Ende des zweiten Bandes wieder zum Dackel werden zu lassen. Die Folge davon? Eine neuerliche Flut von Briefen und Postkarten mit der immer wiederkehrenden Frage, wie es denn mit dem Wasti Schlotterbeck weitergeht. </em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>Diesmal hat es bloß noch vier Jahre gedauert, bis ich mürbe gewesen bin. Da habe ich dann ‘Hotzenplotz 3’geschrieben und bin peinlichst darauf bedacht gewesen, am Ende des Buches nur ja keinen offen gebliebenen Handlungsfaden zu übersehen. Und da ich zudem auch noch unmissverständlich im Titel des Buches erklärt habe, dass dies meine dritte und endgültig letzte Kasperlgeschichte sei, steht zu hoffen, dass sich ein p.t. Publikum damit abfinden wird.“</em></strong></span></p>
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		<title>SUNRISE Das Buch Joseph Roman von Patrick Roth</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Aug 2012 11:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Wer weiß um die Geschehnisse vor Jesu Geburt?  – Erzählt von der alten  Ägypterin Neith, 70 n Chr. von Dr. Ilka Scheidgen In: Theologie &#38; Literatur Nachdem Frau Dr. Scheidgen nahezu die gleiche Rezension geschrieben hatte, die ich geschrieben &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/sunrise-das-buch-joseph-roman-von-patrick-roth/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: large;">Wer weiß um die Geschehnisse vor Jesu Geburt?  – Erzählt von der alten  Ägypterin Neith, 70 n Chr.</span></p>
<p><img style="margin: 0px 15px 10px 0px; display: inline;" src="http://www.wallstein-verlag.de/media/cover/1051-3.jpg" alt="SUNRISE" width="290" height="480" align="left" /></p>
<p>von Dr. Ilka Scheidgen In: Theologie &amp; Literatur</p>
<p><strong>Nachdem Frau Dr. Scheidgen nahezu die gleiche Rezension geschrieben hatte, die ich geschrieben <em>hätte</em>, sind wir übereingekommen, dass wir die ihre hier in den  Literaturkurier.net übernehmen und bedanken uns für ihre Erlaubnis. </strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Der Schriftsteller Patrick Roth ist in der deutschsprachigen Literatur immer noch eine Ausnahmeerscheinung. 1953 in Freiburg geboren, aufgewachsen in Karlsruhe, lebt er seit 1975 in Los Angeles. Er studierte dort an der Filmhochschule, schrieb zunächst Drehbücher und arbeitete als Regisseur und Filmjournalist, schrieb Hörspiele und Dramen, bevor er mit seiner so genannten „Christusnovelle“ mit dem Titel „Riverside“ 1991 schlagartig bekannt wurde. In der Folge wurde daraus eine Christus-Trilogie. In allen seinen Arbeiten manifestiert sich sein Interesse am Unbewussten &#8211; vor allem in den Träumen -, wobei er sich besonders auf die Tiefenpsychologie C.G. Jungs beruft. Vor allem aber treibt ihn das Kreisen um große existentielle Fragen um: Schuld und Vergebung, Heilung und Erlösung, Tod und Auferstehung.<br />
Die Besonderheit, ja Einmaligkeit Rothscher Sprache und Thematik wurde früh erkannt. Patrick Roth bewegt sich von Beginn an jenseits gängiger Literaturtrends. Seine Sprache ist archaisierend, dem Unbewussten nachspürend. Das Besondere aber ist seine Thematik, die biblische Themen aufgreift, diese sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart spielen lässt und völlig eigenständig gestaltet. Sein Film „In My life – 12 Places I Remember“ &#8211; Roths Arbeitsextrakt seines Mainzer Stadtschreiberstipendiums – endet mit einer Szene während einer Lesung</p>
<p><span id="more-6771"></span></p>
<p>im Mainzer Dom, die in einer Vision abschließt: Durch die Domfenster strömt ein Licht, das Inventar und Menschen im Gotteshaus überstrahlend auflöst. Nach der dunkelsten Nacht, so reflektiert der Erzähler und Autor des Films, könnte etwas Neues stehen, ein neues Bewusstsein. Sunrise. Was durch das Chaos Richtung weist, ist Sinn.<br />
Diesem dort ins Bild gesetzten „Sunrise“ &#8211; Sonnenaufgang – widmet er nun einen ganzen Roman. Es geht zwar einerseits um die Figur Josephs, des Ziehvaters Jesu. Aber der fünfhundert Seiten starke Roman zielt auf das Heilsgeschehen auf Golgotha hin. Der gekreuzigte und auferstandene Christus ist für Roth letztlich die Figur, die auch in der Geschichte des Joseph von Anfang an mitgelesen wird. „Er hält die Gegensätze aus, die uns zerreißen – denn das ist das Kreuz -, ist zwischen ihnen aufgehängt, hängt über seinem-unserem Abgrund, um in seinem Innersten das unerhörte, ungesehene ‚Schwarze’, in seiner Dunkelheit am Kreuz unser aller Dunkel auszuhalten, zu durchstehen, zu ertragen und im Gewandeltwerden, dem Prozess einer ungeheuerlichen Qual, höchster Verzweiflung, höchster Not, Erleidens solcher Gegensätze: uns zu verwandeln“, so hatte Roth seine Gedanken während der Heidelberger Poetikvorlesungen formuliert.<br />
So werden bei Roth auch immer Ganzheits- und Heilssehnsucht in seinen Figuren sichtbar. In seiner Dichtung arbeitet er autonom und ohne Rückendeckung, wenn er biblische Geschichten umerzählt, weitererzählt und gegenerzählt. Und die Art und Weise, wie er es tut, beunruhigt, denn er selbst liefert sich den Extremen des Denkens und der Imagination aus. Damit setzt er auch beim Leser eine ungeheure Dynamik frei.<br />
