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	<title>Ingeborg Gollwitzer &#8211; Literaturkurier.net</title>
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	<description>Bücher - Meinungen - Rezensionen</description>
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		<title>Dietrich Bonhoeffer &#8211; Die Gedichte</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2020 20:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube und Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dass muss ich Ihnen einfach, ohne große Formalitäten, mal eben kurz zwischendurch mitteilen. Es freut mich so sehr, Ihnen heute ein ganz besonderes Buch ans Herz zu legen. Gotthard Fermor, der ja schon die Werke Rilkes in wunderschönen Geschenkbänden, begleitet &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/dietrich-bonhoeffer-die-gedichte/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-8709 alignleft" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2020/10/Dietrich-Bonhoeffer_Die-Gedichte.png-1-260x300.jpg" alt="" width="260" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2020/10/Dietrich-Bonhoeffer_Die-Gedichte.png-1-260x300.jpg 260w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2020/10/Dietrich-Bonhoeffer_Die-Gedichte.png-1.jpg 347w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" />Dass muss ich Ihnen einfach, ohne große Formalitäten, mal eben kurz zwischendurch mitteilen. Es freut mich so sehr, Ihnen heute ein ganz besonderes Buch ans Herz zu legen. Gotthard Fermor, der ja schon die Werke Rilkes in wunderschönen Geschenkbänden, begleitet von der Musik-CD Josef Marschalls herausgegeben hat, legt heute eine Schmuckausgabe der Gedichte von Dietrich Bonhoeffer vor.</p>
<p>Wenn Ihnen noch nicht bekannt ist, wie wunderschön die Gedichte Bonhoeffers sind, sollten Sie sich sogleich dieses ganz besondere Bändchen besorgen und auf den Nachttisch legen. Sie werden es immer mal wieder zur Hand nehmen, und Bonhoeffers ganz seltsame Tiefe und Gelassenheit wird auf Sie übergehen.</p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dietrich Bonhoeffer war ein lutherischer Theologe<strong>, </strong>profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. Deswegen wurde er inhaftiert und schließlich, kurz vor Kriegsschluss, im April 1945 in Flossenbürg, ganz hier in der Nähe, erhängt.</p>
<h4>Die 10 Gefängnisgedichte von Dietrich Bonhoeffer</h4>
<p><a href="https://www.randomhouse.de/buch/dietrich-bonhoeffer-die-gedichte/gotthard-fermor/guetersloher-verlagshaus/e576818.rhd">Dieser Band bringt alle 10 Gefängnisgedichte</a> Bonhoeffers völlig neu nahe und er verbindet seine Poesie mit der ganz eigenen, tiefgründigen Bildsprache in der Fotokunst von Klaus Diederich.</p>
<p>Auf der außerdem beigefügten CD gibt  Gotthard Fermors Rezitation den Gedichten dadurch einen neuen, bisher ungehörten Klang.</p>
<p>Vertieft wird das Hörerlebnis durch die Musik Josef Marschalls, der die Themen der von Bonhoeffer besonders geliebten und in seinen Gefängnisbriefen erwähnten Musikstücke aufnimmt und sie in unnachahmlicher Weise improvisiert. Auf diese Weise ist das Buch selbst ein richtiges, kleines Kunstwerk: Es vereint Wort, Bild und Musik zu einer wundervollen Gesamtheit.</p>
<p>Musik von <a href="https://www.randomhouse.de/Autor/Josef-Marschall/p553858.rhd">Josef Marschall</a>. Mit Fotos von <a href="https://www.randomhouse.de/Autor/Klaus-Diederich/p553863.rhd">Klaus Diederich</a></p>
<p>Hardcover, Pappband, 112 Seiten,</p>
<p>Mit Audio-CD, durchgehend 4-farbig illustriert</p>
<p>Hardcover NEU</p>
<p>€ 18,00 [D] inkl. MwSt.<br />
€ 18,50 [A] | CHF 25,90 * (* empf. VK-Preis)</p>
<p>ISBN: 978-3-579-03031-9</p>
<p>Erschienen am  28. September 2020</p>
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		<title>Edward Snowden, PERMANENT RECORD: Meine Geschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2020 12:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiographie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was man aus Ihren persönlichsten Daten, mit denen Sie im Internet äußerst freigiebig und blauäugig umgehen – alles anfangen kann? (Ich rede mal jetzt nicht von Geld. Tatsächlich geht e im Internet wie früher im &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/edward-snowden-meine-geschichte/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-8730 alignleft" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2020/09/Zwischenablage01-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2020/09/Zwischenablage01-209x300.jpg 209w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2020/09/Zwischenablage01.jpg 294w" sizes="(max-width: 209px) 100vw, 209px" />Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was man aus Ihren persönlichsten Daten, mit denen Sie im Internet äußerst freigiebig und blauäugig umgehen – alles anfangen kann? (Ich rede mal jetzt nicht von Geld. Tatsächlich geht e im Internet wie früher im Märchen zu. Im Märchen konnte nämlich jemand ab und zu aus Stroh Gold spinnen. Nein, ich rede jetzt von einer – noch dazu weltweiten und ungesetzlichen – Massenüberwachung und deren Aufdeckung, die natürlich auch ungesetzlich war. Wirklich ungesetzlich? Das Buch darüber, ein bewegender Lebensbericht eines daran Beteiligten. <u>„Edward Snowden, </u><em><u>PERMANENT RECORD</u></em><u> – Meine Geschichte“</u> (ist in Deutschland bereits 2013 bei S. Fischer erschienen (€ 22.&#8211;). Es kommt jetzt zu der allgemeinen Debatte um dieses Thema, gerade recht <u>als Taschenbuch (€12.00) und als Ebook (€ 14.90).</u></p>
<h5>Dies Buch ist eigentlich sogar eine Pflichtlektüre</h5>
<p>Damit man zu begreifen lernt, welche Gefahren weltweit, dank der immer umfassender greifenden Digitalisierung, auf die gesamte Menschheit geradezu hereinbrechen kann und wird – tatsächlich hat ganz deutlich ein neues Zeitalter damit begonnen! Und es geht dabei auch um Menschenrechte!</p>
<p>Und so beginnt dieses Buch: <em><strong>»Mein Name ist Edward Snowden. „Sie halten dieses Buch in Händen, weil ich etwas getan habe, das für einen Mann in meiner Position sehr gefährlich ist: Ich habe beschlossen, die Wahrheit zu sagen.«</strong></em></p>
<p>Derzeit ist die Diskussion rund um dieses Thema in vollem Gange: Edward Snowden riskierte alles, um das <strong><u>System der Weltweiten Massenüberwachung durch die US-Regierung</u></strong> aufzudecken.</p>
<p>Eigentlich ist er zunächst nur ein ehemaliger Agent, der als technische Fachkraft für die US-amerikanischen Geheimdienste CIA, NSA und DIA gearbeitet hat. Eigentlich war er nur ein unbescholtener, einfacher, noch sehr junger Bürger, in gutbürgerlicher und kirchenfreundlicher Familie aufgewachsen. Hier vor allem wird auch sein Gewissen geweckt, das sichere Gefühl, zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht zu unterscheiden.</p>
<h4>Datenspezialist und Geheimnisträger für NSA und CIA</h4>
<p>Mit diesen Grundkenntnissen deckt er auf, dass die US-Regierung heimlich das Ziel verfolgt, jeden Anruf, jede SMS und jede E-Mail zu überwachen. Was zunächst nur eine Ahnung war, bestätigt sich ihm mehr und mehr: Woran er – unter allerstrengster Geheimhaltung &#8211; mitwirkt, wäre ein nie dagewesenes System der Massenüberwachung, mit dem das Privatleben <u>jeder</u> <u>einzelnen</u> <u>Person</u> auf der ganzen Welt durchleuchtet werden kann. Ein junger Mann, der im Netz aufgewachsen ist, wird zum Spion, zum Whistleblower und schließlich <u>zum Gewissen des Internets</u>.</p>
<p>Bis Mai 2013 arbeitete er im Auftrag der NSA als Systemadministrator für das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton im Kunia Regional SIGINT Operations Center. Als ausgebildeter Systemingenieur hat er für CIA und NSA gearbeitet.</p>
<p>Und von da an  beginnt sein abenteuerliches, gefährliches Leben, das bis heute keine der Gefahren eingebüßt hat, die ihn bedrohten und bedrohen. Es liest sich wie ein Krimi. Nur leider ist dieser „Krimi“ ein <u>wahrer</u> Lebensbericht!</p>
<p>Er sorgt dafür, dass weltweit die Öffentlichkeit erfährt, was sich da im Hintergrund und unter höchster Geheimhaltung alles entwickelt. Was man in den USA daran als Geheimnisverrat bezeichnet und bezichtigt, schreckt die ganze Welt aus einem allzu vertrauensseligen Zusammenleben mit Internet, Facebook, Twitter und Kollegen auf!</p>
<p>Nicht ohne Grund erhält  er für seinen Dienst an der Öffentlichkeit  mehrere Preise, darunter den Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis) für die Gestaltung einer besseren Welt, den Whistleblower-Preis der Vereinigung deutscher Wissenschaftler, den Ridenhour Prize for Truth-Telling und die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte.</p>
<h4>In den USA wird Edward Snowden per Haftbefehl gesucht</h4>
<p>Man liest dies – auch hervorragend geschriebene &#8211; Buch durchgehend mit angehaltenem Atem.</p>
<p>Jetzt, als es gerade etwas stiller um diesen Buch geworden ist, muss dringend daran erinnert werden. <u>Ein Zeitzeuge hat es als Warnung geschrieben!</u> <u>LESEN SIE ES AUCH!  </u></p>
<p>Es geht um Menschenrechte  die jetzt im digitalen Zeitalter – neu durch- und gedacht präziser formuliert werden müssen.</p>
<p><em>(Darüber in Kürze mehr demnächst hier zu einem soeben erschienenen Buch, in dem dies präzise, sachkundig sehr aufregend dargestellt wird. )</em></p>
<p>Wenn Sie Anmerkungen oder Fragen haben – schreiben Sie mir einfach! Ich freue mich immer darüber.</p>
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		<title>»Die Menschheit hat den Verstand verloren&#8220;   Tagebücher 1939-1945  von Astrid Lindgren</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2015 16:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Lindgren]]></category>
		<category><![CDATA[Pippi Langstrumpf]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebücher]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebücher Astrid Lindgren]]></category>
		<category><![CDATA[Wichtigste Kinderbuchautorin 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Wir Kinder aus Bullerbü]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Astrid Lindgren hat unsere Kindheit und unser Gewissen geprägt Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert.Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Lange bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/die-menschheit-hat-den-verstand-verloren-tagebuecher-1939-1945-von-astrid-lindgren/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: 14pt;"><strong>Astrid Lindgren hat unsere Kindheit und unser Gewissen geprägt</strong> </span></h2>
