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	<title>Ursula Krechel &#8211; Literaturkurier.net</title>
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	<description>Bücher - Meinungen - Rezensionen</description>
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		<title>SWR-Bestenliste November 2012   Wunderbare Bücher!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Nov 2012 15:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
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		<category><![CDATA[Ursula Krechel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>30 Literaturkritikerinnen und -kritiker nennen monatlich &#8211; in freier Auswahl &#8211; vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie &#8222;möglichst viele Leser und Leserinnen&#8220; wünschen, und geben ihnen Punkte. Liste für November 2012. Der Weg zum Schriftsteller: Jean-Philippe Toussaint führt mit &#8222;Die Dringlichkeit und &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/swr-bestenliste-november-2012-wunderbare-lektre/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-large;"><strong>30 Literaturkritikerinnen und -kritiker nennen monatlich &#8211; in freier Auswahl &#8211; vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie &#8222;möglichst viele Leser und Leserinnen&#8220; wünschen, und geben ihnen Punkte. Liste für November 2012.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Der Weg zum Schriftsteller: Jean-Philippe Toussaint führt mit &#8222;Die Dringlichkeit und die Geduld&#8220; (Frankfurter Verlagsanstalt) im November die monatliche SWR-Bestenliste an. In seinem Buch schildert er mit autobiografischen Essays, wie er Schriftsteller wurde.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Auf den zweiten Platz hat die Jury Fritz Rudolf Fries mit &#8222;Der Weg nach Oobliadooh&#8220; (Die Andere Bibliothek) gewählt, Platz Drei belegt Thomas Hettche mit &#8222;Totenberg&#8220; (Kiepenheuer &amp; Witsch). </strong></span><span style="font-size: medium;"><strong>Hier geht es zur kompletten Liste mit zehn Titeln.</strong></span></p>
<p><span id="more-6929"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Chart<br />
Bestenliste<br />
Titel</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
1<br />
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Toussaint, Jean-Philippe<br />
<strong>Die Dringlichkeit und die Geduld</strong><br />
Frankfurter Verlagsanstalt &#8211; gebunden, 14,90 Euro<br />
ISBN: 978-3-627-00186-5</p>
<p>Im Linienbus, nahe bei der Bastille, beschließt Toussaint, Schriftsteller zu werden. Den Weg dahin beschreibt er in seinen autobiographischen Essays.<br />
&#8222;Jean-Philippe Toussaint ist in Frankreich mit allen großen Literaturpreisen ausgezeichnet worden, es liegt an uns, ihn endlich zu entdecken&#8220;. (Verena Auffermann)</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
2<br />
<img title="neu" src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_pos_new.gif" alt="neu" /><br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4029978.jpg.836964.jpg" alt="" border="0" /><br />
Fries, Fritz Rudolf<br />
<strong>Der Weg nach Oobliadooh</strong><br />
AB &#8211; Die Andere Bibliothek &#8211; gebunden im Schuber, 34,00 Euro<br />
ISBN: 978-3-8477-0331-0</p>
<p>Quicklebendige Helden und ein moribundes System. Der Weg nach Oobliadooh ist mit Träumen gepflastert. Nur die wenigsten aber erfüllten sich im realen Sozialismus der DDR. Immerhin gab es subversiven Bebop. &#8222;Das dienstälteste Nichtbuch der DDR&#8220; hat der Autor seinen zuerst 1966 im Westen veröffentlichten Schelmenroman genannt. Für die DDR war Fries nach diesem Buch ein Gegner – bis er sich mit der Stasi einließ.</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
3<br />
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<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4035931.jpg.836968.jpg" alt="" border="0" /><br />
Hettche, Thomas<br />
<strong>Totenberg</strong><br />
Kiepenheuer &amp; Witsch &#8211; gebunden, 18,99 Euro<br />
ISBN: 978-3-462-04463-8</p>
<p>Der Totenberg, das ist die Vergangenheit. Bei Thomas Hettche stimmt das mehr als bei den meisten anderen, denn der Totenberg ist sein Hausberg im oberhessischen Treis. In Essays und Gesprächen umkreist der Autor seine eigene Biographie und stellt die Frage: Was verlieren wir, wenn sich alles ändert?</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