Als Motto für seine Erzählung „Lichternacht“ diente ihm ein Vers aus dem Matthäus-Evangelium: „Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm aufgetragen der Engel des Herrn, und nahm seine Frau an.“<br />
Bei der Buchvorstellung seines neuen Romans „Sunrise“ auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse erzählte Patrick Roth, dass er mit diesem Josephs-Roman, an dem er fünf Jahre gearbeitet habe, an jene Erzählung angeknüpft habe.<br />
Dieses Tun, was einem aufgetragen wird, bezieht sich nicht nur auf die Geschichte, die erzählt wird, sondern auf Roths gesamtes Schreiben, so wie er es versteht: Gefäß zu sein für das<br />
2<br />
Wirken Gottes. Um es in seinen eigenen Worten zu verdeutlichen: „Wenn ich den Akzent dieser Aussage – die den Menschen als Gefäß Gottes begreift, in dem Gott sich wandelt – nur ein wenig verschiebe, zum Ich hin nämlich, in Hiobs Richtung, die ungeheure Bedeutung des individuellen Bewusstseins betonend, welches die Aufgabe, das opus, nicht nur erleidet, ohne ihm auszuweichen, sondern ihm assistiert, sich und die Welt in solcher Arbeit versteht, sein Ziel darin sieht, dann müßte ich sagen: Der gewandelte Mensch wandelt Gott.“<br />
Die Geschichte des Joseph von Nazareth, über den im neuen Testament nur recht spärlich berichtet wird – ein Stachel wohl für den Erzähler Patrick Roth, dieser historischen und auch heilsgeschichtlichen Person mit seinen Mitteln nachzuspüren, ihr ein Gesicht zu verleihen – wird in eine Rahmenhandlung eingebettet, die im Jahre 70 während der Belagerung Jerusalems durch die Römer spielt. Zwei Jünger des Herrn kommen nach Jerusalem, um das Grab Jesu zu suchen und vor der Zerstörung zu bewahren. Sie begegnen dort Neith, einer ägyptischen Sklavin, aus deren Perspektive die Lebensgeschichte Josephs berichtet wird. „Ich kenne einen Menschen, dessentwegen Himmel und Erde geworden sind. Der hieß Joseph. Er war aber noch nicht Vater des Jesus, eures Herrn. Ausersehen war er, das heißt aber: geschaut im Gedanken Gottes von Anfang.“<br />
Der in den Evangelien verbürgten Erzählung von der Pilgerreise Jesu mit seinen Eltern Maria und Joseph nach Jerusalem, um dort im Tempel nach jüdischem Brauch zu opfern, widmet Patrick Roth eins des in fünf Bücher aufgeteilten Romans. Die Unterhaltung des Vaters während der Wanderschaft mit seinem zwölfjährigen Sohn Jesu zählt für mich zu den besonders anrührenden Abschnitten. Sie sprechen über die Berufung des Samuel durch Gott, über Berufung und Vertrauen in Gottes Weisungen. „Und Joseph, absichtslos sprach er von seiner Berufung. Denn der Traum berief ihn doch. Und sprach absichtslos vom Berufensein Jesu, des Sohns, den der Engel ihm angekündigt.“ Und dann, nach einer Woche der Festtage in Jerusalem, entdecken die Eltern erst auf dem Rückweg, dass Jesus nicht bei ihrer Reisegruppe ist. Und Joseph macht sich voller Qual auf den Rückweg, um seinen Sohn zu suchen. Für das Zwiegespräch beim glücklichen Wiedersehen findet Roth eine überzeugend authentische Sprache. Jesus berichtet seinem Vater: „Dabei brachte ich nichts, nur den Wunsch, der Stimme zu folgen. Zu nahen dem Stimmenbild, das mir – wie ein Wunsch, den ich im Tiefsten ersehnt, nie aber zu entdecken, nie auszusprechen gewagt – deutlicher jetzt zuspach. Als ginge es mit mir ans Ziel. (…) Ja, hinter den Vorhang trat ich, ins Allerheiligste tat ich den Schritt. Kniete hin, angekommen. Unendlich sicher zu Haus.“ Denn gleich Samuel spricht Jesus im Traum mit seinem Vater: „ ‚Sprich, Vater, dein Sohn hört.’ Und als ER spricht, Sein Wort zu mir, da ist, was ER sagt, gänzlich ungetrennt eins mit IHM. Und eins mit ihm, der es hört.“ Und weiter antwortet Jesus den Fragen des Joseph: „Warum hätte ich nicht gehen dürfen ins Allerheiligste, da mich doch hungerte. Denn mich hungerte nach IHM.“<br />
Da erzählt einer biblische Geschichte neu, nicht als Theologe, sondern als Dichter. Es handelt sich aber bei Roth nicht um ein Fabulieren um des Fabulierens willen. Denn man liest ganz deutlich seine existentielle Ernsthaftigkeit, ja Ergriffenheit mit beim Erzählen von der „Geschichte“ Gottes mit den Menschen ganz allgemein und mit auserwählten Menschen wie Joseph im vorliegenden Roman. Durch seine Art des Erzählens macht Patrick Roth biblische Geschichte erfahrbar. In der Erkundung eines Sinns durch seine Erzählerfiguren lässt er auch den Leser sich auf die Suche nach einem solchen begeben und sei es in so ungeheuerlichen Konstellationen wie einer von Gott verlangten Opferung Jesu durch Joseph, die im Roman erzählt wird. Joseph hadert mit Gott ob einer solchen Forderung oder vielleicht nur Prüfung und widersetzt sich, darin alttestamentarischen Gestalten wie Hiob und Jonas ähnelnd. Wie auch schon in seinen früheren Geschichten begleitet man die Figuren auf einer Wanderschaft durch Zeit und Raum wie auch einer seelischen, vielfach symbolisiert im Hinabsteigen in Schluchten oder tiefe Brunnen oder dem Hinaufsteigen auf einen Berg, wie in der Szene, in der Joseph den dreizehnjährigen Sohn Jesus wie Abraham seinen Sohn Issak auf einem Altar<br />
3<br />