<p><span style="font-size: 14pt;"><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Lindgren.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8567" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Lindgren-189x300.jpeg" alt="Lindgren" width="189" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Lindgren-189x300.jpeg 189w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Lindgren.jpeg 264w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a>Mit <strong>Pippi Langstrumpf</strong> und <strong>Wir Kinder aus Bullerbü</strong> hat sie unseren Blick auf die Welt verändert.Ihre Geschichten handeln von <strong>Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand.</strong></span></p>
<p><strong><span style="font-size: 14pt;">Lange bevor diese Bücher entstanden, schrieb </span><span style="font-size: 14pt;">sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel </span></strong><span style="font-size: 14pt;"><strong>des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg.</strong> </span></p>
<h3><strong><span style="font-size: 14pt;">In ihren Tagebüchern schildert </span></strong><span style="font-size: 14pt;"><strong>Astrid Lindgren</strong></span><strong><span style="font-size: 14pt;">,</span><span style="font-size: 14pt;">wie Europa von Faschismus, Rassismus und Gewalt vergiftet wird.</span></strong></h3>
<p><span style="font-size: 14pt;">Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die <strong>heute wieder von erschreckender Aktualität</strong> sind: Was ist <span style="text-decoration: underline;"><strong>gut</strong> </span>und was ist <span style="text-decoration: underline;"><strong>böse</strong></span>? Was tun, wenn <span style="text-decoration: underline;"><strong>Fremdenfeindlichkeit</strong> </span>und <span style="text-decoration: underline;"><strong>Rassismus</strong> </span>das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen?</span><span id="more-8564"></span></p>
<h2><span style="font-size: 14pt;"><strong> Astrid Lindgren ist die wichtigste Kinderbuchautorin des 20. Jahrhunderts.</strong> </span></h2>
<p><span style="font-size: 14pt;">Die meisten ihrer </span><span style="font-size: 14pt;">Bücher wie <strong>Pippi Langstrumpf,</strong> <strong>Michel aus Lönneberga, Karlsson vom Dach, Ronja Räuber-tochter und Die Brüder Löwenherz</strong> gelten als Klassiker, die bereits von mehreren Generationen von Kindern und Eltern gelesen wurden. Sie überwinden mühelos die Grenzen von Alter, Geschlecht, Herkunft und Politik. </span></p>
<h3><span style="font-size: 14pt;">Astrid Lindgrens Bücher wurden in über 96 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als 150 Millionen Mal verkauft. </span></h3>
<p><span style="font-size: 14pt;">Neben ihrer Tätigkeit als Autorin hat sie sich stets für Rechte von Kindern eingesetzt.</span></p>
<p><strong>Astrid Lindgren</strong><br />
»Die Menschheit hat den Verstand verloren<br />
Tagebücher 1939–1945« Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch und Gabriele Haefs<br />
512 Seiten € 24,00 (D) / € 24,70 (A) / sFr 33,90 ISBN: 978-3-550-08121-7 Erscheint am 25. September 2015</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Krimi-Bestenliste Die zehn besten Krimis im August 2015</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 16:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps Krimi August 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Von Krimispezialisten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://literaturkurier.net/?p=8497</guid>
		<description><![CDATA[<p>Zehn heiße, beste  Lesetipps Krimis im August 2015 An jedem ersten Donnerstag des Monats geben 21 Literaturkritiker und Krimispezialisten (aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) die Kriminalromane bekannt, die ihnen am besten gefallen haben. Die KrimiZeit-Bestenliste ist eine Kooperation der &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/krimi-bestenliste-die-zehn-besten-krimis-im-august-2015/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="articleheader">
<h2><span class="supertitle">Zehn heiße, beste  Lesetipps </span><span class="title">Krimis im August 2015</span></h2>
<dl>
<dd><span style="font-size: 14pt;">An jedem ersten Donnerstag des Monats geben 21 Literaturkritiker und Krimispezialisten (aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) die Kriminalromane bekannt, die ihnen am besten gefallen haben. Die KrimiZeit-Bestenliste ist eine Kooperation der ZEIT mit dem NordwestRadio, einem gemeinsamen Programm von Radio Bremen und dem NDR. Die Jury besteht aus 21 Spezialisten für Kriminalliteratur</span></dd>
</dl>
</div>
<p><span id="more-8497"></span></p>
<p><strong class="bigger-font-size">1</strong><strong>(1) Merle Kröger: Havarie</strong><br />
Ariadne bei Argument, 256 S., 15,– €</p>
<p>Mittelmeer, das Mare Nostrum. Eine Beinahe-Kollision: unten ohne Sprit das Schlauchboot der algerischen Flüchtlinge, oben auf der <em>Spirit of Europe</em> die Kreuzfahrtgäste, die das Spektakel knipsen. &#8222;Festung Europa&#8220; als Schurke, Wimmelbild der Migration, Roman der Stunde.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">2</strong><strong>(–) Newton Thornburg: Cutter und Bone</strong><br />
Aus dem Englischen von Susanna Mende; Polar, 368 S., 14,90 €</p>
<p>Santa Barbara, Kalifornien, Ende der Siebziger. Cutter wurde in Vietnam zum Krüppel, Bone schnorrt sich als Frauenbeglücker durch. Als Bone vermeintlich Zeuge eines Mordes wird, setzt Cutter alles auf die Erpressung des Täters. Psychodrama vom Untergang zweier Loser im Golden State – eine Klasse für sich.</p>
<div id="iqadtile4" class="block mr ad place_4"><strong class="bigger-font-size">3</strong><strong>(–) Friedrich Ani: Der namenlose Tag</strong></div>
<p>Suhrkamp, 302 S., 19,95 €</p>
<p>München. Friedrich Anis neuer Ermittler: Jakob Franck, pensionierter Kommissar. Vor 20 Jahren hielt er stundenlang eine Mutter im Arm, deren Tochter sich erhängt hatte. Jetzt soll er denjenigen suchen, der sie in den Tod getrieben hat. Und findet Menschen, die nicht &#8222;leben gehen&#8220; konnten.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">4</strong><strong>(5) Gary Victor: Soro</strong><br />
Aus dem Französischen von Peter Trier; litradukt, 144 S., 11,90 €</p>
<p>Port-au-Prince 2010. Haiti braucht einen Kerl wie Dieuswalwe Azémar. Als er die Frau seines einzigen Freundes und Chefs vögelt, stürzt das Hotel ein: Orgasmus plus Erdbeben. 200.000 Tote. Alles ist im Arsch, sogar Soro, der Schnaps der Ärmsten, ist verdorben. Höllentrip, Wutrausch, Victor!</p>
<div id="iq-artikelanker"> <strong class="bigger-font-size">5</strong><strong>(10) Antonin Varenne: Die sieben Leben des Arthur Bowman</strong></div>
<p>Aus dem Französischen von Anne Spielmann; C. Bertelsmann, 560 S., 22,99 €</p>
<p>Birma, England, Wilder Westen 1852–1864. Zehn Mann haben Folter und Gefangenschaft in Birma überlebt. Einer von ihnen ist der Mörder, der in der zivilisierten Welt Opfer mit zerschnittenen Rücken hinterlässt. Sergeant Bowman jagt ihn und ihr gemeinsames Trauma. Großes, interkontinentales Abenteuer.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">6</strong><strong>(3) Don Winslow: Das Kartell</strong><br />
Aus dem Englischen von Chris Hirte; Droemer, 832 S., 16,99 €</p>
<p>Mexiko 2005–2014. Der Drogenkrieg geht weiter, der Schauplatz verlagert sich. In <em>Tage der Toten</em> gab Art Keller den General Custer an der US-Grenze bei Tijuana. Jetzt, sein Intimfeind Adán Barrera ist aus dem Knast zurück, schmiert Keller die Mordmaschinen in Mexiko. Zum fruchtlos bitteren Ende.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">7</strong><strong>(8) Wu Ming: 54</strong><br />
Aus dem Italienischen von Klaus-Peter Arnold; Assoziation A, 526 S., 24,80 €</p>
<p>1954, Italien, Hollywood, Jugoslawien. Das Autorenkollektiv Wu Ming schreibt Geschichte um: von unten, von oben, folgt der Traumschiene Rebellion. Aus einer Proletarierkneipe in Bologna, mithilfe Cary Grants und Lucky Lucianos. Ein Kriminal- Spionage-Gangstermärchen gegen die Tristesse des Kalten Kriegs.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">8</strong><strong>(6) Carol O’Connell: Kreidemädchen </strong><br />
Aus dem Englischen von Judith Schwaab; btb, 541 S., 9,99 €</p>
<p>Manhattan. Aus dem finstersten Winkel des Central Park taucht ein Elfenkind auf. Blut ist von den Bäumen getropft. Ein Fall für Kathy Mallory, die soziopathische Superpolizistin. Nur die irregulären Außenseiter haben eine Chance gegen die herrschende Blase. O’Connell: eine der besten Kriminalschriftstellerinnen der Welt.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">9</strong><strong>(–) Petros Markaris: Zurück auf Start</strong><br />
Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger; Diogenes, 368 S., 24,– €</p>
<p>Athen. Krise ohne Ende. Kommissar Charitos’ Tochter von den Faschisten der Goldenen Morgenröte zusammengeschlagen. Deutsch-griechischer Windparkunternehmer begeht Selbstmord. &#8222;Griechen der fünfziger Jahre&#8220; bringen Linke wie Rechte um. Band vier der Krisen-Serie: tapfer, kaum ein Hoffnungshauch.</p>
<p><strong class="bigger-font-size">10</strong><strong>(–) Dror Mishani: Die Möglichkeit eines Verbrechens</strong><br />
Aus dem Hebräischen von Markus Lemke; Zsolnay, 336 S., 19,90 €</p>
<p>Cholon, Tel Aviv. Zwei Misstrauensmänner: Kommissar Avi Avraham will alte Fehler vermeiden, Chaim Sara trotzt, lügt, manipuliert sogar die eigenen Kinder. Eine Bombenattrappe, eine zusammengeschlagene Kindergärtnerin – Avraham ahnt Zusammenhänge. Eindringlich, diese Stimme aus Israel.</p>
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		<title>Die SWR Bestenliste September 2015</title>
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		<comments>https://literaturkurier.net/die-swr-bestenliste-september-2015/#respond</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 15:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[SWR-Bestenliste]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://literaturkurier.net/?p=8514</guid>
		<description><![CDATA[<p>26 Literaturkritiker und –kritikerinnen nennen Monat für Monat, in völlig freier Auswahl jeweils vier Buch-Novitäten und bewerten jedes nach Punkten: 15,10,6,3 . Und das ist das Ergebnis für September 2015, wobei eine eventuelle vorherige Platzierung in Klammern aufgeführt ist : &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/die-swr-bestenliste-september-2015/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>26 Literaturkritiker und –kritikerinnen nennen Monat für Monat, in völlig freier Auswahl jeweils vier Buch-Novitäten und bewerten jedes nach Punkten: 15,10,6,3 . Und das ist das Ergebnis für September 2015, wobei eine eventuelle vorherige Platzierung in Klammern aufgeführt ist :<span id="more-8514"></span></p>
<table border="0" summary="September" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><strong><em>1.</em></strong>(-)</td>
<td valign="top"><strong>ULRICH PELTZER: Das bessere Leben</strong>Roman. S. Fischer Verlag, 448 Seiten, € 22,99***</td>
<td valign="top">133</p>
