Wohin treibt Russland?

»Walter Laqueur [der Autor] zählt zu den einflussreichsten Zeitgeschichtlern der westlichen Welt.«
Zitat: Die Zeit

PutinismusPutinismus ist derzeit weltweit eine der Fragen überhaupt: Was wird Putin künftig tun? Diese wohl spektakulärste Politiker-Persönlicheit der Gegenwart, über die in der gesamten westlichen Welt land-auf, land-ab  diskutiert wird, sogar von jenen ,  für die sonst alles Politische eher kein  Gesprächsstoff ist. 
Putins unbewegtem Gesicht kann man weder Ge- oder Missfallen ablesen; niemals kann man sicher sein, wie er Verhalten, Aussagen oder  Bemerkungen der umliegenden Welt bewertet.  Und – was in diesem Buch Kapitel um Kapitel entwickelt wird – Putin selbst ist so nachdrücklich die gegenwärtige Zäsur der russischen Geschichte, dass man ihm das ‚ismus‚ anhängt. 

Walter Laqueur beleuchtet den zurückliegenden Verlauf der russischen Geschichte und wie sie Putin hervorbrachte [wie eine Glucke ihre Küken … ]. Ist für Putin, den zuvor schon bedeutenden KGB-Mann, der Zusammenbruch der Supermacht Sowjetunion ein fast unannehmbares Desaster?   Gibt es sie noch, die hartnäckige Idee, zu Amerika aufzuschließen, oder gehört man doch eher zu Europa? Der Untertitel der englischen Originalausgabe dieses Buches  lautet denn auch: ‚Putinism. Russia and its Future in the West‘. , –

Und angesichts der Krim ist man selbst – zur Abwechslung – einmal geradezu dankbar dafür, in einem wesentlich uninteressanteren Teil der Welt zu leben. 

Der Russland-Experte Walter Laqueur beleuchtet Putins neue Großmachtpolitik. Er beschreibt die vielen Facetten jedoch erfreulich sachlich und verfällt nicht, wie einige andere derzeitigen ‚Putin-Journalisten‘ in den Ton, vor dem schwarzen Mann zu warnen. Zunächst schildert er die immer desaströsere Lage, in die Russland vor Putin nach und nach hineinschlitterte. Das ist vielen in der westlichen Welt gar nicht so sehr bewusst, und es ist gut, wenn man hier daran erinnert wird. Das Buch zeigt auch, wie sich nach dem Ende der Sowjetunion unter Putin ein neuer gesellschaftlicher Konsens gebildet hat, antiwestlich, antiliberal und staatshörig, der an tief verwurzelte Traditionen Russlands anknüpft.

Putin, Vorreiter dieser – in unseren Augen – fatalen Entwicklung, findet allerdings breite Zustimmung im Lande, d.h. in Russland.  Sein Kurs – so wie er sich für westliche Beobachter abzuzeichnen beginnt – , durch die Destabilisierung Osteuropas Russlands verlorenen Einfluss zurückzugewinnen, – könnte unweigerlich in eine gefährliche Konfrontation mit dem Westen münden. 

„Eine knappe und klare Darstellung der russischen Haltung formulierte Putin im Februar 2007 in einer von ihm selbst als polemisch bezeichneten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. [Man kann und sollte sie sich im Internet herunterladen!] Es war ein massiver Angriff auf die ‚Unipolarität‘ der Vereinigten Staaten als einziger Supermacht. Unter dem Vorwand, die Demokratie zu verbreiten, so Putins Vorwurf, setzten die Vereinigten Staaten überall auf der Welt militärische Mittel ein und gefährdeten so den Weltfrieden.“ so Laqueur. Er weist aber darauf hin, dass sich die russisch-amerikanischen Beziehungen nach 2006 verschlechterten und nach der Krim-Ukraine-Krise eine Talsohle erreichten; aber auch die Beziehungen zur Europäischen Union. Aber Europa war und ist stark von den russischen Energielieferungen abhängig –  … jedoch könnte es im Verlauf der Geschichte unabhängiger von Russlands Gas und Öl werden – womit sich andererseits auch ein Löchlein im russischen  Haushaltssäckel ergeben würde. Obendrein senken sich derzeit die Energiekosten weltweit. Ganz so unabhängig ist man ja garnicht im  Ost-West-Geflecht …. Und dann gibt es da noch das Thema Investitionen – ein weites Feld!