4<br />
<img title="neu" src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_pos_new.gif" alt="neu" /><br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4042480.jpg.836972.jpg" alt="" border="0" /><br />
Setz, Clemens J.<br />
<strong>Indigo</strong><br />
Suhrkamp &#8211; gebunden, 22,95 Euro<br />
ISBN: 978-3-518-42324-0</p>
<p>Das neue Buch von Clemens J. Setz spielt in einem Internat voller rätselhaft erkrankter Schüler. Das ist fast sicher. Und eine der Hauptfiguren ist der Mathematiklehrer Clemens Setz, der mit dem Schriftsteller nichts zu tun hat.<br />
Auch das ist fast sicher. Ein fantastischer Roman.</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_down.gif" alt="Abgestiegen" /><br />
5<br />
3<br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4042782.jpg.819109.jpg" alt="" border="0" /><br />
Kennedy, A.L.<br />
<strong>Das blaue Buch</strong><br />
Hanser, Carl &#8211; Leinen, 21,90 Euro<br />
ISBN: 978-3-446-23981-4</p>
<p>&#8222;Dein Buch – jetzt fängt es an, es ist berührt und aufgeschlagen. Du könntest es anheben, wenn du wolltest, überlegen, ob es wohl mehr wiegt als eine Taube, oder ein Turnschuh, oder wahrscheinlich ein gutes Stück weniger als ein Laib Vollkornbrot. Diese Möglichkeiten bietet es dir.&#8220;</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_down.gif" alt="Abgestiegen" /><br />
6<br />
5<br />
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Sulzer, Alain Claude<br />
<strong>Aus den Fugen</strong><br />
Kiepenheuer &amp; Witsch &#8211; gebunden, 18,99 Euro<br />
ISBN: 978-3-86971-059-4</p>
<p>Es sei &#8222;eine Sonate, die den Pianisten zu schaffen machen wird&#8220;, meinte Beethoven über seine Hammerklaviersonate. Sulzers Held, der Starpianist Marek Olsberg, bricht mitten im Konzert ab. Die Zuhörer ahnen noch nicht, was das bedeutet. Alain Claude Sulzers kunstvolle Erzählung ist leicht, aber verschachtelt, wie Fugen das sein müssen.</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
7<br />
<img title="neu" src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_pos_new.gif" alt="neu" /><br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4029566.jpg.833330.jpg" alt="" border="0" /><br />
Twain, Mark<br />
<strong>Meine geheime Autobiographie</strong><br />
Aufbau Verlag &#8211; gebunden, 49,90 Euro<br />
ISBN: 978-3-351-03513-6</p>
<p>&#8222;Aus gutem Grund spreche ich aus dem Grab statt mit lebendiger Zunge: So kann ich frei reden. [&#8230;] Mir schien, ich könnte so frank und frei und schamlos wie ein Liebesbrief sein, wenn ich wüsste, dass das, was ich schreibe, niemand zu Gesicht bekommt, bis ich tot und nichtsahnend und gleichgültig bin.&#8220;</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
8<br />
<img title="neu" src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_pos_new.gif" alt="neu" /><br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4034966.jpg.825015.jpg" alt="" border="0" /><br />
Krechel, Ursula<br />
<strong>Landgericht</strong><br />
Jung u. Jung &#8211; gebunden, 29,90 Euro<br />
ISBN: 978-3-99027-024-0</p>
<p>Richard Kornitzer, Richter, Jude – und plötzlich Verfolgter. Er flieht vor den Nazis nach Kuba und kehrt nach Deutschland zurück, erst an den Bodensee, dann nach Mainz. Er wird vom Richter zum Kläger in eigener Sache. Ein Michael Kohlhaas in den Trümmern der Nachkriegszeit. Der Roman wurde gerade mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
9<br />
<img title="neu" src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_pos_new.gif" alt="neu" /><br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4042790.jpg.836976.jpg" alt="" border="0" /><br />
Flaubert, Gustave<br />
<strong>Madame Bovary</strong><br />
Hanser, Carl &#8211; Leinen, 34,90 Euro<br />
ISBN: 978-3-446-23994-4</p>
<p>Kennt man. Aber so noch nicht. Die so tragische, zwangsläufige, schockierende Geschichte von Emma Bovarys Absturz in einer bürgerlich-engen Welt. Neu übersetzt und neu zu entdecken: &#8222;Sie musste ihm sagen, dass sie sich langweilte, dass ihr Mann widerlich war und ihr Leben grauenvoll!&#8220;</p>
<p><img src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_new.gif" alt="Neu dabei" /><br />
10<br />
<img title="neu" src="http://www.boersenblatt.net/layout_bb/css/ic_chart_pos_new.gif" alt="neu" /><br />
<img src="http://www.boersenblatt.net/sixcms/media.php/1191/thumbnails/vlb_cover_0-4036449.jpg.814667.jpg" alt="" border="0" /><br />