<p>Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">&#8222;Ulrich Peltzer ist im arbeitsteiligen Betrieb der deutschen Gegenwartsliteratur der Fachmann für politisch informierte Zeitdiagnose. Sein neuer Roman ‚Das bessere Leben‘ nimmt sich nun das globalisierte Wirtschaftsleben aus westlicher Sicht vor.&#8220; (Gustav Seibt)</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><strong>2.</strong></td>
<td valign="top"><strong><em>RALF ROTHMANN: Im Frühling sterben</em></strong></td>
<td valign="top">60</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(3.)</td>
<td valign="top">Roman. Suhrkamp Verlag, 234 Seiten, € 19,95**</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">&#8222;Man liest Ralf Rothmanns neuen Roman über eine Freundschaft, die vom Bösen überrollt wird, unter Hochspannung und voller Bewunderung für die Nähe zu den Protagonisten. ‚Im Frühling sterben‘ ist fraglos eine der wichtigen, aufregenden Neuerscheinungen der Saison und zugleich eine moralische Herausforderung. Mit Fug und Recht kann man sagen: Mit ‚Im Frühling sterben‘ ist die Nach-Grass-Ära kraftvoll eingeläutet worden, gerade weil der Vatermord, symbolisch gesprochen, nicht stattfindet.&#8220; (Ina Hartwig)</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><strong><em>3. </em></strong></td>
<td valign="top"><strong>LILY KING: Euphoria</strong></td>
<td valign="top">51</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top">Roman. Aus dem Englischen von Sabine Roth.C.H. Beck Verlag, 262 Seiten, € 19,95**</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">Eine Reise in eine der abgelegensten Regionen der Erde, an den Fluss Sepik nach Papua-Neuguinea. Drei Forscher im Siedlungsgebiet fast unbekannter Völker – und eine Dreiecksgeschichte, eine Reise zu den Grenzen dessen, was Menschen von Menschen verstehen können. Es gibt Themen, die kann nur ein Roman wiedergeben.</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><strong><em>4.-6.</em></strong></td>
<td valign="top"><strong><em>ANGELA STEIDELE: Rosenstengel</em></strong></td>
<td valign="top">25</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top">Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwig II.Verlag Matthes &amp; Seitz Berlin, 400 Seiten, € 24,90 **</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Rosenstengel lebt als Mann verkleidet mit einer Frau zusammen. Als ihr falsches Spiel auffliegt, wird sensationsträchtig eine lederne Penisattrappe im Gerichtssaal präsentiert – 1721 wird Catharina Linck deshalb hingerichtet. Dieser Skandal wäre wohl auch heute einer. Und so ist das Buch Teil der Diskussion darüber, ob die Begriffe &#8222;Mann&#8220; und &#8222;Frau&#8220; wirklich jedem Menschen eindeutig zugeordnet werden können.</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"><strong><em>ALAIN CLAUDE SULZER: Postskriptum</em></strong></td>
<td valign="top">25</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top">Roman. Verlag Galiani Berlin, 256 Seiten, € 19,99 **</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">Nietzsche war hier und Theodor W. Adorno, Hesse und Thomas Mann, Otto Klemperer und David Bowie. Sils-Maria ist ein Mythos – auch für Alain Claude Sulzer. Er erzählt in seinem neuen Roman von einem Schauspielstar, der von den Nazis aus Europa vertrieben wird. Die Nazis nehmen ihm die Karriere, das Vermögen und den Geliebten.</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"><strong>FRANK WITZEL:</strong><br />
<strong>Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen</strong><br />
<strong>manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969</strong></td>
<td valign="top">25</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(4.)</td>
<td valign="top">Roman. Verlag Matthes &amp; Seitz Berlin, 817 Seiten, € 29,90**</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">Kann man in Wiesbaden-Biebrich die RAF gründen? Und eignet sich der Spielzeugladen von Frau Maurer wirklich als Ziel im bewaffneten Kampf? Frank Witzel beschreibt auf gut 800 Seiten die Pop-Sozialisation der frühen 70er Jahre. &#8222;Hier werden sämtliche Bewusstseinsfasern der Siebzigerjahre unter die Lupe genommen, zerlegt und neu zusammengesetzt. … Dies ist keine Saisonware. Dies ist ein Roman mit Langzeitwirkung.&#8220; (Helmut Böttiger)</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><strong><em>7.- 8.</em></strong></td>
<td valign="top"><strong>JEAN PRÉVOST: Das Salz in der Wunde</strong></td>
<td valign="top">21</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top">Roman. Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky.Manesse Verlag, 288 Seiten, € 24,95*</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">&#8222;Die Menschenkenntnis dieses Autors, die psychologische Gestaltung seines durch und durch ambivalenten Helden, der sich selbst nicht respektiert, und, vor allem, die bedrückende, dann in unerwartetes Glück umschlagende Liebesgeschichte zwischen Crouzon und Anne-Marie; ein seltsames Glück vor dem Hintergrund der niederdrückenden Geistlosigkeit der Provinz, das hat schon was.&#8220; (Ina Hartwig)</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"><strong>ALBRECHT SCHÖNE: Der Briefschreiber Goethe</strong></td>
<td valign="top">21</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top">C.H. Beck Verlag, 539 Seiten, € 29,95***</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">&#8222;Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann&#8220;, meinte Goethe. 20.000 dieser selbst errichteten Denkmäler Goethes sind überliefert. Der Literaturwissenschaftler Albrecht Schöne deutet einige von ihnen und setzt damit Goethe, seiner Zeit und der langsam aussterbenden Kulturtechnik des Briefeschreibens gleichsam ein neues Denkmal.</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><strong>9.</strong></td>
<td valign="top"><strong>HARPER LEE: Gehe hin, stelle einen Wächter</strong></td>
<td valign="top">18</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top"><em>Roman. Aus dem Englischen von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel.</em>Deutsche Verlags-Anstalt, 318 Seiten, € 19,99*</td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">&#8222;Auf den ersten Blick haben ‚Wer die Nachtigall stört‘ und ‚Gehe hin, stelle einen Wächter‘ viel gemeinsam: den Schauplatz des Städtchens Maycomb in Alabama, weite Teile des Personals und die kraftvoll anschauliche, mit warmem Witz wie von Sonne durchglühte Sprache Harper Lees. Und doch sind die beiden Bücher so verschieden wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.&#8220; (Felicitas von Lovenberg)</td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
<td valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><strong>10.</strong></td>
<td valign="top"><strong>JAN KONEFFKE: Ein Sonntagskind</strong></td>
<td valign="top">16</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">(-)</td>
<td valign="top"><em>Roman. Verlag Galiani Berlin, 592 Seiten, € 24,99**</em></td>
<td valign="top">Punkte</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">Mit dem Taugenichts-Roman &#8222;Die sieben Leben des Felix Kannmacher&#8220; hatte Jan Koneffke einen großen Erfolg – jetzt kommt die Geschichte des Neffen: Konrad Alfred, ein Sonntagskind. Glück kann man in den Gefechten des Zweiten Weltkriegs wirklich gut gebrauchen.</td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 10pt;">*** (vermutlich) schwierigere Lektüre</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">** (vermutlich) mittelschwere Lektüre</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">* (vermutlich) leichtere Lektüre<strong> </strong></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Theodor Storm fährt nach Würzburg und erreicht seinen Sohn nicht, obwohl er mit ihm spricht Biographischer Roman von Ingrid Bachér</title>
		<link>https://literaturkurier.net/theodor-storm-faehrt-nach-wuerzburg-und-erreicht-seinen-sohn-nicht-obwohl-er-mit-ihm-spricht-biographischer-roman-von-ingrid-bacher/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2015 16:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://literaturkurier.net/?p=8483</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ergreifender Bericht: Die Autorin, Urenkelin des Dichters Theodor Storm, über den Vater-Sohn-Konflikt mit seinem Sohn Hans Woldsen Storm Bereits, als die Autorin zweiundfünfig Jahre alt war, hat sie sich (1982) zum ersten Mal mit dem Vater-Sohn-Konflikt ihres Urgroßvaters Theodor Storm &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/theodor-storm-faehrt-nach-wuerzburg-und-erreicht-seinen-sohn-nicht-obwohl-er-mit-ihm-spricht-biographischer-roman-von-ingrid-bacher/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-large;">Ergreifender Bericht: Die Autorin, Urenkelin des Dichters Theodor Storm, über den Vater-Sohn-Konflikt mit seinem Sohn Hans Woldsen Storm</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Storm.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8484" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Storm-179x300.jpg" alt="Storm" width="179" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Storm-179x300.jpg 179w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/09/Storm.jpg 287w" sizes="(max-width: 179px) 100vw, 179px" /></a></span><span style="font-size: medium;"><strong>Bereits, als die Autorin zweiundfünfig Jahre alt war, hat sie sich (1982) zum ersten Mal mit dem Vater-Sohn-Konflikt ihres <u>Urgroßvaters Theodor Storm</u> und dessen Sohn Woldsen auseinandergesetzt</strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Jetzt ist sie dreiundachtzig und unternimmt diese abenteuerliche Reise in die Vergangenheit erneut</strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wie geprägt ist jemand von der Geschichte seiner Familie, seines Landes, wie versuchen Geschichte und Familie ihn zu formen und entzieht man sich selbst diesen mächtigen Einflüssen, indem man sich – wie  hier der Sohn &#8211; auf die Suche nach <em><u>Wahl</u></em>verwandten begibt? </strong></span></p>
<p><span id="more-8483"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Generationskonflikte sind  &#8211; bei aller prinzipiellen Ähnlichkeit – auch jeweils zeittypisch</strong>. Für Ingrid Bachér ist dieser insofern  besonders relevant, da es dabei nicht nur um ihre Vorfahren geht, sondern er auch literaturhistorisch von besonderer Bedeutung ist:</p>
<p><strong>Zugrunde liegt eine besondere Episode in ihrer Familiengeschichte:</strong><br />