Politik ist vor allem ein langatmiges Geschäft… bei dem man sich vor Kurzschlüssen hüten sollte. Auch das zeigt Laqeur am Beispiel Putins. 

Aber – was ist überhaupt der  Kurs, den er ansteuert? Nach der Lektüre dieses Buches bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.  Folgenden Hinweis darin – ich habe ihn immer wieder nachgeschlagen – möchte ich hier zitieren: „Die Katastrophen der russischen Geschichte waren mindestens so oft auf ein Übermaß wie auf einen Mangel an Ideologie zurückzuführen. (…) Zweifellos zutreffend ist, dass sich die meisten russischen Parteien bis in  jüngste Zeit alle Optionen offenhielten. Das ideologische Potpourri  ist derart bunt, dass für jeden etwas dabei ist. Seit kurzem sucht man jedoch verstärkt nach etwas Konkreterem und Handgreiflicherem.
2013 ließ Putin an alle Gouverneure und hohen Politiker Bücher von folgenden drei Autoren als Weihnachtslektüre verteilen: Berdjajew: Filosofija nerawenstwa [Philosophie der Ungleichheiten]; Iljin: Naschi Sadatschi [Unsere Aufgaben]; Solochjow: Die Rechtfertigung des Guten
.“

Natürlich beschreibt Laqueur dann auch die Geisteshaltung dieser Bücher bzw. Autoren, wie auch an anderer Stelle weiterer Persönlichkeiten, die hinsichtlich der Ideologie des gegenwärtigen Russland von Bedeutung sind. Was sich aber auch an diesen ‚Weihnachtsgaben‘ ablesen lässt: Es scheint, als sei Putin auf der Spur einer neuen Russland-Diskussion. Er scheint sich darüber klar zu werden, wie viel von der Politik der Vergangenheit sich als auf Dauer inakzeptabel erweist, da sich damit Russland selbst in die Knie zwingt.

Nicht sofort zum Beginn seiner ‚Russland-Regentschaft‘ wurde Putin mit offenen Armen empfangen. Am Start  – Sommer 1999 – seiner politischen Laufbahn, hatte Putin magere 31 Prozent Zustimmung in seinem Land, d0ch schon im November des gleichen Jahres ging die Kurve hoch zu 80 Prozent. Im Juni 2007 lag er bei 81 Prozent. Im Januar 2013 sank sie auf 62 Prozent – dann aber, was mehr als bemerkenswert ist, nach der Annexion der Krim (!) 2014, kletterte sein Ansehen wieder auf 81 Prozent. Dabei sollte man sich aber auch darüber klar sein, dass für seine innenpolitische Bewertung auch eine Rolle spielt, wie man ihn im Ausland beurteilt.

Man kann nur hoffen, dass schon allein aus diesem Grund die Aufnahme neuer Ost-West-Gespräche wieder in Gang kommt.  Man muss dabei nur – ebenso wichtig, wie die Ziele – darauf achten, dass niemand sein Gesicht verliert. Denn da ist Putin empfindlich. 

Tatsächlich ging es dem Land unter Putin deutlich besser, wofür die Bevölkerung erstmal ihm dankbar war. Aber genau genommen ‚verdankt Putins Regime sein Überleben und seinen Erfolg einem einzigen Faktor: dem Erdöl- und Erdgasexport. Dessen Einnahmen decken rund die Hälfte des russischen Staatshaushalts. Bis Russland 2013 von den Vereinigten Staaten überholt wurde, war das Land der größte Erdöl- und Gasproduzent der Welt.‘