Gott zum Opfer bringen soll. Doch Joseph hofft auf eine Rücknahme der Forderung durch Gott. „Und Schritt für Schritt ging hin Joseph, in der Hoffnung auf Einhalt. Er dachte aber bei sich: Warum gäbe ER mir den Sohn, den ER mir verheißen, und hat mich geheißen, ihn auszutragen? Nur um ihn mir jetzt zu nehmen und mich zu zerstören mit ihm? (…)Denn nicht wie Abraham um die Städte, nicht um einige Menschen in ihnen, sondern um einen nur, einen einzigen, bitte ich Dich. Der Gerechtigkeit halber, die Dein ist. Meinen Sohn doch bewahre! Verschone ihn doch, in dem aufbewahrt sind: Städte und Menschen und eingeboren die Welt.“ Doch Gott erhört nicht die Bitten Josephs. Und Joseph verweigert Gott den Gehorsam, womit er sich vom Leben abschneidet und den Sohn verliert. Hier endet die gemeinsame Geschichte von Joseph und Jesus, wie auch in der Bibel nie mehr von Joseph berichtet wird. Roth lässt ihn als Unerkannten, Totgeglaubten weiterziehen, „weg von dem Ort, an dem Gott ihn zerschlagen und den Weigerer durchschnitten hatte das Leben.“ Zwanzig Jahre zieht Joseph durchs Land, wird mit Taubheit und Blindheit geschlagen, die er als Strafe für seinen Ungehorsam versteht, um am Ende mit anderen Gehilfen ein Grab aus dem Felsen zu hauen für den reichen Ratsherrn Joseph aus Arimathäa. „Jeder von uns war seinen eigenen Weg gegangen. War hergeführt, bis ans Ziel. Und keiner von uns wusste, dass es das Ziel war. Noch wusste es keiner. Und wir waren darin wie ihr heute“, lässt Patrick Roth seine Erzählerin Neith am Ende des Romans zu den beiden Jüngern sagen und meint damit wohl auch das jetzige Heute. Wie man sich vielfach als Leser mit hineingezogen fühlt in tiefenpsychologische Deutungen und Verweise einer nicht zu einem Ende kommenden Geschichte. Denn der Roman endet offen. Noch ist Jesus nicht gekreuzigt und ins Grab gelegt. Aber man weiß, dass Joseph indirekt, jedenfalls, ohne es selbst zu wissen, am Heilsplan Gottes mitgewirkt hat.<br />
Man muss ein herausragender Dichter sein wie Patrick Roth, um eine Szene wie diese in Sprache umzusetzen. „Da, getroffen vom Blick, erkennt Joseph, jenseits der Grenzen alles Gesehenen, jenseits des Sehens, jenseits allmöglicher Sicht: SEIN Angesicht. Erkennt, dass es Gott ist, der sieht herauf, und Sein Sehen ist, das er sieht. Und sieht Gottes Angesicht und erkennt IHN: gebunden. Gefesselt an Strängen und Seilen und Fäden, die kreuzhin und querhin IHN binden. Als zerrissen IHN, die IHN tränkten und speisten und trauften durch den gläsernen Kasten. Da: Verzerrt war von Leid, von maßloser Qual, das Angesicht, das heraufsah zu Joseph. Und Joseph entsetzt sich vor IHM, der so leidet. Und es war Joseph unfassbar dieses Gesicht, das er gesehen. Zu spät reißt er die Hände vor Augen, sich vor dem Gesicht des Angesichtes zu schützen, vor dem Heraufblick Gottes menschenherauf. Da hört Joseph die Worte: ‚Heute habe ich dich gezeugt. Neuerschaffen hast du die Welt.’“</p>
<p>Patrick Roth: SUNRISE. Das Buch Joseph. Roman. Wallstein Verlag Göttingen, 2012; 512 Seiten, gebunden. 24,90 EUR<br />
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in „Die Tagespost“ vom 5. Mai 2012 unter dem Titel:<br />
„Sprich, Vater, dein Sohn hört“. Patrick Roths Roman „Sunrise. Das Buch Joseph“ dringt in Erfahrungsräume vor, in denen vermeintliche Gewissheiten brüchig werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Autor<br />
Patrick Roth, geb. 1953 in Freiburg/Breisgau, wuchs in Karlsruhe auf. Er studierte in Paris und Freiburg (Anglistik, Romanistik, Germanistik), ab 1975 in Los Angeles (Filmregie und Filmproduktion, Schauspiel, Drehbuch). Seitdem lebt er in Kalifornien.<br />
Er drehte Kurzfilme und veröffentlicht seit 1990 Romane, Novellen, Erzählungen, Theaterstücke und Hörspiele (u.a. Riverside, Johnny Shines, Corpus Christi).<br />
Er erhielt u.a. den Rauriser Literaturpreis, den Hugo Ball Preis, den Literaturpreis der Konrad Adenauer Stiftung und war Mainzer Stadtschreiber.</p>
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		<title>Weitlings Sommerfrische   Roman von Sten Nadolny</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jul 2012 09:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiographie]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
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		<category><![CDATA[Piper Verlag]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Heiter-Philosophisches zu einem Schiffbruch im Altern ”Ich habe einfach dieses seemännische Gefühl, dass egal was passiert, egal welches Wetter, egal was mit dem Schiff los ist – ich werde es schon irgendwie schaffen.&#8220;� … hatte ich gerade gelesen, bevor ich &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/weitlings-sommerfrische-roman-von-sten-nadolny/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><strong>Heiter-Philosophisches zu einem Schiffbruch im Altern</strong></span></p>