Es geht um die  Beziehung von Hans Woldsen Storm und seinem Vater, Theodor Storm, dem Urgroßvater der Autorin <span style="font-family: David; font-size: small;">. [<b>Hans Theodor Woldsen Storm</b> (* </span><span style="font-family: David; font-size: small;">14. September</span> <span style="font-family: David; font-size: small;">1817</span><span style="font-family: David; font-size: small;"> in </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Husum</span><span style="font-family: David; font-size: small;">; † </span><span style="font-family: David; font-size: small;">4. Juli</span> <span style="font-family: David; font-size: small;">1888</span><span style="font-family: David; font-size: small;"> in </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Hanerau-Hademarschen</span><span style="font-family: David; font-size: small;">) war ein berühmter deutscher </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Schriftsteller</span><span style="font-family: David; font-size: small;">, der als </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Lyriker</span><span style="font-family: David; font-size: small;"> und als Autor von </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Novellen</span><span style="font-family: David; font-size: small;"> und </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Prosa</span><span style="font-family: David; font-size: small;"> des </span><span style="font-family: David; font-size: small;">deutschen Realismus</span><span style="font-family: David; font-size: small;"> mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Im bürgerlichen Beruf war Storm </span><span style="font-family: David; font-size: small;">Jurist</span><span style="font-family: David; font-size: small;">]</span></p>
<p><strong>Es ist das Jahr 1877.  Im Februar</strong> kommt Theodor Storm nach Würzburg, um durch seine Anwesenheit den Sohn zu <em><u>zwingen</u></em>, das Medizinstudium endlich zu Ende zu bringen.</p>
<p><strong>Die Autorin schildert einen dramatischen Prozess, der sich in den zwei Wochen, während der Theodor Sterom in Würzburg ist, abläuft:</strong> Vater und Sohn sind die Protagonisten nicht nur <u>verschiedener Generationen</u>, sondern sie sind auch <em>Menschen</em> ganz unterschiedlichen Charakters und Temperaments, hineingeboren in je unterschiedliche Epochen.</p>
<p><strong><u>Und so ist ein wesentlicher, weiterer  &#8222;Mitspieler&#8220; dieses Romans das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts, das die Nachgeborenen oft bis in <em>unsere</em> Zeit, mitgeprägt hat.</u></strong></p>
<p><strong>Vater Theodor Storm ist nicht nur der Gegenspieler seines Sohnes</strong>, sondern auch die gesellschaftliche Omnipotenz: <strong>Der Vater als Patriarch der Familie und zugleich Repräsentant des Öffentlichen.</strong> Er hat &#8222;seinem guten Jungen&#8220; die Angst vorm Versagen beigebracht, ohne es selbst erkennen zu können.</p>
<p><strong>Der Vater</strong> muss die Autorität verkörpern, weil er an keine höhere mehr glaubt, so sieht es der Sohn. <strong><u>Beide &#8222;können sich nicht nähern und nicht entkommen &#8222;.</u></strong></p>
<p><strong>Der Sohn</strong> schätzt die Nähe der Armen und Trinker in den Würzburger Kneipen mehr als die Gesellschaft der Salons, und er liebt &#8211; nicht standesgemäß &#8211; die Tochter eines Streckenarbeiters. Woldsen will frei sein vom angeblich sichersten Halt: der Familie, und von der vom Vater in Aussicht gestellten <strong>bürgerlichen</strong> Existenz.</p>
<p>Woldsen sieht die sich anbahnenden neuen Veränderungen, die die Zeit mitbringt; er erkennt die <em>&#8222;Mechanik</em>, welche nur nach Profit und Verlust werten kann&#8220;.</p>
<p>Virtuos und kenntnisreich (auf authentisches Material zurückgreifend) erzählt Ingrid Bachér den Vater-Sohn-Konflikt als <em>Epochenkonflikt</em>, und wie Woldsen, obwohl durch den Zwang des Vaters fast in eine tragische Katastrophe getrieben, sich auf dem Weg zu sich selbst befindet, nicht flüchtet, sondern auf seine Weise standhält</p>
<p><strong>Von besonderer Brisanz ist folgendes Kapitel: Es ist der Tag, an dem der Sohn seine entscheidende Prüfung abzulegen</strong> und der Vater den Sohn zuvor, wie erwartet, eben <em>nicht</em> angetroffen hat. Niemand weiß, was der Sohn an diesem Tag getan oder eben nicht getan hat; auch nicht, wo er jetzt ist.</p>
<p>Woldsen seinerseits trifft indessen nach abgelegter Prüfung auf Hansen, einen seiner Kommilitonen : <em>“[D]Er erinnerte sich nur an zwei frühere  Spaziergange sehr früh am Morgen, noch in Gesellschaft von anderen, und an ein langes Gespräch, draußen in einer der Heckenwirtschaften. <strong>Woldsen hatte ihm plötzlich beredt auseinandergesetzt, was er von Kiriloff hielt und von dessen fanatischer Begeisterung für einen neuen Menschen… und wie wie er selber, wenn auch mit anderen Empfindungen, diese Entwicklung erwarte. …”</strong></em></p>
<p>Damit ergänzt Ingrid Bachér  einen besonderen Charakterzug Woldsens, denn damit weist sie auf Dostjoewskis Roman, die &#8222;<em><u>Dämonen</u></em>&#8220; hin, der Woldsen offensichtlich gerade stark beschäftigt hatte.  Insbesondere hatte er sich mit dem düsteren Ingenieur <em>Kiriloff identifiziert</em>, der mit einem großartigen Satz den Roman betritt: <span style="font-family: David; font-size: small;">&#8222;Ich habe vier Jahre lang wenig Menschen gesehn. Vier Jahre habe ich wenige gesprochen und mich bemüht, mit keinem Menschen zusammenzukommen, wegen meiner Ziele, die weiter niemanden angehen …” <span style="font-family: Arial; font-size: large;"><strong>Am Ende der Dämonen bringt sich <em>Kiriloff</em> aus philosophischen Gründen um &#8211; &#8222;ohne alle Ursache und nur um der Eigenmächtigkeit&#8220;.…</strong></span> </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Aber auch Vater Storm, der, mit seinen Freunden zusammen, auf die Rückkehr des Sohnes und dessen Bericht wartet, fühlt düstere Ahnungen in sich aufsteigen</strong>, wie überhaupt alle Personen in dieser Geschichte von seltsamen Erwartungen und Plänen  erfüllt sind. Diese jeweils  so verschiedene, explosive Spannung, die über allem liegt, wird von Ingrid Bachér meisterhaft geschildert. </span></p>
<p><span style="font-size: large;">Jedoch scheint sich all das aufzulösen, als man klarere Auskünfte über den Sohn erhält – und Vater Storm sich abrupt, d.h. unverzüglich auf die Heimreise begibt.</span></p>
<p><span style="font-size: large;">Zuvor war er sich darüber klar geworden, <em>“was ihm verlorenginge, wenn Hans sich ein Leid angetan hätte, wie er es nannte (…) Da berichtete er, sich und ihr [Wally] zum Trost, Geschichten aus der Zeit, da Hans klein gewesen war. Dabei konnte er in den Vergangenheitsform sprechen, ohne zugleich darauf hinzuweisen, dass es keine Gegenwart mehr geben werde. So wie ihm das aufgefallen war, als Semper zum Abschied gesagt hatte: Woldsen [der Sohn] war anders. Damit war etwas Abgeschlossenes gesagt und Woldsen für tot erklärt worden.<br />
<strong>(…) es war eine Gier nach Unglück in dem alten Mann,  eine Gier nach Schicksal, das in seinem vollen Gewicht erst deutlich im Tragischen wurde und im höchsten Effekt die Trennung von Wirklichkeit und Wahn aufzuheben vermochte. (…).”</strong></em></span></p>
<p>D<span style="font-size: large;">er Sohn<em>, </em>das wird noch erwähnt, wurde erst Arzt in einer Praxis und dann Schiffsarzt. Er starb, erst neununddreißig, an der Schwindsucht. </span></p>
<p><em><span style="font-size: large;">Wenn sich das von ihm Hinterlassene noch finden ließe, gäbe dies – da bin ich mir sicher – nochmals eine sehr eindrückliche Geschichte, die man aber auch so für sich weiterdenken könnte.</span></em></p>
<p>Doch  Briefe und Gedichte aus dem Nachlass Hans Woldsen Storms sind nicht erhalten geblieben. Die Freunde aber errichteten ihm einen <strong>Grabstein mit der Inschrift <u>&#8222;Dem Freund der Armen&#8220;.</u></strong></p>
<p><em><span style="font-size: large;">Der Vater, Theodor Storm, starb 18 Monate später. Zum Gedenken schrieb er:</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: large;"><strong>AUCH VON DEN TOTEN BLEIBT AUF ERDEN NOCH EIN SCHEIN ZURÜCK UND DIE NACHGELASSENEN SOLLEN NICHT VERGESSEN, DASS SIE IN SEINEM LICHTE STEHEN. “</strong></span></em></p>
<p>Die Autorin:<br />
Ingrid Bachér, geboren 1930 in Rostock, aufgewachsen in Berlin, lebt in Düsseldorf und Italien, arbeitete als Journalistin und für den Rundfunk, schrieb Hörspiele und Fernsehspiele, Erzählungen und Romane. 1958 veröffentlichte sie ihr erstes Buch, gehörte seitdem zur Gruppe 47, wurde später Mitglied des westdeutschen PEN-Zentrums und in den Jahren 1995/96 dessen Präsidentin. Zur Zeit Vorsitzende der Heinrich-Heine-Gesellschaft.</p>
<p>Theodor Storm fährt nach Würzburg und erreicht seinen Sohn nicht, obwohl er mit ihm spricht<br />
von <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D13042014%2D165202335%2D004636&amp;intid=CPC2ZC0&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;AT=Bach%E9r%2C%20Ingrid&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Bachér, Ingrid</a>;<br />
Gebunden Roman. 160 S. 210 mm 312g , in deutscher Sprache.<br />
2013   <a href="http://www.buchkatalog.de/gtw-bin/gtwxml.cgi?opacdb=XMLKOD&amp;uid=KNO%2D13042014%2D165202335%2D004636&amp;intid=CPC2ZC0&amp;ldbname=KNO&amp;a_search=xxx&amp;PU=Dittrich%2C%20Berlin&amp;shorthtm=shortcfg&amp;cfflevel=0&amp;cffcluster=dbindex&amp;resultname=ASSIGN">Dittrich, Berlin</a><br />
ISBN 3-943941-20-5<br />
ISBN 978-3-943941-20-   17.80 EUR</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://literaturkurier.net/theodor-storm-faehrt-nach-wuerzburg-und-erreicht-seinen-sohn-nicht-obwohl-er-mit-ihm-spricht-biographischer-roman-von-ingrid-bacher/">Theodor Storm fährt nach Würzburg und erreicht seinen Sohn nicht, obwohl er mit ihm spricht Biographischer Roman von Ingrid Bachér</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://literaturkurier.net">Literaturkurier.net</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gehe hin, stelle einen Wächter von Harper Lee</title>