Ist es vielleicht gar nicht so zufällig, dass sich Putin gern jugendlich-sportlich, mit nacktem, gut bemuskelten Oberkörper präsentiert? Holz hackend oder hoch zu Ross? Oder gar im Fluge? Und will die Bevölkerung, mehr oder weniger unbewusst, eine derart auch Kampfsport gestählte, wehrhafte Person an  ihrer Spitze? Dass Putin es im Judosport bis zum Leningrader Stadtmeister und zum Träger des Schwarzen Gürtels brachte – es scheint nicht unwichtig zu sein…

Dieses Buch ist auch eine nützliche Quelle, etwas über Putins Lebenslauf zu erfahren. Er ist nämlich, woran man ausdrücklich erinnern sollte,  ganz und gar nicht wohlhabender Leute Kind, für das von Anfang an erhebliche Mittel zur Verfügung standen,  um eine große Karriere anzubahnen.

Tatsächlich wächst Putin in einem eher als ärmlich zu bezeichnenden, jedoch auch sehr liebevollen Elternhaus auf. All diese Informationen sollen von Putin selbst (Autobiografie) stammen, was einige der ewigen Meckerer zu der Ansicht kommen lässt, dass man das alles vielleicht dann doch nicht so genau wissen könne.

Der Vater (im Zweiten Weltkrieg schwer verwundet),  war Arbeiter in einem Waggonbau-Betrieb, (Putin selbst berichtet, sein (Groß?)Vater sei Koch schon bei Lenin und Stalin gewesen … ) sicher scheint allerdings zu sein, dass sein Vater ein überzeugter Kommunist war; die Mutter war Fabrikarbeiterin. Sie war fromm und  ließ ihr einziges Kind heimlich taufen, da zuvor zwei ihrer drei Söhne früh verstorben waren. Die Familie war arm und lebte in einer ‚Kommunalka‘, einer 20qm großen Leningrader ‚Gemeinschaftswohnung; Bad und Küche waren mit den Nachbarn zu teilen. Verständlicherweise wurde dieses einzige Kind von den Eltern in jeder nur möglichen Hinsicht umsorgt und verwöhnt.

So besaß Putin schon als Schüler eine Armbanduhr, und als Student,  als ganz unglaublichen Luxus, ein Auto. Beides waren Geschenke seiner Eltern.

Aus Putins Schulzeit wird – außer gelegentlichen Prügeleien – nichts besonders Auffallendes bemerkt, jedoch nahm ihn die kommunistische Pionierorganisation deswegen erst verzögert auf. Hingegen hatten patriotische Spionagefilme eine tiefergehende Wirkung auf ihn: Er wollte Agent werden. Nach seiner Darstellung bewarb er sich schon als Schüler der neunten Klasse an der Leningrader KGB-Zentrale um Aufnahme! Dort erhielt er den Rat, lieber erstmal Jura zu studieren, den er  dann auch befolgte.

Die westlichen Kinder und Jugendlichen haben und hatten, das muss man bedenken, ja in ihrer Umgebung ein viel reichhaltigeres Sortiment an Berufsmöglichkeiten vor Augen – aber tatsächlich wollen Kinder und Jugendliche – ganz gleich wo auf der Welt sie aufwachsen, für sich etwas als Beruf wünschen, was sie sich wunderbar vorstellen … Nun ja, und für Putin war eben zunächst das Wunderbarste überhaupt eben Agent zu sein . (Später dann, im wirklichen Leben, als er einige Jahre in ausgerechnet Deutschland-Ost als Agent eingesetzt wurde, gefiel ihm dieser – ach, so papierlastige Beruf – dann schon eigentlich gar nicht mehr.) Aber es scheint auch ein für ihn wesentlicher Charakterzug zu sein, den Unterschied zwischen Theorie und Praxis kennen lernen zu wollen, um seine Schlüsse daraus zu ziehen. Vor allem scheint ihn, nach Laqueur, gestört zu haben, wie wenig man als Agent, wie es ihm selbst in Deutschland-Ost am eigenen Leibe widerfahren war,  tatsächlich bewirken konnte. Das war, in den Spionagethrillern, ganz und gar anders beschrieben worden.