<p><strong><em><img style="margin: 0px 15px 15px 0px; display: inline;" src="http://multimedia.knv.de/cgi-bin/knvmmdb.dll?herkunft=knv&amp;MM_IDENTNR=999bk&amp;typ=cover&amp;id=31548894&amp;kennwort=XLBHKWESPJMNHJ&amp;rang=01&amp;variante=zoom" alt="" align="left" border="0" /></em></strong></p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">”Ich habe einfach dieses seemännische Gefühl, dass egal was passiert, egal welches Wetter, egal was mit dem Schiff los ist – ich werde es schon irgendwie schaffen.&#8220;</span></em></strong>�<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>… hatte ich gerade gelesen, bevor ich zum Abendbrot mit etwa zwanzig ‘Weitlings’ – alle um die achtzig – zurückkehrte. <span style="text-decoration: underline;">Klassentreffen</span>! Immer wieder war ich an diesem Abend in Versuchung, Zettelchen mit dem Titel von Sten Nadolnys Buch zu beschriften und nach und nach zu verteilen. Vielleicht wäre solch ein Zettelchen für die zwanzig ‘Weitlings’ das Beste gewesen, was sie mit nach Hause hätten nehmen können. </strong></p>
<p><strong>Was war da passiert mit dem Berliner Richter, Wilhelm Weitling, der eben noch gedacht hatte:<em> <span style="text-decoration: underline;">“Sicher ist, dass ich im Leben ein paar grundlegende Dinge nie begriffen habe, und ich weiß nicht einmal, welche.”</span></em></strong><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
<p>Schon allein der Gedanke daran, man könnte so &#8211; wie Wilhelm Weitling – bei einer ganz gewöhnlich Segeltour, einer Autofahrt oder was man sonst in seiner Freizeit tut, unerwartet Schiffbruch erleiden – und es geschieht etwas eigentlich Wunderbares, allerdings nicht immer Bequemes: Man geht unter, verliert den Halt unter den Füßen und kommt irgendwo in der eigenen Vergangenheit an. Eigentlich bleibt man bei dieser Rettung im Kopf im Alter von etwas zwischen siebzig und achtzig, kehrt aber in seine Jugend ins Elternhaus zurück und wird zum Gefährten von sich selbst, es ist in diesem Fall etwa 1958.. <em><strong>“Wer denkt da eigentlich, der Junge oder ich? Ich! Ich bin ganz eindeutig nicht er, sondern nach wie vor der alte Mann aus Berlin, aber für andere unsichtbar, Geist ohne Physis, gekettet an einen Sechzehnjährigen (…) Seine Gefühle und Gedanken kann ich erraten, auch ein klein wenig mitspüren, habe aber in der Hauptsache meine Gefühle.”</strong></em> </p>
<p><span id="more-6709"></span></p>
<p>Und so begleitet er, der alte Wilhelm Weitling, ein unsichtbarer Geist, sein eigenes Ich, jenen Willy, wie er ihn/sich nun nennt, neugierig, angespannt und gelegentlich etwas ängstlich.  Dabei ist er zwar in sein damaliges Leben zurückgekehrt – er kann jedoch weder eingreifen noch etwas verhindern. <em>&#8222;<strong>Wenn es Gott gäbe, dann hätte er bei dieser Rettung die Hand im Spiel gehabt. Er hat. Schon meine Verwandlung ist auf keine andere Weise zu erklären. “</strong></em><strong> </strong></p>
<p><strong>Von nun an haben wir es mit zwei Hauptpersonen zu tun</strong>, dem alten unsichtbaren Wilhelm, (dem Ich-Erzähler) der den jungen Willy (von dem in der dritten Person berichtet wird) auf Schritt und Tritt begleiten muss. oft genug schaut er dem Jüngling  von einst mit einer gewissen Verwunderung zu, und er lässt uns an seinen Überlegungen durchaus teilnehmen: an seinem fortwährenden Kommentar, je nachdem: erstaunt, grimmig, besorgt, erheitert. Noch etwas ist ganz wunderbar: Ist Willy (der Junge) abends endlich eingeschlafen, kann Wilhelm, (der Geist,) durchs Schlüsselloch entweichen, und sich überall im Haus umsehen – es ist natürlich das Haus von damals. Erstaunt ist er über seinen Vater (von damals), der ist Schriftsteller und braucht dringend einen Erfolg. Später taucht auch seine Mutter auf, der es tatsächlich (wie später im richtigen Leben) gelingt, Bestseller zu schreiben: Jene Isabella Nadolny, deren Bücher damals in nahezu allen Haushalten gelesen wurden.</p>
<p><strong><em>“Ich sehe Vater und Mutter im Augenblick kühl wie ein Forscher. Können Geister aus der Zukunft keine Liebe empfinden? Andererseits merke ich, dass ich mich über die bekannten Gesichter aus dem Dorf freue.”</em></strong> </p>
<p>Zu seiner Mutter, schreibt Weitling (der Geist):<strong><em> Eine hübsche, helle Person, und sie gibt ständig Geistreiches von sich. Das und ihre etwas nervöse Art sind mir vertraut. Und Vater? Auch an ihm erstaunt mich nichts, außer dass ich ihn nicht so sehnig und viril in Erinnerung habe, ein beeindruckendes Mannsbild von dreiundfünfzig. Vergessen habe ich auch, dass er buchstäblich eine Zigarette nach der anderen raucht.”</em></strong></p>
<p>Am Abend schaut der alte Weitling sich, also Willy, beim Zähneputzen zu und betrachtet dessen Gestalt: Eher leptosom, nicht alle Muskeln am richtigen Fleck – und er erinnert sich, dass er so gern anders gewesen wäre: eher ein Pykniker oder Athletiker, muskelbepackt und massiv. All der Lebertran der Nachkriegsjahre verhalf ihm nicht zu dem von ihm erträumten Körperbau. Auch die Bücher von damals liegen herum, von <em>Frühe Stätten der Christenheit</em>, <em>Neues Universum</em> und <em>Weltgeschichte in Umrissen</em> bis <em>Tanzen leichtgemacht</em>. … Im Regal entdeckt er auch noch &#8211; den Stehsammler mit Donald Duck-Heften! Seine Mutter hatte in ihnen eine Gefahr für seine geistige Entwicklung gesehen. Damals war er acht. Sie ahnte nicht, dass der Halbwüchsige sie immer noch las, sogar noch vor dem Rigorosum. Er las sie, wenn er Angst hatte, Versagensangst: Um einigermaßen klar zu bleiben, brauchte er regelmäßig eine starke Dosis geistiger Unterforderung.</p>