		<link>https://literaturkurier.net/gehe-hin-stelle-einen-waechter-von-harper-lee/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2015 16:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Genaugenommen erzählt auch ihr neuer Roman : Gehe hin, stelle einen Wächter, Geschichten aus ihrem eigenen Leben:  Harper Lee ist das jüngste von vier Kindern von Amasa Coleman Lee, einem Rechtsanwalt und Staats-Senator von Alabama der Demokratischen Partei und Frances &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/gehe-hin-stelle-einen-waechter-von-harper-lee/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Harper-Lee-Gehe-hin-stelle-einen-waechter.jpg"><img class="buchcover alignleft wp-image-8407 size-medium" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Harper-Lee-Gehe-hin-stelle-einen-waechter-187x300.jpg" alt="Harper-Lee-Gehe-hin-stelle-einen-waechter" width="187" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Harper-Lee-Gehe-hin-stelle-einen-waechter-187x300.jpg 187w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Harper-Lee-Gehe-hin-stelle-einen-waechter.jpg 262w" sizes="(max-width: 187px) 100vw, 187px" /></a><strong>Genaugenommen erzählt auch ihr neuer Roman : Gehe hin, stelle einen Wächter, Geschichten aus ihrem eigenen Leben:</strong>  Harper Lee ist das jüngste von vier Kindern von Amasa Coleman Lee, einem Rechtsanwalt und Staats-Senator von Alabama der Demokratischen Partei und Frances Cunningham. Sie beschreibt die bewegten 50er Jahre in Amerika.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Bereits als Kind war sie dem Schreiben zugeneigt</strong> – ihr Vater war neben der rechtsanwaltlichen und politischen Tätigkeit auch Verleger einer Lokalzeitung gewesen und schon in der frühen Kindheit hatte sie den 19 Monate älteren </span><strong><span style="font-size: large;">Truman Capote</span></strong><span style="font-size: large;"> kennengelernt, mit dem sie in den Jahren 1930 bis 1932 die Sommerferien in Monroeville verbracht hatte. Dennoch entschied sich Lee für ein Studium der </span><span style="font-size: large;">Rechtswissenschaften</span><span style="font-size: large;">. Das Vorbild des Vaters und der deutlich älteren Schwester Alice, die ab 1943 ebenfalls in der väterlichen Kanzlei praktizierte, hatten sie dazu bewegt.</span><span id="more-8400"></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Ihr erster Roman “Wer die Nachtigall stört” bestand zunächst aus einzelnen Storys ihrer vertrauten Umgebung</strong>. Um dieser veröffentlichen zu können, brauchte sie ein starkes Hauptthema. Vorbild für dieses Hauptthema wurde ein Gerichtsfall aus dem Jahre 1933 über die Vergewaltigung einer Weißen durch einen Schwarzen. Immer wieder hat sie an  den bereits vorhandenen Texten gefeilt und geformt, und sie, wie ein großes Zeitgemälde, immer wieder neu und plastischer  gestaltet. Ein literarisches Zeitdokument.<br />
</span></p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Lees Roman  erschien 1960 und erhielt im darauf folgenden Jahr den </span><span style="font-size: large;">Pulitzer-Preis</span></strong><span style="font-size: large;"><strong>.</strong> </span><span style="font-size: large;"><strong>Der Roman wurde mittlerweile in über 40 Sprachen übersetzt und erreichte eine weltweite Auflage von über 40 Millionen Exemplaren. </strong>Bereits 1962 wurde er von <span style="font-size: large;">Robert Mulligan</span><span style="font-size: large;"> mit </span><span style="font-size: large;">Gregory Peck</span><span style="font-size: large;"> in der Rolle des Atticus Finch verfilmt, der für seine Rolle als Atticus Finch den Oskar erhielt.</span> </span></p>
<p><span style="font-size: large;">Zumindest aus meiner Generation haben alle das Buch gelesen – das weltweit ein Megaseller wurde;  auch jetzt wird es neue Lesergenerationen erobern.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Denn: es gab einen  sensationellen Manuskriptfund &#8211; und ist das literarische Ereignis im Sommer 2015</strong><br />
Harper Lee hat bisher nur den einen Roman veröffentlicht, doch dieser hat der US-amerikanischen Schriftstellerin Weltruhm eingebracht:  Mit <strong>&#8222;Gehe hin, stelle einen Wächter</strong>&#8220; &#8211; zeitlich vor &#8222;Wer die Nachtigall stört&#8220; entstanden &#8211; erscheint nun das Erstlingswerk. <strong>Das Manuskript wurde nie veröffentlicht und galt als verschollen &#8211; bis es eine Freundin der inzwischen 89-jährigen Autorin im September 2014 fand.</strong><br />
<strong>In &#8222;Gehe hin, stelle einen Wächter&#8220; treffen wir die geliebten Charaktere aus &#8222;Wer die Nachtigall stört&#8220; wieder, 20 Jahre später:</strong> Eine inzwischen erwachsene Jean Louise Finch, &#8222;Scout&#8220;, kehrt zurück nach Maycomb und sieht sich in der kleinen Stadt in Alabama, die sie so geprägt hat, mit gesellschaftspolitischen Problemen konfrontiert, die nicht zuletzt auch ihr Verhältnis zu ihrem Vater Atticus infrage stellen.<br />
</span></p>
<p><span class="text"><span class="TextSchwarz"><span class="hilight2">Harper</span> <span class="hilight2">Lee</span>, geb. 1926 in Monroeville/Alabama, studierte ab 1945 Jura an der Universität in Alabama, ging aber vor dem Abschluss nach New York und arbeitete bei einer internationalen Luftverkehrsgesellschaft. Dies ist ihr erst jetzt aufgefundeneer zweiterf Roman. </span></span></p>
<p>Gehe hin, stelle einen Wächter<br />
von Lee, Harper;<br />
Gebunden<br />
Roman. Übersetzung: Wasel, Ulrike; Timmermann, Klaus .   Originaltitel: Go Set A Watchman 2015   DVA<br />
ISBN 3-421-04719-7   19.99 EUR</p>
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		<title>Schauen Sie mal böse &#8211; Geschichten aus meinem Schauspielerleben &#8211; von Mario Adorf</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2015 15:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiographie]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Jahrhundertschauspieler wird  &#8212; &#8211; 85! Auf dieses ganz und gar wundervolle Buch muss ich Sie, sozusagen ‘vorab’,  hinweisen. Sie sollen auch nicht einen Tag zu lange darauf warten müssen, es selbst lesen zu können. Denn Sie werden beim Lesen &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/schauen-sie-mal-boese-geschichten-aus-meinem-schauspielerleben-von-mario-adorf/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: x-large;">Ein Jahrhundertschauspieler wird  &#8212; &#8211; 85!</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: large;"><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Mario-Adorf-schauen-sie-mal-boese.jpg"><img class="buchcover alignleft wp-image-8417 size-medium" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Mario-Adorf-schauen-sie-mal-boese-184x300.jpg" alt="Mario-Adorf-schauen-sie-mal-boese" width="184" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Mario-Adorf-schauen-sie-mal-boese-184x300.jpg 184w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Mario-Adorf-schauen-sie-mal-boese.jpg 257w" sizes="(max-width: 184px) 100vw, 184px" /></a>Auf dieses</span> </strong><span style="font-size: large;"><strong>ganz und gar wundervolle Buch muss ich Sie, sozusagen ‘vorab’,  hinweisen. Sie sollen auch nicht einen Tag zu lange darauf warten müssen, es selbst lesen zu können</strong>. Denn Sie werden beim Lesen überreich beschenkt: </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Mario Adorfs Erinnerungen an sein</strong> <strong>großes und erfülltes Schauspielerleben, das am 8. September 1930 begann (und das erstmal gar nicht besonders vielversprechend</strong>, woran ich hier einmal erinnern möchte, weil viele es nicht mehr wissen:)</span></p>
<p><span style="font-size: large;">Mario Adorf ist das nichteheliche Kind (was zu seiner Zeit noch ein schwerer Makel war!) der aus der </span><span style="font-size: large;">Eifel</span><span style="font-size: large;"> stammenden deutschen Röntgenassistentin Alice Adorf und eines verheirateten Italieners, des </span><span style="font-size: large;">kalabrischen</span><span style="font-size: large;"> Chirurgen Dr. Matteo Menniti. </span><span style="font-size: large;">Er wuchs bei seiner Mutter in </span><span style="font-size: large;">Mayen</span><span style="font-size: large;"> in der Eifel auf.<br />
</span></p>
<div id="extendedEntryBreak" contenteditable="false"></div>
<p><span style="font-size: large;"> </span><strong><span style="font-size: large;">Wie ungewöhnlich wissensdurstig er schon als noch ganz junger Mann war, lässt sich daran ablesen, was er ab 1950 alles studierte</span><span style="font-size: large;">: </span><span style="font-size: large;">Philosophie</span><span style="font-size: large;">, </span><span style="font-size: large;">Psychologie</span><span style="font-size: large;">, </span><span style="font-size: large;">Kriminologie</span><span style="font-size: large;">, </span><span style="font-size: large;">Literatur</span><span style="font-size: large;">, </span><span style="font-size: large;">Musikgeschichte</span><span style="font-size: large;"> und </span><span style="font-size: large;">Theaterwissenschaften</span><span style="font-size: large;">.</span> </strong><span style="font-size: large;"><strong>Nebenher betätigte er sich in einer Studentenboxstaffel sowie an der Studentenbühne.</strong></span><span id="more-8414"></span></p>
<p><strong><span style="font-size: large;">1953 ging er zur Fortsetzung seines Studiums nach </span><span style="font-size: large;">Zürich</span><span style="font-size: large;"> und arbeitete dort als </span><span style="font-size: large;">Statist</span><span style="font-size: large;"> und </span><span style="font-size: large;">Regieassistent</span><span style="font-size: large;"> am </span><span style="font-size: large;">Schauspielhaus Zürich</span></strong><span style="font-size: large;"><strong>. Kurz darauf brach er sein Studium ab …</strong> </span></p>
<p><strong><span style="font-size: large;"><u>Nun war sein Leben auf die richtigen Geleise gekommen:</u> Es folgte eine Schauspielausbildung an der berühmten </span><span style="font-size: large;">Otto-Falckenberg-Schule</span><span style="font-size: large;"> in München. 1954 trat er mehrmals an den </span><span style="font-size: large;">Münchner Kammerspielen</span><span style="font-size: large;"> auf. Im Anschluss an seine Schauspielausbildung hatte Adorf von 1955 bis 1962 bei den Münchner Kammerspielen ein Engagement als Schauspieler. Heute gibt es wohl niemanden, dem der Schauspieler Mario Adorf kein Begriff ist. </span></strong></p>
<p><span style="font-size: large;">Was Sie hier, in seinem neuesten Buch erwartet, ist, auf seine für ihn typische,  liebevoll-verschmitzte Weise, randvoll mit all den Geschichten, die er bislang in seinen früheren Büchern – sie wurden alle Bestseller! &#8211; noch nicht erzählt hat. </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Eher wie aus einer Schatzkiste oder Wundertüte oder dem Zylinder eines Magiers präsentiert er seinen Lesern den herrlichen Begebenheiten aus seinem langen Leben:  Als Boxprofi oder gleichzeitig Schauspieler?  Erlebnisse auf der Bühne, hinter den Kulissen, vor und hinter der Kamera.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;">Nicht zu vergessen seine Schilderungen all der <strong>Begegnungen mit seinen unvergessenen Kollegen  wie Fritz Kortner, Hans Albers, Heinrich George und viele andere</strong>. </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Mario Adorfs Karriere begann in den frühen 50er-Jahren als junger Theaterschauspieler a</strong>n den Münchner Kammerspielen und führte ihn über ungezählte Rollen im deutschen, italienischen, französischen und amerikanischen Film <strong>bis in die Gegenwart.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong><u>Zugleich reüssierte er ab 1992 (»Der Mäusetöter«) auch als Buchautor</u></strong>. Sein neues Buch »Schauen Sie mal böse« versammelt eine Vielzahl hinreißender Geschichten aus seinem Schauspielerleben und zeigt noch einmal Mario Adorfs großes schriftstellerisches Können, mit dem er seit vielen Jahren seine Leser begeistert hat.</span></p>