Aber damit man als Außenstehender auch solche Informationen  bekommt, sind eben so kenntnisreiche Bücher wie dieses unersetzlich. Irgendwie muss man sich ja ein Bild dieser zweifelsohne wichtigen politischen Persönlichkeit machen können. Oder zumindest, dies zu versuchen. Besonders wird einem aber in diesem Buch klar, wieviel historische Ereignisse ihre Folgen bis in die Gegenwart spüren lassen.

Mit Erstaunen hat dann die ganze Welt Putins zielstrebigen Weg an die Spitze seines Landes verfolgt;  eine regelrechte Bilderbuchkarriere nach Jelzin und von  diesem in die Wege geleitet.  Bei Putin seinerseits zeichnete sich ein erheblicher persönlicher Ehrgeiz, aber auch Fleiß und Durchhaltevermögen und wohl auch Patriotismus eines bis dahin erst weniger bekannten Politikers ab. Er berief Michail Kasjanow (der ihn später sehr kritisch beobachten sollte) auf den Posten des Ministerpräsidenten. Eine kluge Entscheidung, da dieser bedeutende und erfolgreiche Wirtschaftsreformen in Gang setzte. ‚Während seiner Amtszeit sank die Inflationsrate, und die Wirtschaft wuchs rund um ein Drittel.‘

Aber Kasjanow bemängelte auch, dass Putin die Gewaltenteilung aufgegeben und durch die ‚Vertikale Macht‘  ersetzte. Putins Präsidentschaft war schon gleich am Anfang überschattet durch die Kursk-Katastrophe. Vom Ausland angebotene Hilfe  nahm Putin, vermutlich aus Angst, ‚Schwäche‘ zu zeigen, nicht an. War das eine Demonstration seiner Kraft- und Machtfülle?  Auch jener entsetzliche Vorgang im Moskauer Dubrowska-Theater, als russische Spezialeinheiten Giftgas in das Belüftungssystem pumpten, um auf einen Terroranschlag zu reagieren, wurde ihm nicht persönlich angelastet.

Offensichtlich verlangte die Bevölkerung eine starke Hand; man hoffte, nur diese könne die Autorität des Staates wieder herstellen, die Macht der Überreichen (Oligarchen) beschneiden und eine entschlossenere deutliche Außenpolitik in Gang setzen.

In einem  umfangreichen Kapitel beschäftigt sich Laquer auch mit Putin und der Religion. Dieses Thema ist insofern  näherliegend, da man sich noch sehr gut an Stalins religionsfeindliche Strategien erinnert. Dennoch:“Die orthodoxe Religion hat in der Geschichte der ‚russischen‘ Idee stets einen zentralen Platz eingenommen. Dies ist heute ebenso der Fall und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Zukunft so sein.“ In gewohnt  gründlicher Manier zeichnet Laqueur die Kirchengeschichte Russlands mit all ihren Höhen und Tiefen, beginnend mit dem Patriarchen von Konstantinopel, nach. Im Verlaufe dieser langen Geschichte haben sich die Entwicklung des Volkes und die Entwicklung der Kirche, ob man dies wollte oder nicht,  immer stärker und untrennbar miteinander verwoben.

„Die russisch-orthodoxe Kirche reitet regelmäßig Attacken auf den gottlosen Westen, ebenso wie Putin, der erklärt hat, viele euro-atlantische Länder hätten sich von ihren Wurzeln und damit auch von christlichen Werten entfernt. In Westen setze man eine kinderreiche Familie mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft und den Gottesglauben mit dem Satansglauben gleich, und das sei ‚der Weg der Degradierung und Primitivisierung‘.“ So Laqeur.  [Der Logik von Putins Denkvorgang vermag ich hier allerdings nicht zu folgen. ]

„Es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Tiefe und Bedeutung der religiösen  Wiedererweckung im postsowjetischen Russland einzuschätzen. Nach zuverlässigen Meinungsumfragen verstehen sich nur 15 Prozent der Russen als Atheisten. Zwei Drittel der Befragten  finden, dass die Religion eine größere Rolle in der Gesellschaft spielen sollte (…)“