<p>Während Wilhelm (der Geist) Willy (den Jungen) beobachtet,   fällt ihm auf, dass dieser alles möglichst mit der linken Hand erledigt. Und plötzlich fällt ihm ein, warum. Er glaubte damals, seine Intelligenz erhöhen zu können, indem er die rechte Hirnhälfte auf diese Weise ‘stärkte’. Und dann geht ihm durch den Kopf<strong><em>:” Was in aller Welt verdammt mich dazu, diesem etwas zweifelhaften jungen Mann noch einmal zuzuschauen?”</em></strong></p>
<p>Also: Das Buch hat neun Kapitel; die ersten drei handeln von dem “SchiffI”, das zweite vom Kentern, im dritten beginnt Weitlings “Sommerfrische”, d.h. er befindet sich in einer überraschenden Situation, von der oben bereits die Rede war.</p>
<p>Im vierten Kapitel schaut Wilhelm (der Geist) Willy nicht nur über die Schulter, sondern sich auch in dem Klassenzimmer von Damals um. Das Mobiliar uralt, hatte noch Tintenfässer, obwohl alle schon Füllfederhalter hatten. Kann er noch Tacitus übersetzen? Er ist sich nicht sicher, sieht aber, dass Willy schreibt, scheint also alles in Ordnung zu sein.</p>
<p>Und dann erblickt Weitling Rainer, der war der Beste in Latein und außerdem war er in ihn verliebt.  Rainer war ein zierlicher, schwarzhaariger Mensch, <strong>“mit zehn und elf so hübsch, dass ich mich in ihn verliebte. und ihm lateinische Briefe schrieb. in ihnen war aber nicht von Liebe die Rede, alle erotischen Vorstellungen lagen mir fern. Ich stellte mir allenfalls vor, dass ich ihn aus einem brennenden Haus rettete und dann seinen Dank abwehrte.”</strong>   Wilhelm (der Geist) denkt hier auch einen Augenblick über das damalige Schulsystem nach. Damals wurden sie zu kleinen Sprachwissenschaftlern gedrillt, die aus dem Stand aufsagen konnten, welche Deklinationen und Konjugationen es gab – es alles war nur Sprachwissen – nicht Sprachkönnen. Was ist davon geblieben?</p>
<p>Dann, in Biologie, möchte Weitling (der Geist) unglaublich gern einmal als Jung-Willy in Erscheinung treten, als es um Linné ging. <strong><em>“ER [Linné] war auch ein komplett Verrückter, glaubte fest daran, dass Gott für jede Sünde Rache nähme, und schrieb in großer Heimlichkeit das Buch ‘Nemesis divina’ (Die Rache Gottes) in welchem er versuchte, die Sünden und deren Bestrafung durch Unfälle, Krankheiten und Tod zu klassifizieren. Daher stammte die Idee, mein Buch &gt;spes divina&gt; zu nennen: Gott nimmt nicht Rache, sondern hofft auf Besserung.”</em></strong></p>
<p> Ach ja, Weitling (der Geist) beobachtet entsetzt Willy (den Jungen): In Biologie ‘Der Mensch’ <strong><em>“Das Buch wird aufgeschlagen, die Abbildungen sind zu betrachten, Willy stützt die Wange auf den  Handballen, die Finger über den Augen, und schläft ein. Natürlich tut er das. Warum sollten ihn, wenn er nicht  krank ist, Gesundheitsfragen interessieren?  Ich war als Halbwüchsiger der Meinung, ein hoher Blutdruck sei etwas Gutes, ähnlich einer hohen Intelligenz.”</em></strong></p>
<p>Natürlich kann Willy (der Junge), als ihn die Lehrerin weckt, deren Frage nicht beantworten. Dabei hätte er bloß sagen müssen, Linné hätte noch geglaubt, Gott habe alles Lebende so geschaffen, wie man es vorfindet und man müsse es  nur noch ordentlich einteilen – Willy (der Junge) sagt und weiß wenig von Darwin und kaum etwas von Evolutionslehre (wie das ja damals noch war.) Für den Musiklehrer von damals war alles, was nach Bach kam, nur Niedergang.; weiter in der Gegenwart war Strawinsky Geisteskrank, Elvis Presley Lärm, Sodbrennen bekam er von Vaterina Valente; statt Jazz sagte er Jatz (wie Platz oder Katz) – es war für ihn Negermusik.</p>
<p>Der Schultag wird beschlossen mit Religionsunterricht bei Dekan Klein. Weitling (der Geist) hat damals die Konfirmation abgelehnt, weil er sicher zu wissen meinte, nicht an Gott zu glauben. “Ich werde doch wissen, woran ich nicht glaube!” &#8211; <strong><em>“Dabei erinnere ich mich, dass es eben dieser Unglaube war, der mich über Gott mehr nachdenken ließ als andere. Ich wollte all diesen ahnungslosen Nachbetern von Vorbetern beweisen, dass es ihn gar nicht geben könne, dass er nur eine Behauptung sei, nützlich für Pfaffen und für Machthaber, die das Volk gefügig halten wollen.”</em></strong></p>
<p>Und während Weitling (der Geist)  über Willy (den Jungen) so nachdenkt, beschleicht ihn leise Furcht, was aus diesem wohl werden soll; steuert wohl auf eine ganz andere Entwicklung zu, wie Weitling (der Geist)? Dieser hofft nun, dass es unmöglich ist, dass in der Vergangenheit sich nachträglich alles ganz anders entwickeln kann …</p>
<p>Das fünfte und  das sechste Kapitel beschäftigen sich mit Nachmittag  bzw.  Abend und Nacht. Im siebten Kapitel geht es um ‘Zeitlang’. Weitling (der Geist) ist nun im April 1959, also schon sieben Monate in seiner Sommerfrische. Er erklärt auch gleich, was ZEITLANG ist: nämlich SEHNSUCHT. Er hat unglaubliche Sehnsucht nach Astrid, seiner Frau – aber auch nach dem völlig normalen Leben.</p>
<p>Hier nun möchte ich etwas anmerken, was man auch in den vorigen und überhaupt nahezu allen Kapiteln findet: Diese köstlichen Schilderungen der Menschen von damals, und die wunderbaren Beschreibungen der Landschaft. An beidem hat man Vergnügen, Freude und Genuss.</p>