Weber, Anne<br />
<strong>Tal der Herrlichkeiten</strong><br />
Fischer, S &#8211; gebunden, 18,99 Euro<br />
ISBN: 978-3-10-091062-2</p>
<p>Sperber denkt, er habe bereits alles verloren. Und dann trifft er sie, die Luchs genannt wird. Zwei Tage haben sie für ein gemeinsames Leben. &#8222;Noch war das erste Wort nicht gesprochen. Noch standen sie auf einer Brücke im Nichts und hielten sich mit den Augen. Dann trennten sich zwei Lippen, und Luchs sprach: Gehen wir? Und Sperber sagte: Ja.&#8220;</p>
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		<title>Deutscher Buchpreis 2012 an Ursula Krechel: Landgericht.Interview mit der Autorin</title>
		<link>https://literaturkurier.net/deutscher-buchpreis-2012-an-ursula-krechel-landgericht-interview-mit-der-autorin/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 13:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Buchpreis 2012]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Ursula Krechel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ursula Krechel hat für &#8222;Landgericht&#8220; den Deutschen Buchpreis erhalten. Ein Gespräch über ihr neues Buch sowie die Höhen und Tiefen des Schriftstellerlebens. Literarisches Leben Ursula Krechel© Claus Setzer 08.10.2012Interview mit Ursula Krechel &#8222;Ich erfinde eher die Lücken&#8220; Ursula Krechel hat &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/deutscher-buchpreis-2012-an-ursula-krechel-landgericht-interview-mit-der-autorin/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: x-large;">Ursula Krechel hat für &#8222;Landgericht&#8220; den Deutschen Buchpreis erhalten. Ein Gespräch über ihr neues Buch sowie die Höhen und Tiefen des Schriftstellerlebens.</span></strong></p>
<p><img style="margin: 15px 5px; display: inline; float: left;" title="Ursula Krechel" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2012/11/Ursula-Krechel-Landgericht.jpg" alt="Ursula Krechel" width="299" height="354" /></p>
<h3><span style="color: #ff0000; font-size: x-large;">Literarisches Leben</span></h3>
<p>Ursula Krechel© Claus Setzer</p>
<h4>08.10.2012Interview mit Ursula Krechel</h4>
<h5>&#8222;Ich erfinde eher die Lücken&#8220;</h5>
<p>Ursula Krechel hat für &#8222;Landgericht&#8220; den Deutschen Buchpreis erhalten. Ein Gespräch über ihr neues Buch sowie die Höhen und Tiefen des Schriftstellerlebens.</p>
<p><strong>Nach &#8222;Shanghai fern von wo&#8220; haben Sie mit &#8222;Landgericht&#8220; erneut einen Roman über die Emigration geschrieben und darin Wirklichkeit und Fiktion miteinander verwoben. In welchem Verhältnis stehen Realität und Ausgedachtes?</strong></p>
<p><em>Krechel: </em>Das ist sehr schwer zu sagen. Man merkt es beim Lesen wohl sehr genau, wenn eine andere Sprachebene ansetzt. Aber es gibt immer reale Kerne. Wenn es um traumatische Vergessensleistungen der deutschen Geschichte geht, finde ich es ganz unangemessen, zu viel zu erfinden. Das heißt: Ich zügele mich in meiner Fantasie, erfinde eher die Lücken, auch die Emotionalität der Leute, die ja nicht viel von sich preisgegeben haben. Alle Personen haben reale Hintergründe, haben Daten, Namen und Adressen. Es geht um ein Austarieren zwischen den realen Funden und dem Anreichern – es muss ja erzählbar werden.</p>
<p><span id="more-6907"></span></p>
<p><strong>Sind Richard und Claire Kornitzer, Ihre beiden Hauptfiguren, gefunden oder erfunden?</strong></p>
<p><em>Krechel: </em>Es sind gefundene Personen, denen ich natürlich vieles, von dem ich nichts wissen konnte, erfinden musste. Aber ich hatte die Akte eines Landgerichtsrats entdeckt und durfte sie auch verwenden, weil das Vorbild schon 30 Jahre tot war. Eine solche Personalakte zu lesen, die von Krankheiten, von Fehlzeiten, von Zeugnissen, von Versetzungen, von Beförderungen handelt, auch von Konflikten im Beruf, ist schon sehr intim – und ein reiches Material. Als ich diese Person hatte, fand ich in einem ganz anderen Archiv die Wiedergutmachungsakte und erfuhr einiges über seine Frau und ihren Beruf: Sie war Filmwerberin, also eine ganz eigenwillige und moderne Tätigkeit für eine Frau in den 1930er Jahren. Ich hätte sonst nicht im Traum daran gedacht, einer Person einen solchen Beruf zu erfinden. Manchmal ist die Realität sehr viel heilsamer; sie öffnet die Augen.</p>
<p><strong>Was fesselte Sie an dieser Geschichte?</strong></p>