<p><span style="font-size: large;"> <strong><u>Am Beginn gleich seine  an seine allererste Rolle als Vierjähriger in seiner Heimatstadt Mayen in der Eifel (als siebter Zwerg in »Schneewittchen und die sieben Zwerge«).</u></strong> Es folgen <strong>erste Gesangsauftritte als Kind im Luftschutzkeller</strong>, um die Todesangst zu verdrängen, und <strong>Erinnerungen an seine Doppelexistenz als <u>Schauspieler</u> am Mainzer Studententheater und als <u>Schwergewichtsboxer</u></strong>. </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Und ganz nebenbei entpuppt sich Mario Adorfs Buch als eine kleine augenzwinkernde Schauspielschule, in der es um die vielen Fußangeln der Schauspielkunst geht – um Blackouts bei Texten, um das Weinen und Lachen auf der Bühne, die originellsten Unfälle oder Sterbeszenen …</strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;">Es ist ein großes Glück für uns alle, dass uns Mario Adorf zu seinem Geburtstag dieses Buch schenkt – das er obendrein, zum ersten Mal in seinem Leben – selbst illustriert hat! </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Mario Adorf gehört zu jenen seltenen Menschen, die auch mit 85 ihr ganzes Potential noch immer nicht voll ausgeschöpft  haben und die – niemals alternd – mit jedem Jahr auf geheimnisvolle Weise ganz einfach weiser und irgendwie schöner werden.</strong> </span></p>
<p>…</p>
<h4>Über den Autor</h4>
<p><a href="http://www.kiwi-verlag.de/autor/mario-adorf/16/"><img class="buchcover alignleft" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/autor_16.jpg" alt="Mario Adorf" width="275" height="400" /></a></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Mario Adorf,</strong> geboren am 8.9.1930 in Zürich, aufgewachsen in Mayen/Eifel, lebt heute in Paris und München. Seit über 60 Jahren trat er in ungezählten Bühnenrollen und deutschen sowie internationalen Filmproduktionen auf. Darüber hinaus ist er Entertainer und Sänger. Seit 1992 veröffentlichte er zahlreiche Bücher bei Kiepenheuer &amp; Witsch, u.a. <em>Der Mäusetöter</em>, <em>Der Dieb von Trastevere</em>, <em>Der römische Schneeball</em>, <em>Der Fotograf von San Marco</em> und zuletzt <em>Himmel und Erde – Unordentliche Erinnerungen</em></span>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutscher Buchpreis 2015   20 Titel (Longlist)</title>
		<link>https://literaturkurier.net/deutscher-buchpreis-2015-20-titel-longlist/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2015 15:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Buchpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vorhang auf: Die 20 Romane der Longlist 2015! Die Titel für den Deutschen Buchpreis 2015 sind nominiert: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt − aus 199 eingereichten Titeln. Am 16. September wird daraus die Shortlist bestimmt, der &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/deutscher-buchpreis-2015-20-titel-longlist/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<header class="bb-header">
<h2>Vorhang auf:<br />
Die 20 Romane der Longlist 2015!</h2>
</header>
<div class="bb-body">
<div class="lead">
<p>Die Titel für den Deutschen Buchpreis 2015 sind nominiert: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt − aus 199 eingereichten Titeln. Am 16. September wird daraus die Shortlist bestimmt, der Gewinner wird dann am 12. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse gekürt.</p>
</div>
<div class="bb-article-content">
<p>Folgende 20 Romane (in alphabetischer Reihenfolge) hat die siebenköpfige Jury nominiert, teilt der Börsenverein mit:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Alina Bronsky: <b>Baba Dunjas letzte Liebe</b> (Kiepenheuer &amp; Witsch, August 2015)</li>
<li>Ralph Dutli: <b>Die Liebenden von Mantua</b> (Wallstein, August 2015)</li>
<li>Jenny Erpenbeck: <b>Gehen, ging, gegangen</b> (Knaus, August 2015)</li>
<li>Valerie Fritsch: <b>Winters Garten</b> (Suhrkamp, März 2015)</li>
<li>Heinz Helle: <b>Eigentlich müssten wir tanzen</b> (Suhrkamp, September 2015)</li>
<li>Gertraud Klemm: <b>Aberland</b> (Droschl, Februar 2015)</li>
<li>Steffen Kopetzky: <b>Risiko</b> (Klett-Cotta, Februar 2015)</li>
<li>Rolf Lappert: <b>Über den Winter</b> (Carl Hanser, August 2015)</li>
<li>Inger-Maria Mahlke: <b>Wie Ihr wollt</b> (Berlin Verlag, März 2015)</li>
<li>Ulrich Peltzer: <b>Das bessere Leben</b> (S. Fischer, Juli 2015)</li>
<li>Peter Richter: <b>89/90</b> (Luchterhand, März 2015)</li>
<li>Monique Schwitter: <b>Eins im Andern</b> (Droschl, August 2015)</li>
<li>Clemens J. Setz: <b>Die Stunde zwischen Frau und Gitarre</b> (Suhrkamp, September 2015)</li>
<li>Anke Stelling: <b>Bodentiefe Fenster</b> (Verbrecher Verlag, März 2015)</li>
<li>Ilija Trojanow: <b>Macht und Widerstand</b> (S. Fischer, August 2015)</li>
<li>Vladimir Vertlib: <b>Lucia Binar und die russische Seele</b> (Deuticke, Februar 2015)</li>
<li>Kai Weyand: <b>Applaus für Bronikowski</b> (Wallstein, März 2015)</li>
<li>Frank Witzel: <b>Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969</b> (Matthes &amp; Seitz, Februar 2015)</li>
<li>Christine Wunnicke: <b>Der Fuchs und Dr. Shimamura</b> (Berenberg, März 2015)</li>
<li>Feridun Zaimoglu: <b>Siebentürmeviertel</b> (Kiepenheuer &amp; Witsch, August 2015)</li>
</ul>
<p>Die 199 Titel, die die Jury gesichtet hat, sind zwischen Oktober 2014 und dem 16. September 2015 erschienen oder werden noch erscheinen, so der Börsenverein.</p>
<p>&#8222;Die diesjährige Longlist ist eine aufschlussreiche Landkarte, sie bildet die Vielfältigkeit und Vielstimmigkeit der deutschsprachigen Literatur ab&#8220;, sagt <b>Jurysprecherin Claudi Kramatschek </b>(freie Kritikerin). &#8222;In diesem Jahr aber zeichnet sich eines deutlich ab: Die Welt ist in ihr zu Hause. Die ausgewählten Autoren und Autorinnen nehmen sich der Seelendramen afrikanischer Flüchtlinge an, entführen uns in die Weiten Afghanistans oder in die engen Gassen eines Istanbuler Armenviertels. Zugleich bleibt diese Literatur ganz bei sich, indem sie in mal utopischer, mal dystopischer, mal schelmischer, mal dokumentarischer Manier von ersten und letzten Dingen erzählt und den Platz des Individuums in einer Welt verhandelt, die zugerichtet ist durch die kapitalen Ströme des Geldes sowie repressive Systeme der Macht. Es stehen auf dieser Landkarte bekannte neben eher unbekannten Namen und große Verlage neben eher kleineren. Das macht sie für uns umso erfreulicher.&#8220;</p>
<div id="bb-block-1018978" class="clearfix"></div>
<figure class="bb-media bb-media-grid-2 pull-left"><a href="http://www.boersenblatt.net/media/747/thumbnails/Jury_2015.jpg.1565022.jpg" data-footer="© Rainer Rüffer" data-title="Die Jury (v.l.): Ulrike Sárkány, Claudia Kramatschek, Markus Hinterhäuser, Ursula Kloke, Rolf Keussen, Bettina Schulte, Christopher Schmidt" data-toggle="lightbox"> <img class="img-responsive" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Jury_2015.jpg.1565024.jpg" alt="" width="140" /> </a><figcaption>Die Jury (v.l.): Ulrike Sárkány, Claudia Kramatschek, Markus Hinterhäuser, Ursula Kloke, Rolf Keussen, Bettina Schulte, Christopher Schmidt <span class="bb-credits">© Rainer Rüffer</span> </figcaption></figure>
<p>Der <b>Jury für den Deutschen Buchpreis 2015</b> gehören neben <b>Claudia</b> <b>Kramatschek</b> an: <b>Markus</b> <b>Hinterhäuser</b> (Wiener Festwochen), <b>Rolf</b> <b>Keussen</b> (Mayersche Droste, Düsseldorf), <b>Ursula</b> <b>Kloke</b> (Botnanger Buchladen, Stuttgart), <b>Ulrike</b> <b>Sárkány</b> (Norddeutscher Rundfunk), <b>Christopher</b> <b>Schmidt</b> (Süddeutsche Zeitung) und <b>Bettina</b> <b>Schulte</b> (Badische Zeitung).</p>
<div id="bb-block-1018979" class="clearfix"></div>
<p><b>So geht es weiter</b></p>
<ul>
<li>Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Titel für die <b>Shortlist</b> aus, die <b>am 16. September 2015</b> veröffentlicht wird.</li>
<li>Erst am <b>Abend der Preisverleihung</b> (12. Oktober) erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.</li>
</ul>
<p><b> Zum Deutschen Buchpreis</b></p>
<p>Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind zudem die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.</p>
<p><b>Preisverleihung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse</b></p>
<p>Die Preisverleihung findet <b>am 12. Oktober 2015 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers</b> statt. Interessierte können die Preisverleihung per Live-Stream unter www.deutscher-buchpreis.de mitverfolgen. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen die Preisverleihung im Rahmen von &#8222;Dokumente und Debatten&#8220; im Digitalradio und als Livestream im Internet unter www.deutschlandradio.de.</p>
<div id="bb-block-1018940" class="clearfix"></div>
<p><img class="buchcover" style="width: 120px!important;" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Longlis_ Cover 2015_U1_final.jpg.1564102.jpg" alt="" /><br />
Kommende Woche erhältlich <span class="bb-credits">© Börsenverein</span><b>Lesebuch, Hörproben und Literaturblogs</b></p>
<p>Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das Buch <b>&#8222;Die Longlist 2015 – Leseproben&#8220;</b>, herausgegeben vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins. Darin werden Leseproben und Hintergrundinformationen zu den nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab kommender Woche in vielen Buchhandlungen erhältlich.</p>
<p>Das deutschlandweite Onlineradio detektor.fm hat die Leseproben vertont. Ab heute sind <b>Hörproben</b> der 20 Longlist-Titel unter www.detektor.fm/deutscher-buchpreis abrufbar. Sie sind zudem über die detektor.fm-App auf fast allen mobilen Endgeräten nutzbar. Ab dem 19. August präsentiert der Radiosender täglich von Montag bis Freitag ab 17.40 Uhr einen Longlist-Titel in der Sendung &#8222;Der Tag&#8220;.</p>
<p>Ab dem 20. August stellen sieben Literaturblogs als <b>&#8222;Die Buchpreisblogger&#8220;</b> die nominierten Titel vor. Die Blogger lesen die 20 Bücher der Longlist, stellen sie zur Diskussion, bieten Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge. Zusammengeführt werden die Blogs auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises www.facebook.com/DeutscherBuchpreis und unter dem Hashtag #dbp15</p>
</div>
</div>
<p><span id="more-8435"></span></p>
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		<title>Putinismus von Walter Laqueur</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2015 10:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Gollwitzer]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[heute und morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Putin Leben und Person]]></category>
		<category><![CDATA[Putin und Amerika]]></category>