<p>Vielleicht regt es aber auch den einen oder anderen Leser ein wenig an, sich selbst einmal das, wo er hergekommen ist, entweder vor sein inneres Auge zu führen, vielleicht aber auch dorthin zu fahren – wo er vermutlich nichts von dem, wie es damals war, wiederfinden wird; erstaunlicherweise beflügelt  aber gerade das das Erinnerungsvermögen zu völlig unerwarteten Leistungen. Wenn Sie nun meinen, solch ein Ausflug in die eigene Vergangenheit sei nutzlos bis sentimental, möchte ich dem gern widersprechen. Es ist ein sehr heilsames Zurückgehen in die Zeit, in der man die großen Hoffnungen und Wünsche hatte. So vieles hat sich nicht verwirklichen lassen, blieb unerfüllt. Man fragt sich unwillkürlich, ob man nicht einiges davon jetzt noch realisieren könnte? Und ich frage: Warum eigentlich nicht?</p>
<p>Dann ist es Weihnachten; es wird uns genau geschildert. Und Weitling (der Geist) merkt bei sich an: <strong><em>“Am Abend gibt es Käsetoast, weitere Schnäpse, Bier und einen Salat aus Heringen, Roter Beete und Zwiebeln, der vorzüglich schmeckt, jedenfalls Willy (dem Jungen), ich weiß das immerhin noch. Die Stimmung ist gut, versöhnlich. Wir haben am Heiligen Abend nie gestritten. Weihnachten verlief trotzdem gegen Ende der Fünfziger Jahre etwas schleppend. Christliche Feste bei Agnostikern – es feiert sich mühsam, wenn man nichts zu feiern hat.</em></strong></p>
<p>Auch in diesem – wie überhaupt in nahezu allen Kapiteln fällt noch etwas für Weitling (den Geist), den Agnostiker, wie er sich immer wieder betitelt, eine kleine Angewohnheit auf: Wie er schimpft, mit dem Gott da oben, so auch zu Weihnachten: <strong><em>“Du da oben, hörst Du das? Astrid [seine Frau im realen Leben] ist mir ordentlich angetraut, kirchlich! Müsste Dir eigentlich bekannt sein. Was ist jetzt mit dem Sakrament der Ehe? Fremdwort, wie? Hallo? Ich werde von Gott, dem Gottgewollten gehindert, na bravo.!”</em></strong></p>
<p><strong>Beim Lesen dieses Buches hat man eigentlich immer ein Lächeln auf den Lippen.<em> </em></strong>Nicht nur dann, wenn all die absonderlichsten Personen von damals an einem vorüberziehen, dass man meint, sie anfassend zu können; alle zusammen sind sie wie ein – wenn auch untergegangener – Kosmos,   das ist Sten Nadolny wunderbar gelungen. Man liebt es auch, wie er Willy (den Jungen) mit der Fürsorge einer Glucke für ihr Küken geradezu bewacht; immer von der Sorge erfüllt, ob Willy es jemals zu etwas bringen könne im Leben. Und man ist, Weitling (dem Geist), der sich betont als Agnostiker bezeichnet, sehr zugetan, wenn er sich mal ruppig, mal kommentierend, mit seinem GOTT herumzankt; Natürlich antwortet der nie. Aber Gott, so stellt sich im Verlauf des Textes so nach und nach heraus, ist eigentlich der oder das Vertraute, der/das allwissend immer um Weitling (den Geist) herum ist; eigentlich überhaupt der oder das Einzige, immer Verfügbare, mit dem er jederzeit reden kann, weil der ja alles weiß – man muss also nicht lange Erklärungen abgeben.</p>
<p>… Am Ende dieses Kapitels werden jedoch plötzlich binnen Sekunden kleine Wölkchen am Horizont zu einer schwarzen, undurchdringlichen Front, bald rast ein Weststurm. <strong><em>“Dann werde ich gewaltsam von Willy abgezogen, obwohl der keineswegs schläft. Eine magnetische Gewalt reißt mich über den halben See, über Schaumkronen und durch peitschenden Regen. Ich schlage krachend in einem Boot auf, und das tut weh. Habe ich auf einmal wieder Knochen? Ich befinde mich in einer Plätte [Boot], die schon so viel Wasser aufgenommen hat, sie wird wohl gleich umschlagen.”</em></strong></p>
<p>In den letzten beiden Kapiteln richtet sich Weitling wieder zuhause ein. Er entdeckt, dass er nicht Richter, sondern Schriftsteller ist und dieser schreibt Weitlings (oder des Autors) Frau Astrid eine Liebeserklärung. Denn sie ist es,   die ihm dabei hilft, die Differenzen, die es zwischen seinen Erinnerungen an den Richter Weitling und an den Schriftsteller Weitling gilt zu beseitigen. Jeden Morgen, nach dem Frühstück, gab es eine ‘Geschichtsstunde’ über den Lebenslauf des Schriftstellers W. “<strong><em>Es waren die intensivsten Stunden zwischen uns, es gab für mich viel zu staunen und für beide viel zu lachen.. (…) Manchmal wurde ich nachdenklich, etwa als sie mir von meinen Depressionen erzählte, unaufhaltsamen Schüben einer gefährlichen Krankheit. Die scheine ich im Schriftstellerleben schlimmer erlitten zu haben, als in meiner juristische Existenz.”</em></strong> </p>
<p>Und ganz in der Realität war es wohl so, dass diesem Buch zahllose Geschichtsstunden’ vorausgegangen sein werden, bis endlich das Manuskript anfangen konnte, Gestalt anzunehmen. Und wer von denen, die dies Buch (hoffentlich) lesen werden, kennt sie nicht, diese Depressionen, die wie riesige schwarze Vampire über einen herfallen können; und je heiterer jemand sein oder schreiben kann, umso häufiger ist und wird er von Drakulas fiesen Kindern heimgesucht werden bzw. worden sein.</p>
<p>Nun ja, von Depressionen völlig frei ist dieser Bericht einer Sommerfrische. Es liest sich so federleicht und ist dennoch so nah dran an dem, was man so in diesem Alter so beobachtet und empfindet. Wie wär’s mit der folgenden Feststellung:? “<strong><em>Genau deshalb gibt es bald überhaupt bald keine Allgemeinbildung mehr, sagte Weitling, da haben Sie recht.Die Leute sind nicht mehr gebildet, nicht einmal geformt, sie haben auch keine Urteilsfähigkeit mehr, weil sie auf ihrem Stuhl hocken und alles nur noch aus zweiter Hand wissen. (…) Suchen Sie mal  einen urteilsfähigen Menschen unter siebzig. Sie finden hier und da Intelligenz, aber kaum, noch Urteil. Suchen Sie mit der Lupe, suchen Sie mit dem Fernglas – Sie werden niemand mehr finden.”</em></strong>    Kommt Ihnen das eventuell bekannt vor?</p>