Man könnte auch mutmaßen, dass das religiös sehr konträre Elternhaus: Vater =  Kommunist, Mutter = fromm, das grundsätzliche Denken Putins wohl mitgestaltet hat. Er erzählt, dass er das Holzkreuz, das ihm die Mutter mitgegeben hat, um es segnen zu lassen, von da an bis heute noch immer am Hals trägt.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es kein journalistischer Schnellschuss, sondern ein fundiertes Portrait dieser Persönlichkeit ist, dem es Satz für Satz gelingt, uns die Person Putins näher zu bringen. Tatsächlich hat Russland eine Verfassung – aber die ist kein Guter Leitfaden für die Gegenwart. (Schon Stalin hielt sich absolut nicht daran.)

„Das, was sich jetzt darbietet, ist auch schwierig in einen Begriff zu fassen – vielleicht ist das der Putinismus? Es ist ein  Staatskapitalismus mit liberaler Wirtschaftspolitik, mit erheblichen staatlichen Eingriffen, die bei wichtigen Dingen nahezu total sind. Es ist eine Autokratie, die ist aber in der russischen Geschichte nichts Neues, und sie wird durch Ineffizienz und Korruption nahezu ausgehebelt. Es gibt ein Parlament, aber die oppositionellen Parteien sind keine wirklicher Opposition. Es gibt eine freie Presse, aber die Freiheit ist auf kleine Zeitungen begrenzt, und die Kritik darf nicht zu weit gehen – so Laqueur. „

Als Gegensatz dazu zitiert Laqueur ein Dokument, das richtungsweisenden Charakter besitzt: „Es wurde 1999 in einem Thintank erarbeitet, den der damalige stellvertretende Minister  für das Staatseigentum German Gref [ein russischer Politiker und Manager,  früher wissenschaftlicher Angestellter an der Staatlichen Universität Leningrad, wo ihn Putin kennen lernte.  Jetzt nach großer politischer Laufbahn Präsident und Vorstandsvorsitzender der Sberbank gewählt, eines der größten Kreditinstitute Russlands.  Spricht fließend Deutsch!] gebildet hatte. Einleitend heißt es in dem  seither häufig zitierten Text, Russland durchlebe die größte Krise seine Geschichte, und man müsse alle politischen, ökonomischen und moralischen Ressourcen nutzen, damit  ein einiges Land sie überwinden  könne. Das Land brauche eine neue Mission, eine neue ‚russische‘ Idee, welche die Grundlage der ‚gossudarstwennost‘ (Staatlichkeit) und auch der Solidarität bilden müsse. […]

Wie Sie sehen, gibt und gäbe es viel zu zitieren aus diesem nahezu unerschöpflichen Buch. Vielleicht ist es ein Kristallisationspunkt in den vielerlei Überlegungen, die wohl inzwischen nahezu jeden überall in der Welt beschäftigen. Es ist wohl unzureichend, Putin generell einfach als ’schwarzen Mann‘ abzutun. Zweifelsohne ist er aber ein Problem, das man, folgt man Angela Merkel, erst erkennen und dann bedenken muss, um es dann lösen zu können. 

Putinismus  von Laqueur, Walter; Gebunden
Wohin treibt Russland?. Übersetzung: K.-D. Schmidt .   336 S.  in deutscher Sprache.
2015   Propyläen 22.00 EUR

Der Verfasser: Walter Laqueur, geboren 1921 in Breslau, 1938 nach Palästina emigriert, lebt heute in London und Washington. Von 1964 bis 1991 war er Direktor des Londoner Institute of Contemporary History and Wiener Library, seit 1969 zugleich in führender Stellung im Center of Strategic and International Studies in Washington tätig. Zahlreiche zeitgeschichtliche Bücher über den Holocaust, den Terrorismus, Russland und Europa. Zuletzt erschienen bei Propyläen Die letzten Tage von Europa (2006) und Gesichter des Antisemitismus (2008)

Ihre Meinung würde uns sehr interessieren!

[15. 8-. 2015 – 16. 9. 2015]