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		<category><![CDATA[Rede Putin Putin im Februar 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Geisteshaltung]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland Experte Laqueur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wohin treibt Russland? »Walter Laqueur [der Autor] zählt zu den einflussreichsten Zeitgeschichtlern der westlichen Welt.« Zitat: Die Zeit Putinismus ist derzeit weltweit eine der Fragen überhaupt: Was wird Putin künftig tun? Diese wohl spektakulärste Politiker-Persönlicheit der Gegenwart, über die in &#8230; <br /><a href="https://literaturkurier.net/putinismus-von-walter-laqueur/"><span class="btn btn-default">Lesen Sie weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></span></a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: x-large;"><strong>Wohin treibt Russland?</strong></span></h2>
<p><span style="font-size: large;"><strong><em>»Walter Laqueur [der Autor] zählt zu den einflussreichsten Zeitgeschichtlern der westlichen Welt.«<br />
<span style="font-size: 10pt;">Zitat: Die Zeit</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong><a href="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Putinismus.jpeg"><img class="buchcover alignleft wp-image-8424 size-medium" src="http://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Putinismus-186x300.jpeg" alt="Putinismus" width="186" height="300" srcset="https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Putinismus-186x300.jpeg 186w, https://literaturkurier.net/wp-content/uploads/2015/08/Putinismus.jpeg 261w" sizes="(max-width: 186px) 100vw, 186px" /></a>Putinismus ist derzeit weltweit eine <span style="text-decoration: underline;"><em>der</em> </span>Fragen überhaupt: Was wird Putin künftig tun? Diese wohl spektakulärste Politiker-Persönlicheit der Gegenwart, über die in der gesamten westlichen Welt land-auf, land-ab  diskutiert wird, sogar von jenen ,  für die sonst alles Politische eher kein  Gesprächsstoff ist. </strong><br />
Putins unbewegtem Gesicht kann man weder Ge- oder Missfallen ablesen; niemals kann man sicher sein, wie er Verhalten, Aussagen oder  Bemerkungen der umliegenden Welt bewertet.  <strong>Und &#8211; was in diesem Buch Kapitel um Kapitel entwickelt wird &#8211; Putin <span style="text-decoration: underline;"><em>selbst</em> </span>ist so nachdrücklich die gegenwärtige Zäsur der russischen Geschichte, dass man ihm das <em>&#8218;ismus</em>&#8218; anhängt.</strong>  </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Walter Laqueur beleuchtet den zurückliegenden Verlauf der russischen Geschichte und wie sie Putin <span style="text-decoration: underline;"><em>hervorbrachte [wie eine Glucke ihre Küken &#8230; ]</em></span>.</strong> Ist für Putin, den zuvor schon bedeutenden KGB-Mann, der Zusammenbruch der Supermacht Sowjetunion ein fast unannehmbares Desaster?   Gibt es sie noch, die hartnäckige Idee, zu Amerika aufzuschließen, oder gehört man doch eher zu Europa? Der Untertitel der englischen Originalausgabe dieses Buches  lautet denn auch:<em> &#8218;Putinism. Russia and its Future in the West&#8216;.</em> , &#8211;<br />
</span><span id="more-8423"></span></p>
<p><span style="font-size: large;">Und angesichts der Krim ist man selbst &#8211; zur Abwechslung &#8211; einmal geradezu dankbar dafür, in einem wesentlich uninteressanteren Teil der Welt zu leben.  </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Der Russland-Experte Walter Laqueur beleuchtet Putins neue Großmachtpolitik</strong>. Er beschreibt die vielen Facetten jedoch erfreulich sachlich und verfällt nicht, wie einige andere derzeitigen &#8218;Putin-Journalisten&#8216; in den Ton, vor dem schwarzen Mann zu warnen. <strong>Zunächst schildert er die immer desaströsere Lage, in die Russland <span style="text-decoration: underline;"><em>vor</em> </span>Putin nach und nach hineinschlitterte. Das ist vielen in der westlichen Welt gar nicht so sehr bewusst, und es ist gut, wenn man hier daran erinnert wird. Das Buch zeigt auch, wie sich nach dem Ende der Sowjetunion unter Putin ein neuer gesellschaftlicher Konsens gebildet hat, antiwestlich, antiliberal und staatshörig, der an tief verwurzelte Traditionen Russlands anknüpft.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Putin, Vorreiter dieser &#8211; in unseren Augen &#8211; fatalen Entwicklung, findet allerdings breite Zustimmung <span style="text-decoration: underline;"><em>im</em></span> Lande, d.h. in Russland. </strong> Sein Kurs &#8211; so wie er sich für westliche Beobachter abzuzeichnen beginnt &#8211; , durch die Destabilisierung Osteuropas Russlands verlorenen Einfluss zurückzugewinnen, &#8211; <em>könnte</em> unweigerlich in eine gefährliche <strong>Konfrontation mit dem Westen</strong> münden.  </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><em>&#8222;Eine knappe und klare Darstellung der russischen Haltung <span style="text-decoration: underline;">formulierte Putin im Februar 2007</span> in einer von ihm selbst als polemisch bezeichneten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. [Man <span style="text-decoration: underline;">kann und sollte sie sich im Internet herunterladen!]</span> <strong>Es war ein massiver Angriff auf die &#8218;Unipolarität&#8216; der Vereinigten Staaten als einziger Supermacht. Unter dem Vorwand, die Demokratie zu verbreiten, so Putins Vorwurf, setzten die Vereinigten Staaten überall auf der Welt militärische Mittel ein und gefährdeten so den Weltfrieden.&#8220;</strong></em> so Laqueur. Er weist aber darauf hin, dass sich die russisch-amerikanischen Beziehungen nach 2006 verschlechterten und nach der Krim-Ukraine-Krise eine Talsohle erreichten; aber auch die Beziehungen zur Europäischen Union. Aber Europa war und ist stark von den russischen Energielieferungen abhängig &#8211;  &#8230; jedoch könnte es im Verlauf der Geschichte unabhängiger von Russlands Gas und Öl werden &#8211; womit sich andererseits auch ein Löchlein im russischen  Haushaltssäckel ergeben würde. Obendrein senken sich derzeit die Energiekosten weltweit. Ganz so unabhängig ist man ja garnicht im  Ost-West-Geflecht &#8230;. Und dann gibt es da noch das Thema Investitionen &#8211; ein weites Feld! </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt;">Politik ist vor allem ein langatmiges Geschäft&#8230; bei dem man sich vor Kurzschlüssen hüten sollte. Auch das zeigt Laqeur am Beispiel Putins.  </span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Aber &#8211; was ist überhaupt der  Kurs, den er ansteuert? Nach der Lektüre dieses Buches bin ich mir da gar nicht mehr so sicher</strong>.  Folgenden Hinweis darin &#8211; ich habe ihn immer wieder nachgeschlagen &#8211; möchte ich hier zitieren: <strong><em>&#8222;Die Katastrophen der russischen Geschichte waren mindestens so oft auf ein <span style="text-decoration: underline;">Übermaß</span> wie auf einen <span style="text-decoration: underline;">Mangel</span> an Ideologie zurückzuführen. (&#8230;) Zweifellos zutreffend ist, dass sich die meisten russischen Parteien bis in  jüngste Zeit alle Optionen offenhielten. Das ideologische Potpourri  ist derart bunt, dass für jeden etwas dabei ist. Seit kurzem sucht man jedoch verstärkt nach etwas Konkreterem und Handgreiflicherem.<br />
2013 ließ Putin an alle Gouverneure und hohen Politiker Bücher von folgenden drei Autoren als Weihnachtslektüre verteilen: Berdjajew: Filosofija nerawenstwa [Philosophie der Ungleichheiten]; Iljin: Naschi Sadatschi [Unsere Aufgaben]; Solochjow: Die Rechtfertigung des Guten</em>.&#8220;</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: large;">Natürlich beschreibt Laqueur dann auch die Geisteshaltung dieser Bücher bzw. Autoren, wie auch an anderer Stelle weiterer Persönlichkeiten, die hinsichtlich der Ideologie des gegenwärtigen Russland von Bedeutung sind. Was sich aber auch an diesen &#8218;Weihnachtsgaben&#8216; ablesen lässt: Es scheint, als sei Putin auf der Spur einer neuen Russland-Diskussion. Er scheint sich darüber klar zu werden, <strong>wie viel von der Politik der Vergangenheit sich als auf Dauer inakzeptabel erweist, da sich damit Russland selbst in die Knie zwingt.</strong><br />
</span></p>
<p><span style="font-size: large;"> Nicht sofort zum <strong>Beginn seiner &#8218;Russland-Regentschaft&#8216; wurde Putin mit offenen Armen empfangen. Am Start  &#8211; Sommer 1999 &#8211; seiner politischen Laufbahn,</strong> hatte Putin magere 31 Prozent Zustimmung in seinem Land, d0ch schon im November des gleichen Jahres <strong>ging die Kurve hoch zu 80 Prozent</strong>. Im Juni 2007 lag er bei 81 Prozent. Im Januar 2013 sank sie auf 62 Prozent &#8211; dann aber, was mehr als bemerkenswert ist, <strong>nach der Annexion der Krim (!) 2014, kletterte sein Ansehen wieder auf 81 Prozent. Dabei sollte man sich aber auch darüber klar sein, dass für seine innenpolitische Bewertung auch eine Rolle spielt, wie man ihn im <span style="text-decoration: underline;">Ausland</span> beurteilt. </strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;">Man kann nur hoffen, dass schon allein aus diesem Grund die Aufnahme neuer Ost-West-Gespräche wieder in Gang kommt.  Man muss dabei nur &#8211; ebenso wichtig, wie die Ziele &#8211; darauf achten, dass niemand sein Gesicht verliert. Denn da ist Putin empfindlich.  </span></p>
<p><em><strong>Tatsächlich ging es dem Land unter Putin deutlich besser, wofür die Bevölkerung erstmal <span style="text-decoration: underline;">ihm</span> dankbar war. Aber genau genommen &#8218;verdankt Putins Regime sein Überleben und seinen Erfolg <span style="text-decoration: underline;">einem einzigen Faktor: dem Erdöl- und Erdgasexport.</span> Dessen Einnahmen decken rund die Hälfte des russischen Staatshaushalts. Bis Russland 2013 von den Vereinigten Staaten überholt wurde, war das Land der größte Erdöl- und Gasproduzent der Welt.&#8216;</strong></em></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Ist es vielleicht gar nicht so zufällig, dass sich Putin gern jugendlich-sportlich, mit nacktem, gut bemuskelten Oberkörper präsentiert? Holz hackend oder hoch zu Ross? Oder gar im Fluge? Und will die Bevölkerung, mehr oder weniger unbewusst, eine derart auch Kampfsport gestählte, wehrhafte Person an  ihrer Spitze? Dass Putin es im Judosport bis zum Leningrader Stadtmeister und zum Träger des Schwarzen Gürtels brachte &#8211; es scheint nicht unwichtig zu sein&#8230;</strong><br />
</span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Dieses Buch ist auch eine nützliche Quelle, etwas über Putins Lebenslauf zu erfahren.</span> Er ist nämlich, woran man ausdrücklich erinnern sollte,  ganz und gar nicht wohlhabender Leute Kind, für das von Anfang an erhebliche Mittel zur Verfügung standen,  um eine große Karriere anzubahnen.<br />
</strong></p>
<p><strong>Tatsächlich wächst Putin in einem eher als ärmlich zu bezeichnenden, jedoch auch sehr liebevollen Elternhaus auf. All diese Informationen sollen von Putin selbst (Autobiografie) stammen, was einige der ewigen Meckerer zu der Ansicht kommen lässt, dass man das alles vielleicht dann doch nicht so genau wissen könne.</strong></p>