<p>Ach ja, dies ist nur eine der lakonischen und ach so treffenden Anmerkungen, die dieser doppelte Weitling so parat hat. Für wen? Nun, für uns, seine Altersgenossen, um uns taktvoll aus dem herauszuhebeln, was wir aus dem letzten Abschnitt unseres Lebens so machen oder eben nicht machen.</p>
<p>Darum sollten seine Altersgenossen/Innen dieses zauberhafte kleine Buch lesen und sich dann selbst in ihre eigene, ganz besondere ‘Sommerfrische’ hinaustragen lassen – Sie werden staunen, wie gut das tut!</p>
<p>Ingeborg Gollwitzer</p>
<p>PS. Vielleicht denken auch Sie gelegentlich mal an den Satz des alten Weitling &#8211;</p>
<p><strong><em>”Ich habe einfach dieses seemännische Gefühl, dass egal was passiert, egal welches Wetter, egal was mit dem Schiff los ist – ich werde es schon irgendwie schaffen.&#8220;</em></strong> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu Autor:</p>
<p>Sten Nadolny</p>
<p><img style="margin: 0px 15px 15px 0px; display: inline;" src="http://www.piper-verlag.de/media/urheber81.jpg" alt="Sten Nadolny " align="left" /></p>
<p>Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Danach veröffentlichte Sten Nadolny die Romane »Selim oder Die Gabe der Rede«, »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich«, den »Ullsteinroman« und zuletzt der gemeinsam mit Jens Sparschuh verfasste Gesprächsband »Putz- und Flickstunde«.</p>
<p>Zum Buch:</p>
<ul>
<li>224 Seiten</li>
<li>Gebunden</li>
<li>€ 16,99 [D], € 17,50 [A], sFr 24,90</li>
<li>ISBN: 9783492054508 </li>
</ul>
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		<title>Hexengewisper von Dr. Michael Maar</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 13:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Grimms Märchen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Warum Märchen unsterblich sind Wieso lesen wir Märchen so gern als Kind und später genau so gern auch als Erwachsene? Außerdem ist es auffallend, dass wir als Erwachsene erstens erstaunt sind, wie kurz ein Märchentext ist, den wir als Kind &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/hexengewisper-von-dr-michael-maar/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><strong>Warum Märchen unsterblich sind</strong></span></p>
<p><img style="margin: 0px 15px 15px 0px; display: inline;" src="http://multimedia.knv.de/cgi-bin/knvmmdb.dll?herkunft=knv&amp;MM_IDENTNR=999bk&amp;typ=cover&amp;id=31666845&amp;kennwort=MQCMMSDGLXEIKP&amp;rang=01&amp;variante=zoom" alt="" align="left" border="0" /></p>
<p><strong>Wieso lesen wir Märchen so gern als Kind und später genau so gern auch als Erwachsene?</strong> Außerdem ist es auffallend, dass wir als Erwachsene erstens erstaunt sind, wie kurz ein Märchentext ist, den wir als Kind als großes, buntes Panorama erlebt haben. Und zweitens verstehen wir als Erwachsene den Text völlig anders, neu. ´</p>
<p><strong>Aber warum veralten Märchen eigentlich nicht?</strong> Michael Maar hat eine wunderbare, gelegentlich augenzwinkernde Art, Rätselhaftes aus der Literatur begreifbar zu machen. In diesem Fall führt die Spur nur scheinbar zuerst  zu  Grimms Märchen, die nahezu in jedem Haushalt sind: Aber deren eigentliche Quelle findet in sich Frankreich: Dort hat <strong>1697</strong> Charles Perrault Zaubermärchen gesammelt und herausgegeben, die damals im Umlauf waren.</p>
<p>Dann jedoch erfahren wir: <em>“Was Märchen eigentlich sind, weiß keiner genau. Die Herkunft der Märchen verliert sich im Frühnebel der Zeiten. Märchen-Motive finden sich schon im ältesten literarischen Dokument der Menschheit, dem babylonischen Epos um den König Gilgamesch. Es ist auf Tontafeln überliefert und soll aus dem zwölften Jahrhundert v. Chr. stammen.”</em></p>
<p>Etwa hundert Jahre später als Perrault war es in Deutschland so weit: Man interessierte sich für alles Volkstümliche und Verschollene. Erst waren die Lieder dran, dann jedoch wurden die Brüder Grimm damit beauftragt, sich die Märchen und Geschichten anzuschauen, die so im Umlauf waren.</p>
<p><span id="more-6635"></span></p>
<p>Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm machten sich mit ungeheurem Fleiß ans Werk (alles handschriftlich zu notieren und in unzählige Zettelkästen zu sortíeren). Weihnachten <strong>1812</strong> erschienen die <strong>Kinder- und Hausmärchen</strong>, 475 Seiten stark. Warum auch immer, der sofortige Erfolg blieb aus, aber die dritte Auflage, an der die Brüder noch intensiv gearbeitet, gefeilt und verbessert hatten, wurde dann erfolgreich. <strong>Heute sind Grimms Märchen die erfolgreichste Märchensammlung der Welt.</strong></p>
<p><strong>Betrachtet man aber Märchen mit dem wachsamen Auge Michael Maars, gibt es doch tatsächlich allerlei Merkwürdiges, Erstaunliches und Kurioses rund um unsere altvertrauten Märchen, worauf man eigentlich nicht gekommen wäre.</strong></p>