<p><em>Krechel:</em> Es hat mich interessiert, dass in jede Erfolgsgeschichte – und man muss die Geschichte der Bundesrepublik seit 1949 als Erfolgsgeschichte beschreiben – auch Unglücke, Jammer, Misserfolg einbetoniert sind. Man muss sich vorstellen, dass nur fünf Prozent aller Emigranten aus Hitlerdeutschland zurückkamen, aus Angst vor den Überbleibseln der Nazis, aus Sorge, sich nicht mehr integrieren zu können. Und dieser Richard Kornitzer kehrt mit den besten Absichten aus dem kubanischen Exil zurück, ein demokratisches Deutschland mitaufzubauen, und er gerät fortlaufend in Schwierigkeiten. Misstrauen wird ihm entgegengebracht und Unverständnis, und er rennt gegen Wände, stößt sich den Kopf blutig. Das Tragischste ist eigentlich, dass er zweifach beschädigt ist: durch die Emigration und anschließend durch den scheiternden Versuch, seine auseinandergebrochene Familie wieder zusammenzuführen.</p>
<p><strong>Der Jurist Richard Kornitzer geht den Rechtsweg, um Gerechtigkeit zu erlangen, und verzweifelt daran zusehends. Sie zitieren als Motto aus Kleists &#8222;Michael Kohlhaas&#8220;. Was teilt Kornitzer mit dem wütenden Kohlhaas? </strong></p>
<p><em>Krechel: </em>Es verbindet die beiden das unbedingte Rechthabenwollen. Und dabei auch, die Dimension der Relativität des eigenen Rechtes aus den Augen zu verlieren. Kohlhaas läuft bekanntermaßen Amok, das tut Kornitzer nicht. Er implodiert eher, die Figur zersetzt sich förmlich. Die Welt läuft an ihm vorbei. Claire, seine Frau, stirbt vor seinen Augen; er verliert seine Kinder, die aus England nicht zurückkehren wollen. Es ist eine Person, die zerbröckelt, innerlich zerbröselt. Ich habe mich vielfach mit anderen Wiedergutmachungsverfahren beschäftigt. Sehr viele Menschen, die diese Verfahren erlebt haben, haben ihre Lebensfähigkeit eingebüßt.</p>
<p><strong>Sie widmen ein langes Kapitel jenen, die vertrieben worden sind und schildern sehr eindrücklich die Szene aus Flüchtlingen und politischen Widerstandskämpfern in Kuba. Mich erinnerte das ein wenig an Peter Weiss‘ &#8222;Ästhetik des Widerstands&#8220;. Welche Rolle spielt dieses Buch für Sie?</strong></p>
<p><em>Krechel:</em> In der Tat stand es häufig auf dem Bord neben meinem Laptop. Sehr viele historische Gestalten, die ich erst beim zweiten Lesen als historische Gestalten wahrgenommen habe, spielen in der &#8222;Ästhetik des Widerstands&#8220; eine Rolle. Fiktive Personen und Realien zu mischen, das sind Dinge, die mir große Freude machen. Sie geben der Figur, über die man schreibt und die natürlich auch Fiktion haben muss, einen anderen Hallraum. Sie geben ihr eine Sicherheit. Diese Art der Doppelbelichtung des zeithistorischen Materials mit Angereichertem, mit Möglichkeitsformen, das interessiert mich sehr. Und wenn Sie von der &#8222;Ästhetik des Widerstands&#8220; sprechen: Das große Eingangsbild, das Peter Weiss verwendet, hat mich ermutigt, die große Hollywood-Szene des Ankommens des Heimkehrers Odysseus-Kornitzer in Lindau und das Wiedersehen mit seiner Frau nach zehn Jahren an den Anfang zu stellen. Das Buch ist kompliziert geschnitten, es hätte auch in der Mitte auftauchen können. Aber genau das war mein Motiv: groß anzufangen, mit einem riesig entfalteten Bild.</p>
<p><strong>Sie sind jahrelang vor allem als Lyrikerin wahrgenommen worden – und die Leserschaft von Gedichten ist bekanntlich von geringer Zahl. Nun könnte mit dem Gewinn des Buchpreises eine ganz andere Öffentlichkeit entstehen. Wie gehen Sie damit um?</strong></p>
<p><em>Krechel: </em>Für mich als Lyrikerin, die ich ja weiterhin bin, hat es überhaupt keine Bedeutung. Ich merke, dass es sehr getrennte Öffentlichkeiten sind, dass die Lyrikleser intensivere Leser sind. Aber allein schon durch die Shortlist-Nominierung setzte ein gewisser Hype ein, und natürlich werden nun ganz andere Leserschichten angesprochen. Ich habe jedoch schon einen langen Schreibweg mit Höhen und Tiefen hinter mich gebracht. Für die jüngeren Autoren ist es wohl sehr viel komplizierter, plötzlich so viel Öffentlichkeit verkraften zu müssen.</p>
<p>Interview: Ulrich Rüdenauer</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://literaturkurier.net/deutscher-buchpreis-2012-an-ursula-krechel-landgericht-interview-mit-der-autorin/">Deutscher Buchpreis 2012 an Ursula Krechel: Landgericht.&lt;br&gt;Interview mit der Autorin</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://literaturkurier.net">Literaturkurier.net</a>.</p>
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