<p><strong>Der Vater</strong> (im Zweiten Weltkrieg schwer verwundet),  war Arbeiter in einem Waggonbau-Betrieb, (Putin selbst berichtet, sein (Groß?)Vater sei Koch schon bei Lenin und Stalin gewesen &#8230; ) sicher scheint allerdings zu sein, dass <strong>sein Vater ein überzeugter Kommunist war</strong>; <strong>die Mutter war Fabrikarbeiterin. Sie war fromm und  ließ ihr einziges Kind heimlich taufen</strong>, da zuvor zwei ihrer drei Söhne früh verstorben waren. <strong>Die Familie war arm und lebte in einer &#8218;Kommunalka&#8216;,</strong> einer 20qm großen Leningrader &#8218;Gemeinschaftswohnung; Bad und Küche waren mit den Nachbarn zu teilen. <strong>Verständlicherweise wurde dieses einzige Kind von den Eltern in jeder nur möglichen Hinsicht umsorgt und verwöhnt.</strong></p>
<p>So besaß Putin schon als Schüler eine Armbanduhr, und als Student,  als ganz unglaublichen Luxus, ein Auto. Beides waren Geschenke seiner Eltern.</p>
<p>Aus <strong>Putins Schulzeit</strong> wird &#8211; außer gelegentlichen Prügeleien &#8211; nichts besonders Auffallendes bemerkt, jedoch nahm ihn die kommunistische Pionierorganisation deswegen erst verzögert auf. Hingegen hatten patriotische Spionagefilme eine tiefergehende Wirkung auf ihn: <strong>Er wollte Agent werden</strong>. <strong>Nach seiner Darstellung bewarb er sich schon als Schüler der neunten Klasse an der Leningrader KGB-Zentrale um Aufnahme! Dort erhielt er den Rat, lieber erstmal Jura zu studieren, den er  dann auch befolgte.</strong></p>
<p>Die westlichen Kinder und Jugendlichen haben und hatten, das muss man bedenken, ja in ihrer Umgebung ein viel reichhaltigeres Sortiment an Berufsmöglichkeiten vor Augen &#8211; aber tatsächlich wollen Kinder und Jugendliche &#8211; ganz gleich wo auf der Welt sie aufwachsen, für sich etwas als Beruf wünschen, was sie sich wunderbar vorstellen &#8230; <strong>Nun ja, und für Putin war eben zunächst das Wunderbarste überhaupt eben Agent zu sein . (Später dann, im wirklichen Leben, als er einige Jahre in ausgerechnet Deutschland-Ost als Agent eingesetzt wurde, gefiel ihm dieser &#8211; ach, so papierlastige Beruf &#8211; dann schon eigentlich gar nicht mehr.) Aber es scheint auch ein für ihn wesentlicher Charakterzug zu sein, den Unterschied zwischen Theorie und Praxis kennen lernen zu wollen, um seine Schlüsse daraus zu ziehen. Vor allem scheint ihn, nach Laqueur, gestört zu haben, wie wenig man als Agent, wie es ihm selbst in Deutschland-Ost am eigenen Leibe widerfahren war,  tatsächlich <span style="text-decoration: underline;">bewirken</span> konnte. Das war, in den Spionagethrillern, ganz und gar anders beschrieben worden.<br />
</strong></p>
<p><strong>Aber damit man als Außenstehender auch solche Informationen  bekommt, sind eben so kenntnisreiche Bücher wie dieses unersetzlich. Irgendwie muss man sich ja ein Bild dieser zweifelsohne wichtigen politischen Persönlichkeit machen können. Oder zumindest, dies zu versuchen. Besonders wird einem aber in diesem Buch klar, wieviel historische Ereignisse ihre Folgen bis in die Gegenwart spüren lassen.<br />
</strong></p>
<p><strong>Mit Erstaunen hat dann die ganze Welt Putins zielstrebigen Weg an die Spitze seines Landes verfolgt;  eine regelrechte Bilderbuchkarriere nach Jelzin und von  diesem in die Wege geleitet.  Bei Putin seinerseits zeichnete sich ein erheblicher persönlicher Ehrgeiz, aber auch Fleiß und Durchhaltevermögen und wohl auch Patriotismus eines bis dahin erst weniger bekannten Politikers ab.</strong> Er berief Michail Kasjanow (der ihn später sehr kritisch beobachten sollte) auf den Posten des Ministerpräsidenten. Eine kluge Entscheidung, da dieser bedeutende und erfolgreiche Wirtschaftsreformen in Gang setzte. <em>&#8218;Während seiner Amtszeit sank die Inflationsrate, und die Wirtschaft wuchs rund um ein Drittel.&#8216;</em></p>
<p>Aber Kasjanow bemängelte auch, <strong>dass Putin die Gewaltenteilung aufgegeben und durch die <span style="text-decoration: underline;"><em>&#8218;Vertikale Macht&#8216;</em></span>  ersetzte</strong>. Putins Präsidentschaft war schon gleich am Anfang überschattet durch die <em>Kursk-Katastrophe. </em>Vom Ausland angebotene Hilfe  nahm Putin, vermutlich aus Angst, &#8218;Schwäche&#8216; zu zeigen, nicht an. War das eine Demonstration seiner Kraft- und Machtfülle?  Auch jener entsetzliche Vorgang im Moskauer Dubrowska-Theater, als russische Spezialeinheiten Giftgas in das Belüftungssystem pumpten, um auf einen Terroranschlag zu reagieren, wurde ihm nicht persönlich angelastet.</p>
<p><strong>Offensichtlich verlangte die Bevölkerung eine starke Hand; man hoffte, nur diese könne die Autorität des Staates wieder herstellen, die Macht der Überreichen (Oligarchen) beschneiden und eine entschlossenere deutliche Außenpolitik in Gang setzen.</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>In einem  umfangreichen Kapitel beschäftigt sich Laquer auch mit Putin und der Religion.</strong></span> Dieses Thema ist insofern  näherliegend, da man sich noch sehr gut an Stalins religionsfeindliche Strategien erinnert. Dennoch<em><strong>:&#8220;Die orthodoxe Religion hat in der Geschichte der &#8218;russischen&#8216; Idee stets einen zentralen Platz eingenommen. Dies ist heute ebenso der Fall und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Zukunft so sein.&#8220; </strong></em>In gewohnt  gründlicher Manier zeichnet Laqueur die Kirchengeschichte Russlands mit all ihren Höhen und Tiefen, beginnend mit dem Patriarchen von Konstantinopel, nach. Im Verlaufe dieser langen Geschichte haben sich die Entwicklung des Volkes und die Entwicklung der Kirche, ob man dies wollte oder nicht,  immer stärker und untrennbar miteinander verwoben.</p>
<p><em><strong>&#8222;Die russisch-orthodoxe Kirche reitet regelmäßig Attacken auf den gottlosen Westen, ebenso wie Putin, der erklärt hat, viele euro-atlantische Länder hätten sich von ihren Wurzeln und damit auch von christlichen Werten entfernt. In Westen setze man eine kinderreiche Familie mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft und den Gottesglauben mit dem Satansglauben gleich, und das sei &#8218;der Weg der Degradierung und Primitivisierung&#8216;.&#8220;</strong></em> So Laqeur.  [Der Logik von Putins Denkvorgang vermag ich hier allerdings nicht zu folgen. ]</p>
<p><em><strong>&#8222;Es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Tiefe und Bedeutung der religiösen  Wiedererweckung im postsowjetischen Russland einzuschätzen. Nach zuverlässigen Meinungsumfragen verstehen sich nur 15 Prozent der Russen als Atheisten. Zwei Drittel der Befragten  finden, dass die Religion eine größere Rolle in der Gesellschaft spielen sollte (&#8230;)&#8220;</strong></em></p>
<p>Man könnte auch mutmaßen, dass das religiös sehr konträre Elternhaus: Vater =  Kommunist, Mutter = fromm, das grundsätzliche Denken Putins wohl mitgestaltet hat. Er erzählt, dass er das Holzkreuz, das ihm die Mutter mitgegeben hat, um es segnen zu lassen, von da an bis heute noch immer am Hals trägt.</p>
<p>Das Besondere an diesem Buch ist, dass es kein journalistischer Schnellschuss, sondern ein fundiertes Portrait dieser Persönlichkeit ist, dem es Satz für Satz gelingt, uns die Person Putins näher zu bringen. Tatsächlich hat Russland eine Verfassung &#8211; aber die ist kein Guter Leitfaden für die Gegenwart. (Schon Stalin hielt sich absolut nicht daran.)</p>
<p><em><strong>&#8222;Das, was sich jetzt darbietet, ist auch schwierig in einen Begriff zu fassen &#8211; <span style="text-decoration: underline;">vielleicht ist das der Putinismus?</span> Es ist ein  Staatskapitalismus mit liberaler Wirtschaftspolitik, mit erheblichen staatlichen Eingriffen, die bei wichtigen Dingen nahezu total sind. Es ist eine Autokratie, die ist aber in der russischen Geschichte nichts Neues, und sie wird durch Ineffizienz und Korruption nahezu ausgehebelt. Es gibt ein Parlament, aber die oppositionellen Parteien sind keine wirklicher Opposition. Es gibt eine freie Presse, aber die Freiheit ist auf kleine Zeitungen begrenzt, und die Kritik darf nicht zu weit gehen &#8211; <span style="text-decoration: underline;">so Laqueur</span>. &#8222;</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Als Gegensatz dazu</strong> </span>zitiert Laqueur ein Dokument, das richtungsweisenden Charakter besitzt: <strong>&#8222;Es wurde 1999 in einem Thintank erarbeitet, den der damalige stellvertretende Minister  für das Staatseigentum German Gref </strong>[ein russischer Politiker und Manager,  früher wissenschaftlicher Angestellter an der Staatlichen Universität Leningrad, wo ihn Putin kennen lernte.  Jetzt nach großer politischer Laufbahn Präsident und Vorstandsvorsitzender der Sberbank gewählt, eines der größten Kreditinstitute Russlands.  Spricht fließend Deutsch!] <strong>gebildet hatte. Einleitend heißt es in dem  seither häufig zitierten Text, Russland durchlebe die größte Krise seine Geschichte, und man müsse alle politischen, ökonomischen und morali</strong><strong>schen Ressourcen nutzen, damit  ein einiges Land sie überwinden  könne. Das Land brauche eine neue Mission, eine neue &#8218;russische&#8216; Idee, welche die Grundlage der &#8218;gossudarstwennost&#8216; (Staatlichkeit) und auch der Solidarität bilden müsse. [&#8230;]</strong></p>
<p>Wie Sie sehen, gibt und gäbe es viel zu zitieren <strong>aus diesem nahezu unerschöpflichen Buch</strong>. Vielleicht ist es ein Kristallisationspunkt in den vielerlei Überlegungen, die wohl inzwischen nahezu jeden überall in der Welt beschäftigen. Es ist wohl unzureichend, Putin generell einfach als &#8217;schwarzen Mann&#8216; abzutun. <strong>Zweifelsohne ist er aber ein Problem, das man, folgt man Angela Merkel, erst erkennen und dann bedenken muss, um es dann lösen zu können.  </strong></p>
<p>Putinismus  von Laqueur, Walter; Gebunden<br />
Wohin treibt Russland?. Übersetzung: K.-D. Schmidt .   336 S.  in deutscher Sprache.<br />
2015   Propyläen 22.00 EUR</p>
<p><strong>Der Verfasser: Walter Laqueur</strong>, geboren 1921 in Breslau, 1938 nach Palästina emigriert, lebt heute in London und Washington. Von 1964 bis 1991 war er Direktor des Londoner Institute of Contemporary History and Wiener Library, seit 1969 zugleich in führender Stellung im Center of Strategic and International Studies in Washington tätig. Zahlreiche zeitgeschichtliche Bücher über den Holocaust, den Terrorismus, Russland und Europa. Zuletzt erschienen bei Propyläen <em>Die letzten Tage von Europa </em>(2006) und <em>Gesichter des Antisemitismus</em> (2008)</p>
<p><em><strong><span style="font-size: 24pt;">Ihre Meinung würde uns sehr interessieren!</span></strong></em></p>
<p>[15. 8-. 2015 &#8211; 16. 9. 2015]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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