<p>Eigentlich, meint er, hat beispielsweise <strong>Dornröschen</strong> dumme Eltern: Hätten die besser aufgepasst, hätte sich das lange und exakt vorhergesagte Unglück leicht verhindern lassen. Überhaupt: Dass es an einem Königshof nur zwölf Teller gegeben haben soll und so eine Fee nicht eingeladen wurde? Wohl deswegen, meint er, weil man damals im besseren Haushalt eben von jeder Sorte zwölf Teller hatte.</p>
<p>Woher weiß <strong>Eisenhans</strong> (Märchen heißt auch so), im Keller schmachtend, vom Schlüssel zu seinem Verließ unter dem Kopfkissen der Königin ? Ganz verrückt die Geschichte von den einträchtig lebenden <strong>Mäuschen, Vögelchen und Bratwurst</strong>, bei denen der Rollentausch prompt schiefgehen muss.  Es ist auch eine recht unlogische Aufteilung bei den <strong>vier kunstreichen Brüdern</strong> passiert: Sie haben die Prinzessin gerettet, können sich nicht einigen, wer sie zur Braut bekommt: Da macht ihnen der König ein Ersatzangebot: Jeder von ihnen bekommt ein halbes Königreich. <span style="text-decoration: underline;">Jeder!!</span> Aber, wenn das vorgelesen wird, hören die Kinder andächtig zu und der jeweilige Vorleser kommt gar nicht auf die Idee, mal etwas nachzurechnen und sich zu wundern. Vielleicht, weil alles ganz wunderbar ist.</p>
<p><strong>Bei sehr vielen Märchen, stellt Michael Maar  fest, <span style="text-decoration: underline;">fehlt</span> eine bestimmte Fee überhaupt auffallend oft: Das ist die Fee mit dem ‘Gesunden Menschenverstand’ –</strong> und so geht es in den Märchen oft erstaunlich unlogisch zu: <strong>Schneewittchen</strong> fällt immer wieder auf die verkleidete böse Königin herein, – hätte sie nicht ziemlich schnell aus Schaden klug werden müssen?   </p>
<p>Sind <strong>Hänsel und Gretel</strong> – so grausam, weil sich darin eine  Geschichte aus dem dreißigjährigen Krieg verbirgt – eine Zeit des riesigen Hungers, in der Unvorstellbares normal war? Der Entdeckungskünstler Michael Maar hat der Weltliteratur schon manche Geheimnisse abgelauscht, die nur er kennt. Sein dankbares Opfer sind hier die Märchen, bei denen er dem Leser klarmacht, dass es archaische, aus tiefen, vorzeitlichen Quellen schöpfende Gebilde sind,  denen die Gebrüder Grimm ihre wohlanständig bürgerliche Fassade verpasst haben. Michael Maar zeigt, wo es bei <strong>Rotkäppchen</strong> und <strong>Dornröschen</strong> anzüglich wird, warum es unter dem <strong>Machandelboom</strong> so grausam zugeht, aber,  &#8211; und da erklärt er auch den Unterschied zu den <strong>Kunstmärchen</strong>, und was der große Hans Christian Andersen in seine <strong>Meerjungfrau</strong> hinein geheimnist hat.</p>
<p>Jedoch enthalten Märchen eine seltsame Grammatik. Was versteckt sich eigentlich im Märchen  <strong>Rotkäppchen</strong>, die durch einen gefahrvollen Wald geschickt wird, was ist damit gemeint, dass sie sich vorm (Herrn) Wolf hüten soll, wenn sie zur Großmutter geht? Und trotz Warnung vom rechten Weg abkommt? Hier haben auch die braven Grimm-Brüder das, was bei Perrault erzählt wird, ein bissel ‘verfeinert’: Bei Perrault muss Rotkäppchen nackt mit dem Wolf ins Bett. So rum gesehen versteht man es: Vermutlich, seit es Menschen gibt, muss man die Jüngeren über Undinge des Lebens aufklären und davor warnen. So sagt man heute: Ich bring dich in die Disco – und fahr unbedingt dann mit dem Taxi heim.</p>
<p>Und auch die Frösche, der Schlamm aus dem sie kommen oder das Wasser – in all dem steckt eine überall gleiche, tiefere Bedeutung, sei es bei den Kelten, den Azteken, den Ägyptern bis zu den Indianern.</p>
<p>Maar berichtet aber auch von neueren Ergebnissen, die die Märchenforschung hervorgebracht hat. Bei <strong>Rotkäppchen</strong> beispielsweise vermutet man, die Wurzeln dieses Märchens reichten bis in die menschliche Vorzeit hinein, dass sich darin Erfahrungen aus der Bronzezeit festgehalten haben, vielleicht Reste von Druidenzauber oder grausigen Initiationsriten.</p>
<p>Denn lange Zeit wurde ja alles mündlich überliefert. Man hatte ja keine Bücher, kein Fernsehen: Man saß zusammen, wie es heute noch bei Naturvölkern zu beobachten ist, und erzählte sich was. Und mit den Erzählern änderten sich auch die Geschichten, und was aus sehr, sehr ferner Zeit stammte, wurde den gegenwärtigen Gegebenheiten eben angepasst. Aber der Kern, der blieb.  Und damit auch das Grausame, Unlogische und wohl auch die jeweiligen Happy-Ends – all das war das Salz in der Suppe. Und das ist es auch heute noch.</p>
<p>Mit seinen nur 76 Seiten ist das Buch angenehm schnell gelesen. Nicht zuletzt auch, weil der Autor ungemein fesselnd zu erzählen weiß – weil er ja selbst fasziniert ist von dem, was es hinter der Fassade der Märchen alles zu entdecken gilt. Nie ist er langatmig oder besserwisserisch dozierend. Nach diesen 76 Seiten jedoch sind Sie mit einem kompakten Wissensfundus über ein besonderes literarisches Gebiet endlich einmal so umfassend informiert, dass Sie in der Lage sind, die vertrauten, aber auch ganz unbekannte Märchen selbst deuten und verstehen zu können. Sie müssen es unbedingt lesen!</p>
<p>2012   Berenberg –Verlag ISBN 3-937834-53-2 ISBN 978-3-937834-53-5 |</p>
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